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POL-NOM: Fahren ohne Fahrerlaubnis

Dassel; OT Markoldendorf (Kr.) 11.07.2020; 16:30 Uhr

Am Samstagnachmittag, den 11.07.2020, kontrollierte eine Polizeistreife einen 16jährigen jungen Mann, mit seinem motorisierten Roller, in Markoldendorf. Während der Kontrolle stellte sich heraus, dass der junge Fahrer seinen Roller derart manipuliert hat, dass dieser eine deutlich höhere Geschwindigkeit als zugelassen erreicht und damit führerscheinpflichtig wird. Durch die Manipulation erlischt aber die Betriebserlaubnis für dieses Kraftfahrzeug. Weiterhin fanden die Beamten im Roller einen mitgeführten Teleskopschlagstock, der erst mit 18 Jahren frei erworben werden kann. Gegen den jungen Mann wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Fahren ohne erforderliche Fahrerlaubnis sowie ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet.



POL-NOM: Verkehrsunfall mit 2 verletzten Person

Northeim (Se) Zu einem Verkehrsunfall mit zwei leicht verletzten    Personen kam es am Samstag, den 11.07.2020, gegen 15.15 Uhr, auf   der Bundesstraße 248 in 37154 Northeim, zwischen den Ortseilen   Imbshausen und Wiebrechtshausen. Ein 46-jähriger Northeimer befuhr   die B 248 aus Richtung Imbshausen kommend nach Wiebrechtshausen. In   einer Rechtskurve kam der Pkw aus ungeklärter Ursache nach links   von der Fahrbahn ab. Das Fahrzeug kollidierte mit einem Leitpfosten   und geriet in den Straßengraben. Dort überschlug sich der Pkw an der   steilen Böschung und blieb auf dem Dach liegen. Der Pkw-fahrer und   sein 44-jähriger Beifahrer wurden durch den Unfall leicht verletzt   und wurden durch eine RTW-Besatzung ambulant behandelt. Der Pkw   musste von einem Abschleppunternehmen geborgen werden. Es entstand   ein Schaden von ca 10.000.-EUR.



POL-NOM: Polizeibeamte befreien Rehkitz

Northeim (Se) Am Samstag, den 11.07.2020, meldeten Spaziergänger der    Leitststelle der Feuerwehr Northeim gegen 15.00 Uhr ein Rehkitz, dass    sich oberhalb des Northeimer Krankenhauses Am Sultmer im dortigen    Waldgebiet in den Resten eines Maschendrahtzauns verfangen hatte.   Eine Funkstreifenbesatzung der Polizei Northeim gelang es, das   jämmerlich schreiende Tier mittels eines Bolzenschneider zu befreien.    Offensichtlich hatte das Rehkitz die Reste des Zauns im dichten    Unterholz übersehen und hatte sich darin verfangen. Nachdem es durch    die Polizeibeamten befreit wurde, sprang unverletzt in den Wald   davon.    Der Verantwortliche wird benachrichtigt, um den Maschendrahtzaun    aus dem Wald zu entfernen.



POL-NOM: Diebstahl eines hochwertigen Pkw

37154 Northeim - Georg-Diederichs-Ring, Donnerstag, 09.07.2020, 19:00 Uhr - 10.07.2020, 09:45 Uhr.

Northeim (pe) Im o. a. Tatzeitraum wurde in Northeim ein hochwertiger Pkw durch unbekannte(n) Täter entwendet. Der Pkw parkte bis dahin vor der Garage des Geschädigten. Bei dem Fahrzeug handelt es sich um einen weißen Daimler Benz AMG C 63 S im Wert von ca. 60.000 Euro.

Sachdienliche Hinweise bitte an die Polizeiinspektion Northeim, Tel. 05551-70050.



POL-NOM: Vollbrand eines kombinierten Wohn.-und Werkstattgebäudes
vier verletzte Personen

Northeim (Se)    37574 Einbeck - Greene, Hohler Weg 1 a    Samstag, den 11.07.2020, gegen 09.12 Uhr    Am Samstag, gegen 09.12 Uhr, wurde der Feuerwehrleitstelle in    Northeim ein Brand in einer Werkstatt im Einbecker Ortsteil    Greene, Hohler Weg 1 a, gemeldet. Bei Eintreffen der alarmierten    Einsatzkräfte stand das kombinierte Wohn.-und Werkstattgebäude    bereits in Vollbrand. Alle Bewohner hatten das Gebäude bereits    verlassen. Durch das Feuer entstand eine größere Rauchwolke, die    sich in Richtung Kreiensen bewegte. Infolgedessen wurde eine    Rundfunkwarnmeldung veranlasst. Luftmessungen vor Ort ergaben,    dass es zu keiner gesundheitsbelastenden Beeinträchtigung gekommen    war. Durch das Feuer wurden zwei Bewohner durch     Rauchgasintoxikation verletzt. Ein weiterer Bewohner erlitt     Brandverletzungen. Alle drei wurden ins Einbecker Krankenhaus     verbracht. Bei den Löscharbeiten verletzte sich zudem ein     Feuerwehrmann leicht. Gegen 13.30 Uhr war der vordere Teil des     Gebäudes abgelöscht. Die Löscharbeiten im hinteren Teil verliefen     schwieriger, da dort abgelagerte Reifen in Brand gerieten.    Das Gebäude ist unbewohnbar. Alle Bewohner wurden privat    untergebracht. Der Sachschaden wird auf mind. 250.000.-EUR    geschätzt. Der Brandort wurde beschlagnahmt. Die Brandursache ist    noch ungeklärt.    Während der Löscharbeiten wurde der Verkehr weiträumig umgeleitet.    Im Einsatz waren ca 300 Kameraden der Feuerwehren des Landkreises    Northeim, der Werksfeuerwehr Continental unter Leitung des    Ortsbrandmeister Greene, das THW, 5 RTW, zwei NAW (inkl. leitenden    Notarzt), ein Mitarbeiter der Stadt Einbeck sowie 6 Polizeibeamte    aus Bad Gandersheim, Einbeck und Northeim.



POL-NOM: Sachbeschädigung am Pkw

Northeim (Se) In der Zeit von Freitag, dem 10.07.2020, 13.30 Uhr bis     Samstag, den 11.07.2020, gegen 09.30 Uhr wurde in Northeim,     Friedrich-Ebert-Wall, ein Pkw Opel Vivaro von unbekannten Tätern     beschädigt. Die Täter kratzten ein nicht definierbares Symbol in    den Lack und entwendeten ein Opel-Emblem. Der Schaden wird auf ca     500.-EUR geschätzt.



POL-NOM: Verkehrsunfasll mit einer leicht verletzten Person

Northeim (Se) Auf der Bundesstraße 247 kam es am Samstag, den     11.07.2020, gegen 06.10 Uhr, zwischen Katlenburg-Lindau und     Bilshausen zu einem Verkehrsunfall, bei dem der 26-jährige     Fahrzeugführer aus Northeim leicht verletzt wurde. Der Northeimer     befuhr die B 247 aus Richtung Bilshausen kommend und wich einem    auf der Fahrbahn befindlichen Fuchs aus. Er verlor die Kontrolle    über seinen Pkw, kam von der Fahrbahn ab und überschlug sich im     angrenzenden Feld. Der Fahrzeugführer konnte sich selbstständig    aus dem Pkw befreien und wurde durch eine RTW-Besatzung dem    Krankenhaus in Northeim zugeführt. Am Pkw entstand Totalschaden    in Höhe von ca 6500.-EUR.



POL-NOM: Brandserie- Fahndungserfolg der Polizei

Einbeck, Einbecker Straße, Freitag, 10.07.2020, 22.50 Uhr

SALZDERHELDEN (Se) Am späten Freitagabend wurde im Einbecker Ortsteil Salzderhelden eine weibliche Person von Polizeibeamten in zivil dabei überrascht, wie sie unmittelbar einen Altkleidercontainer in Brand setzen wollte. Die Person konnte an der Tatausführung gehindert und festgenommen werden. Bei der anschließenden Verbringung in die Gewahrsamszelle der Polizei Northeim leistete die Frau Widerstand. Die Ermittlungsgruppe hat unmittelbar nach der Festnahme die Ermittlungen übernommen, die am heutigen Tage mit Hochdruck fortgeführt werden. Die Ermittlungsgruppe war am Montag im Zusammenhang mit den Bränden in Einbeck und Salzderhelden eingerichtet worden.



POL-NOM: Warenbetrug

Einbeck (Kr.) Bereits am Donnerstag, den 16.04.2020, erwarb ein 51jähriger Einbecker über ebay-Kleinanzeigen eine Kappsäge zum Preis von 350,- Euro. Obwohl er sofort den Kaufpreis auf das Konto des Verkäufers überwies, erfolgte die Lieferung bis zum heutigen Tag nicht. Eine Kontaktaufnahme zum Verkäufer ist seitdem nicht mehr möglich. Die Polizei Einbeck hat ein Ermittlungsverfahren wegen Warenbetruges eingeleitet.



 

Zwischenfazit nach vier Monaten Infektionszahlen im Landkreis Northeim bleiben stabil

Northeim (lpd). Im Landkreis Northeim sind bislang (Stand 10. Juli) 150 Corona-Infektionen aufgetreten. Davon sind 134 Personen genesen und leider sechs verstorben. Vier Monate nach dem ersten Corona-Fall im Kreisgebiet sind damit zehn akute Infektionen bekannt.

Pro 100.000 Einwohner liegt der Landkreis Northeim damit landesweit im Mittelfeld. Betrachtet man die Fallzahlen pro 100 km², liegt der Landkreis Northeim im unteren Bereich. Bisher kommt der Landkreis Northeim positiver durch die Krise, als zunächst befürchtet wurde.

52 Prozent der infizierten Personen im Kreisgebiet sind weiblich, 48 Prozent männlich. Auch bei der Verteilung in den Altersgruppen ergibt sich ein klares Bild: 26,7 Prozent der Infizierten sind 60 Jahre oder älter, 27,3 Prozent sind unter 30 Jahre und 46 Prozent sind zwischen 31 – 60 Jahre alt.

Auf die Gemeinden verteilen sich die Infektionen wie folgt: Bad Gandersheim 24 Infektionen, 2 Todesfälle; Bodenfelde 1 Infektion; Dassel 5 Infektionen; Einbeck 19 Infektionen; Hardegsen 12 Infektionen; Kalefeld 17 Infektionen; Katlenburg-Lindau 3 Infektionen; Moringen 3 Infektionen; Nörten-Hardenberg 8 Infektionen, 1 Todesfall; Northeim 53 Infektionen, 3 Todesfälle; Uslar 5 Infektionen



 

Corona-Verordnung mit weiteren Lockerungen und optimierter Struktur

Am kommenden Montag tritt die neue Corona-Verordnung des Landes Niedersachen in Kraft. Die neue Verordnung beinhaltet weitere Lockerungen, die aufgrund des derzeit moderaten Infektionsgeschehens möglich sind. Darüber wurde sie thematisch neu in acht Teile gegliedert und übersichtlicher gestaltet. 

In den Paragrafen 1 bis 4 finden Sie die grundlegenden und nach wie vor ausgesprochen wichtigen Schutzmaßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus:

1.    Abstand halten, persönliche Kontakte auf das Notwendigste beschränken 

2.    Mund-Nasen-Bedeckung tragen, wenn kein Abstand 1,5 Metern möglich ist bzw. generell beim Einkaufen sowie in Bussen und Bahnen

3.    Hygienekonzepte erstellen und befolgen

4.    Daten erheben bzw. dokumentieren  

Unverändert bleibt die Regelung, dass sich in der Öffentlichkeit zwei Haushalte (keine zahlenmäßige Beschränkung) oder auch eine Gruppe von bis zu 10 Personen (unabhängig von den Haushalten) treffen dürfen.



Wann bzw. zu welchen Gelegenheiten  und in welchem Umfang diese Schutzmaßnahmen gelten, ist in den nachfolgenden Paragrafen 5 ff  geregelt. Die Gesamtausgabe der neues Verordnung finden Sie hier

 

Die wichtigsten Neuerungen im Überblick:

 

Soziales:

Ferienfreizeiten sind nun auch in größerem Rahmen möglich: Ab Montag können Kinder- und Jugendgruppen im Rahmen der Jugendarbeit nach § 11 SGB VIII mit bis zu 50 Personen in einer Jugendherberge oder einer anderen Gruppeneinrichtung Veranstaltungen durchführen und auch übernachten. 

In Jugendherbergen, Familienferien- und Freizeitstätten, Jugend- und Erwachsenenbildungsstätten und ähnlichen Einrichtungen sowie in Kreissportschulen, Landessportschulen und vergleichbaren verbandseigenen Einrichtungen sind Gruppenveranstaltungen und -angebote für Minderjährige und die Aufnahme von Gruppen Minderjähriger jetzt bis zu einer Gruppengröße von 50 Personen zulässig. 

Werkstätten und Tagesförderstätten für behinderte Menschen können wieder alle vorhandenen Plätze zur Verfügung stellen


Kinderbetreuung:

In der privaten Kinderbetreuung dürfen künftig bis zu fünf „fremde" Kinder betreut werden - zusätzlich zu den eigenen Kindern der betreuenden Person. Bisher betrug die Obergrenze fünf Kinder einschließlich der eigenen.      

 

Tourismus & Gastronomie

Das Beherbergungsverbot für Personen, die aus dem Landkreis Gütersloh nach Niedersachsen kommen, wird bereits zum 11. Juli 2020 aufgehoben. Hotelbetten, Ferienwohnungen und Campingplätze dürfen somit Gästen aus dem betreffenden Landkreis ab Samstag wieder zur Verfügung gestellt werden.

 

Restaurants dürfen ihren Gästen Buffets auch wieder mit Selbstbedienung anbieten.

 

Sport

Sofern die Kontaktdaten dokumentiert werden, ist der Kontaktsport in einer Gruppe bis 30 Personen möglich, d.h. auch Spiele gegeneinander - eine feste Kleingruppe ist hierfür nicht mehr notwendig. Möglich sind damit beispielsweise  Testspiele beim Fußball in der Saisonvorbereitung. 

 

Bei allen jetzt wieder zulässigen Aktivitäten, gelten immer die in Teil 1 der Verordnung aufgeführten allgemeinen Vorschriften zu Abstand, Mund-Nasenbedeckung, Hygiene(konzepten) und Dokumentationspflichten.



POL-HM: Moko "Keller" sucht wichtigen Zeugen

Nach dem Tötungsdelikt Anfang Mai 2020 im Hessisch Oldendorfer Ortsteil Fischbeck, bei dem der 71 Jahre alte Walter S. getötet wurde, sucht die Mordkommission (Moko) "Keller" einen wichtigen Zeugen.

Die bisherigen Ermittlungen haben ergeben, dass sich das Opfer, Walter S., am Vormittag des 30.04.2020 mit einer bisher unbekannten Person getroffen hat. Diese bisher unbekannte Person wird dringend gebeten, sich mit der Moko "Keller" als Zeuge in Verbindung zu setzen (Tel.: 05151/933-222), da sie dabei helfen kann, den Tagesablauf des 30.04.2020 zu rekonstruieren.



Corona-Pandemie: 33 Menschen in Stadt und Landkreis Göttingen sind aktuell infiziert

In Stadt und Landkreis Göttingen sind aktuell 33 Personen mit dem SARS-CoV-2 Virus infiziert, 21 weniger als am Vortag. Die Gesamtzahl bestätigter Infektionen liegt bei 1.319 (unverändert); davon sind 507 in der Stadt Göttingen gemeldet, 812 im weiteren Kreisgebiet. 1.205 (+21) Personen sind wieder von der Infektion genesen, 81 sind in Verbindung mit einer Erkrankung an Covid-19 gestorben. Der Wert der Neuinfektionen liegt heute für den Landkreis Göttingen bei 2,44 (Vortag 3,36).

Die Fallzahlen zum Corona-Geschehen in den Städten und Gemeinden (Gesamtzahl Infizierte / aktuell Erkrankte):

  • Flecken Adelebsen (6 / 0)
  • Gemeinde Bad Grund (Harz) (45 / 0)
  • Stadt Bad Lauterberg im Harz (83 / 0)
  • Stadt Bad Sachsa (80 / 4)
  • Flecken Bovenden (14 / 0)
  • Samtgemeinde Dransfeld (13 / 0)
  • Stadt Duderstadt (39 / 0)
  • Gemeinde Friedland (60 / 16)
  • Samtgemeinde Gieboldehausen (37 / 1)
  • Gemeinde Gleichen (16 / 1)
  • Stadt Göttingen (507 / 8)
  • Stadt Hann. Münden (21 / 3)
  • Samtgemeinde Hattorf am Harz (44 / 0)
  • Stadt Herzberg am Harz (207 / 0)
  • Stadt Osterode am Harz (96 / 0)
  • Samtgemeinde Radolfshausen (5 / 0)
  • Gemeinde Rosdorf (36 / 0)
  • Gemeinde Staufenberg (6 / 0)
  • Gemeinde Walkenried (4 / 0)



POL-NOM: u.a. Fahren ohne Fahrerlaubnis

Northeim (Se) Am Freitag, den 10.07.2020, gegen 02.20 Uhr, wurde     durch die Polizei in Northeim, Göttinger Straße, ein VW Golf     kontrolliert, bei dem die TÜV - Plaketten fehlten. Während der     Verkehrskontrolle stellte sich heraus, dass der Pkw aufgrund    mehrerer Mängel nicht mehr verkehrssicher war. Zudem war der    17 - jährige Fahrzeugführer aus Göttingen nicht im Besitz eines    Führerscheins. Ihm wurde die Weiterfahrt untersagt. Infolge der    gravierenden Mängel, u.a. defekte Bremsen, am Pkw durfte dieser    auch nicht mehr im öffentlichen Straßenverkehr benutzt werden.    Es wurde eine Strafanzeige und eine Verkehrsordnungswidrigkeiten-    anzeige gefertigt.



13.754 gemeldete Covid-19-Infektionen in Niedersachsen

13.754 Fälle von Infektionen mit dem Corona-Virus sind bis heute - Freitag, 9 Uhr - in Niedersachsen labordiagnostisch bestätigt und dem Landesgesundheitsamt (NLGA) gemeldet worden. 

Insgesamt 643 an Covid-19 Erkrankte wurden dem NLGA als verstorben gemeldet. Über Details kann die zuständige Kommune Auskunft geben.

Genesen sind in Niedersachsen nach einschlägiger Hochrechnung* 12.631 der bislang gemeldeten laborbestätigten Fälle. Das entspricht 91,8 Prozent. 

In niedersächsischen Kliniken werden derzeit 201 mit dem Virus infizierte Patientinnen und Patienten behandelt: Davon liegen 169 Erwachsene auf Normalstationen, 27 Erwachsene benötigen intensivmedizinische Behandlung. Auf den Intensivstationen müssen 14 Erwachsene beatmet werden, ein Patient per ECMO. Fünf Kinder werden im Krankenhaus auf einer Normalstation behandelt.

Kommune

Bestätigter Fall

Änderung zum Vorbericht

Verstorben

Änderung zum Vorbericht

Kumulierte 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Ew

LK Ammerland

191

0

5

0

0,8

LK Aurich

131

0

8

0

0,0

LK Celle

220

0

15

0

0,0

LK Cloppenburg

126

0

0

0

1,2

LK Cuxhaven

373

0

21

0

0,5

LK Diepholz

404

1

26

0

5,1

LK Emsland

472

0

25

0

1,2

LK Friesland

39

0

2

0

2,0

LK Gifhorn

169

0

4

0

2,3

LK Goslar

261

0

25

0

0,0

LK Göttingen

1287

0

78

0

6,4

LK Grafschaft Bentheim

249

0

18

0

1,5

LK Hameln-Pyrmont

142

1

7

0

1,3

LK Harburg

557

0

13

0

0,0

LK Heidekreis

76

0

2

0

0,0

LK Helmstedt

141

0

1

0

0,0

LK Hildesheim

419

1

8

0

1,1

LK Holzminden

106

0

7

0

0,0

LK Leer

149

0

6

0

0,6

LK Lüchow-Dannenberg

21

0

3

0

0,0

LK Lüneburg

168

0

0

0

0,5

LK Nienburg (Weser)

81

0

4

0

0,8

LK Northeim

149

1

5

0

2,3

LK Oldenburg

303

0

15

0

6,9

LK Osnabrück

1234

2

67

0

1,1

LK Osterholz

122

0

0

0

2,6

LK Peine

161

0

11

0

0,0

LK Rotenburg (Wümme)

114

0

2

0

0,0

LK Schaumburg

161

0

7

0

0,0

LK Stade

228

9

8

0

0,0

LK Uelzen

44

0

0

0

0,0

LK Vechta

365

0

12

0

4,9

LK Verden

242

0

7

0

0,7

LK Wesermarsch

72

0

2

0

0,0

LK Wittmund

41

0

0

0

0,0

LK Wolfenbüttel

190

0

14

0

0,0

Region Hannover

2796

1

116

0

0,4

SK Braunschweig

351

0

18

0

5,2

SK Delmenhorst

121

1

3

0

10,3

SK Emden

20

1

0

0

2,0

SK Oldenburg

189

2

1

0

5,3

SK Osnabrück

509

1

15

0

1,8

SK Salzgitter

160

0

9

0

1,0

SK Wilhelmshaven

28

0

1

0

0,0

SK Wolfsburg

372

0

52

0

0,0

Gesamt

13754

21

643

0

1,5

In dieser Übersicht sind ausschließlich Fälle aufgelistet, die dem Niedersächsischen Landesgesundheitsamt elektronisch bis 9 Uhr mitgeteilt wurden. Da es sich um eine dynamische Situation handelt, kann es zu Abweichungen zwischen der NLGA-Tabelle und Angaben anderer Stellen, etwa der betroffenen Kommunen, kommen. 

Die gegenüber dem vorherigen Tag neu ausgewiesenen Fälle sind nicht zwingend erst seit der gestrigen Auflistung neu aufgetreten. Die Gesundheitsämter leiten als erste Priorität die notwendigen Infektionsschutzmaßnahmen ein, ggf. erfolgt die standardisierte Falldatenüber-mittlung erst danach mit zeitlicher Verzögerung. Bis zur Übermittlung der Fälle an das NLGA können einige Tage vergehen. Dies gilt vor allem, wenn viele Fälle in einem kurzen Zeitraum auftreten. 

* Als Kriterium für die Meldung „genesen" gilt das Meldedatum des Falles, wenn es länger als 14 Tage zurückliegt. Die in dieser Kategorie aufgezählten Patientinnen und Patienten sind außerdem weder in Behandlung in einem Krankenhaus noch verstorben. Diese Kriterien legt auch das RKI an.

Weitere Informationen zum Corona-Viruswww.niedersachsen.de/coronavirus



Gesundheitsministerin Carola Reimann über die Nutzung digitaler Möglichkeiten im Gesundheitsbereich

„In Zeiten von Corona und der anstehenden Erkältungssaison gilt es mehr denn je, digitale Potentiale zu nutzen. Deswegen fordere ich den GB-A auf, digitale und telefonische Krankschreibungen müssen wieder möglich sein"

„Die Videosprechstunde zeigt, wie die digitalen Möglichkeiten zu einer guten ärztlichen Versorgung beitragen können. In Zeiten von Corona gilt es mehr denn je, die Potentiale zu nutzen. Ein weiteres gutes Beispiel war die telefonische und digitale Krankschreibung. Ärztliche Beratung per Video oder Telefon sind starke Gegenspieler im Kampf gegen die Ausbreitung von Viren. Patientinnen und Patienten müssen sich keinem zusätzlichen Infektionsrisiko aussetzen. Das Verfahren wurde zum 1. Juni ausgesetzt. Für die bevorstehende Erkältungssaison und ein möglicherweise wieder stärker werdendes Corona-Infektionsgeschehen, sollte die digitale Krankschreibung wieder genutzt werden.

Ich fordere den GB-A auf, diese Regelung wieder möglich zu machen."



Schule im Hummetal beteiligt sich am Kooperationsunterricht

Die Schule im Hummetal aus Aerzen beteiligt sich ab dem Schuljahr 2020/21 am Kooperationsunterricht Hameln-Pyrmont. Am Freitag wurde der Kooperationsvertrag vom Landrat der Landkreises Hameln-Pyrmont, Dirk

Adomat, vom Schulleiter der Eugen-Reintjes-Schule, Oberstudiendirektor Johannes Stolle, von der Schulleiterin der Elisabeth-Selbert-Schule, Oberstudiendirektorin Gisela Grimme, und von der stellvertretenden Schulleiterin der Schule im Hummetal, Konrektorin Anja Grabbe, unterschrieben.

 

Im Rahmen des Kooperationsunterrichtes Hameln-Pyrmont arbeiten derzeit die Berufsbildenden Schulen Eugen-Reintjes-Schule und Elisabeth-Selbert-Schule mit der Oberschule Hessisch Oldendorf, der KGS Bad Münder, der Pestalozzischule und der Wilhelm-Raabe-Schule zusammen.

 

Ziel der seit 2008 bestehenden Zusammenarbeit ist es, den Schülerinnen und Schülern der Oberschulen bzw. der Kooperativen Gesamtschule den direkten Übergang in eine duale Ausbildung zu erleichtern. Dieses Projekt war in den vergangenen Jahren erfolgreich: Bis 2008 gelang nur etwa 5-8 Prozent eines Schülerjahrganges der Hauptschulen der Stadt Hameln und des Landkreises Hameln-Pyrmont der direkte Übergang in eine duale Ausbildung. Seit der Einführung des Kooperationsunterrichtes konnte diese Quote auf etwa 30 Prozent gesteigert werden. Zusätzlich setzen etwa 20 Prozent der Absolventinnen und Absolventen ihre Schullaufbahn in einer höherqualifizierenden Schulform fort.

 

Dieser Erfolg beruht in erster Linie darauf, dass die Schülerinnen und Schüler im Unterricht an den Berufsbildenden Schulen ihre Stärken im praktischen Bereich einbringen können und so ihre Motivation für den Schulbesuch insgesamt gesteigert wird. Die erreichten Noten sind dabei voll ausgleichsfähig mit den Noten in den Stammschulen. Dabei können die Schülerinnen und Schüler aus inzwischen 12 Berufsfeldern auswählen, mit denen sie sich in der 9. und 10. Klasse an jeweils 2 Schultagen pro Woche auseinandersetzen möchten: von den klassischen Bauberufen über die Metall-, Fahrzeug- und Elektroberufe bis zu den Agrar-, Ernährungs- und pflegerischen Berufen. Sie erwerben im Rahmen des Unterrichts im gewählten Berufsfeld Kenntnisse und Fertigkeiten, die denen eines 1. Ausbildungsjahres entsprechen und werden somit für die Ausbildungsbetriebe zu interessanten Bewerberinnen und Bewerbern um eine Ausbildungsstelle.

 

Diese positiven Aspekte haben die Schule im Hummetal dazu bewogen, vom kommenden Schuljahr an am Kooperationsunterricht teilzunehmen. Dazu wurden die Schülerinnen und Schüler mit Ihren Eltern über die Ziele der Zusammenarbeit und die Inhalte und Anforderungen der einzelnen

Berufsfelder informiert und die organisatorischen Fragen einer Zusammenarbeit geklärt.

 

Die bisher am Kooperationsunterricht Hameln-Pyrmont beteiligten Schulen begrüßen die Schule im Hummetal und freuen sich auf die Zusammenarbeit.



Schulsozialarbeit in Niedersachsen wird weiter gestärkt: Land schafft 130 zusätzliche Stellen - vorhandene Stellen werden erweitert

Niedersachsen baut die Sozialarbeit an den Schulen weiter aus: Etwa 115 Grundschulen und 15 Gymnasien bekommen in diesem (2020) und im nächsten Jahr (2021) zusätzliche sozialpädagogische Fachkräfte. Darüber hinaus werden in diesem Jahr an rund 60 Haupt-, Real- und Oberschulen vorhandene Stellen für sozialpädagogische Fachkräfte aufgestockt. Die Stellen werden ab Juli 2020 und Januar 2021 gestaffelt ausgeschrieben.  

„Wir haben in der Corona-Krise erneut festgestellt, dass eine pädagogisch professionell aufgestellte Schule wichtig ist, um alle Schülerinnen und Schüler zu erreichen und in das schulische Leben einzubinden", erklärte Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne. „Mit den jetzt zugewiesenen Stellen bauen wir die Schulsozialarbeit zudem wie versprochen konsequent weiter aus", fügte er an. Die sozialpädagogischen Fachkräfte unterstützten die Lehrkräfte an den Schulen bei ihrer Arbeit, seien aber auch wertvolle direkte Ansprechpartner für Schülerinnen, Schüler und Eltern. „Ich werde mich auch weiter für eine Stärkung dieses wichtigen Bereiches einsetzen", so der Minister. 

Mit dem Ausbau setzt das Land eine Vereinbarung mit den kommunalen Spitzenverbänden von 2016 kontinuierlich um. Danach sollen zunächst vor allem an Grundschulen und Gymnasien zusätzliche Sozialarbeiter eingesetzt werden. Bei der Auswahl werden Schulen mit einer besonders heterogenen Schülerschaft vorrangig berücksichtigt. Weitere Kriterien sind Anzahl der Schülerinnen und Schüler sowie Ganztagsangebote.    

Derzeit werden vom Land etwa 1.300 sozialpädagogische Fachkräfte an rund 1.100 allgemein bildenden und berufsbildenden Schulen eingesetzt. Dies sind überwiegend Sozialpädagoginnen oder Sozialpädagogen beziehungsweise Sozialarbeiterinnen oder Sozialarbeiter mit staatlicher Anerkennung. Durch Beratung und Begleitung der Schülerinnen und Schüler und durch besondere Gruppen- und Freizeitangebote können sie zu einem guten Schulklima beitragen und die Voraussetzungen für den Lernerfolg schaffen. Dazu gehören auch die Konfliktberatung und Berufsorientierung. Wichtige Aufgabe ist zudem die Einbindung der Schule in außerschulische Netzwerke. Darüber hinaus beraten sozialpädagogische Fachkräfte Lehrkräfte, Schulleitungen und Eltern in pädagogischen Fragen. 

Hier finden Sie eine Übersicht der Schulen, an denen Stellen für sozialpädagogische Fachkräfte neu ausgeschrieben beziehungsweise aufgestockt werden.  Über die Niedersächsische Landesschulbehörde werden die Beschäftigungsmöglichkeiten für die 130 Schulen unter anderem bei der Bundesagentur für Arbeit ausgeschrieben. Interessentinnen und Interessenten können sich zudem auf der Internetseite der Niedersächsischen Landesschulbehörde genauer informieren: https://www.landesschulbehoerde-niedersachsen.de/jobs-karriere/schulen-studienseminare/nicht-lehrendes-personal/ausschreibung-stellen-fuer-sozialpaedagogische-fachkraefte-in-schulischer-sozialarbeit-an-grundschulen



Gesundheitsministerin Carola Reimann: „Digitales Notfallmanagement kann Leben retten – deswegen fördern wir die flächendeckende Einführung und den laufenden Betrieb“

Der Rettungsdienst von Stadt und Landkreis Hildesheim sowie die Krankenhäuser AMEOS Klinikum Alfeld, Helios Klinikum Hildesheim, Johanniter Krankenhaus Gronau und St. Bernward Krankenhaus Hildesheim nutzen künftig das digitale Notfallmanagementsystem IVENA. Gesundheitsministerin Carola Reimann überreicht heute die entsprechenden Förderbescheide (insgesamt rund 70.000 Euro) an Hildesheims Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer und Landrat Olaf Levonen.

Dr. Carola Reimann erklärt dazu: „Im Notfall kann es lebensentscheidend sein, schnell in das richtige Krankenhaus zu gelangen. Mussten früher aus dem Rettungswagen Kapazitäten in den Krankenhäusern abgefragt werden, sind sie heute dank IVENA in Echtzeit auf Knopfdruck ersichtlich. Denn das internetbasierte System vernetzt Rettungsleitstellen, Rettungswagen und Krankenhäuser miteinander. Mit dem Anschluss der Krankenhäuser in der Stadt und im Landkreis Hildesheim an das System sind wir in Niedersachsen einen großen Schritt bei der Digitalisierung des Notfallmanagements weiter.“

Stadt und Landkreis Hildesheim haben sich um eine Förderung beworben. Für Hildesheim bringt der Anschluss an IVENA einige Pluspunkte mit sich. 

„Bereits im vergangenen Jahr wurde im gemeinsamen Rettungsdienstbereich die mobile Datenerfassung auf Rettungswagen und Notarzt-Einsatzfahrzeugen eingeführt“, so Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer. „Jetzt wird diese Technik durch IVENA sinnvoll ergänzt. Patientinnen und Patienten sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter profitieren von dieser Digitalisierung auf dem aktuellsten Stand der Technik. Das freut mich sehr!“

Für Landrat Olaf Levonen war IVENA gerade in der Corona-Lage ein wichtiger Baustein. „Die tägliche Meldung der freien Betten war für das Gesundheitsamt und den gesamten Krisenstab ein wesentlicher und vor allem beruhigender Bestandteil bei unserer Beurteilung der Lage.“

In Niedersachsen sind mit Hildesheim 21, somit rund zwei Drittel, der kommunalen Rettungsleitstellen und 97 der 172 Krankenhäuser an IVENA angeschlossen.  „Ziel der Landesregierung ist“, so die Gesundheitsministerin, „das System in ganz Niedersachsen flächendeckend einzusetzen. Deshalb fördern wir seit Beginn des Jahres neben den Investitionskosten auch die laufenden Kosten für IVENA.

Hintergrund:
Wie funktioniert IVENA und was tut das Land?
Die Rettungswagen melden den Krankenhäusern die Patientin oder den Patienten über IVENA an, und zwar mit genauer Diagnose der Erkrankung. Im Gegenzug melden die Krankenhäuser den Rettungsleitstellen die freien oder überlasteten Kapazitäten bis hin zur kleinsten organisatorischen Einheit – zum Beispiel ob ein OP oder ein Intensivbett verfügbar ist. Dank der Echtzeitkommunikation wird im System das nächstgelegene und geeignete Krankenhaus angezeigt. Gleichzeitig können sich die Notaufnahmen in den Krankenhäusern auf die Patientinnen und Patienten vorbereiten. Das spart wichtige Zeit bis zur Behandlung.

Seit 2015 läuft IVENA in Niedersachsen als Modellprojekt. Es wurde zunächst in den Regionen Hannover, Oldenburg und Osnabrück mit insgesamt rund 50 teilnehmenden Krankenhäusern getestet. Der Start in den Modellregionen verlief vielversprechend. Aufgrund der hohen Akzeptanz, insbesondere auf ärztlicher Seite, sind sukzessive weitere Regionen hinzugekommen.

Damit IVENA flächendeckend in ganz Niedersachsen zum Einsatz kommt, unterstützt das Land die niedersächsischen Kommunen. Mit der seit Juni 2019 geltenden Richtlinie „über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung der Anschaffung von Informationstechnik zur Nutzung des webbasierten Notfallmanagementsystems für Krankenhäuser“ können investive Maßnahmen gefördert werden. Mit Beginn des Jahres 2020 wurde die Richtlinie angepasst, sodass auch laufende Kosten des Betriebs von IVENA förderfähig sind.



POL-HOL: Illegale Müllentsorgung am Liebigstadion - zwei Verursacherinnen ermittelt

Als illegaler Müllablageort bekannt: die Container auf dem Parkplatz des Liebigstadions. Nun gab es einen kleinen Ermittlungserfolg der Holzmindener Polizei. Zwei Verursacher konnten bereits am vergangenen Dienstag ermittelt werden. In dem ersten Fall stellten die Polizeibeamten im Rahmen der Streife eine erhebliche Menge an abgelagertem Hausmüll fest. Eine grobe Durchsicht ergab erste Hinweise auf einen möglichen Verursacher. An dessen Wohnanschrift wurde die Familie mit dem Sachverhalt konfrontiert. Daraufhin räumte die 49-jährige Ehefrau ein, den Müll dort abgelegt zu haben. Einer Aufforderung, den illegal abgelegten Müll sofort zu beseitigen, kam sie anschließend nach. In dem zweiten Fall wurde eine Menge alter Spielsachen entsorgt. Auch hier stießen die Polizeibeamten auf einen Namen. Ermittlungen ergaben hier eine 41-Jährige Holzmindenern als Verursacherin. Auch sie wurde zur Beseitigung ihres Unrates aufgefordert, dem sie umgehend nachkam. Gegen beide Verursacherinnen wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.



Konstituierende Sitzung des Göttinger Jugendparlamentes

Am Mittwoch, 15. Juli 2020, findet um 16 Uhr die konstituierende Sitzung des Göttinger Jugendparlaments im Ratssaal des Neuen Rathauses, Hiroshimaplatz 1 – 4, in Göttingen statt.

Die 31 gewählten Vertreter*innen wählen dort ihr Präsidium, verabschieden ihre Geschäftsordnung und bearbeiten erste Anfragen und Termine. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem die Wahlen zum Präsidium sowie der Ausschussvertreter*innen und der Beschluss der Geschäftsordnung.  Die Sitzung ist öffentlich.

Während der Sitzung gilt ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen sowie die Pflicht, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Eine Registrierung der Besucherinnen und Besucher vor Ort ausgeführt. Hierfür muss jede Besucherin / jeder Besucher ein vor Ort ausgelegtes Formblatt ausfüllen und dem Sitzungsdienst aushändigen. Diese Unterlagen werden drei Wochen nach der Sitzung vernichtet.



B 3 in Northeim: Erneuerung der Ampel an der Kreuzung Am Martinsgraben/ Hirschberger Straße

Bauarbeiten beginnen am 16. Juli

In Northeim beginnen am 16.07.2020 umfangreiche Arbeiten zur Erneuerung der Lichtsignalanlage im Kreuzungsbereich B 3 - Göttinger Straße/ Am Martinsgraben/ Hirschberger Straße. Die Hirschberger Straße wird während der Bauarbeiten für den Verkehr voll gesperrt. Die Verbindung Über dem Hellewege/ Hirschberger Straße in Richtung Conti ist nicht betroffen.

Die Baumaßnahme umfasst auch Tiefbauarbeiten für die Fundamente der Ampelmasten, so dass für Fußgänger und Radfahrer mit engen Platzverhältnissen zu rechnen ist. Ein Passieren der Baustelle und Queren der Fahrbahn ist für Fußgänger und Radfahrer jederzeit möglich.

Im Vorfeld erfolgt die Errichtung einer provisorischen Lichtsignalanlage, die den Verkehrsablauf während der Erneuerung ersatzweise regelt. Zeitweise werden jedoch geringfügige Einengungen der Fahrbahn und der Geh-/Radwege notwendig. 

Die bestehende Lichtsignalanlage wird im Zuge der Erneuerung nun mit moderner Steuerungstechnik und verbesserter, zeitgerechter Fahrzeugdetektion ausgestattet. Zudem erfolgt eine Umrüstung auf stromsparende LED-Technik.

Sofern die Bauarbeiten wie geplant verlaufen, wird die Maßnahme voraussichtlich Ende August 2020 fertiggestellt.

Die Kosten für die Modernisierung der Lichtsignalanlage belaufen sich auf ca. 115.000 Euro.

Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Gandersheim bittet alle Verkehrsteilnehmer und Anwohner um Verständnis.



 

Coronavirus - Entwicklung des Infektionsgeschehens im Landkreis Northeim Aktuelle Fallzahlen vom 10. Juli

Northeim (lpd). Aktuell sind 150 bestätigte Infektionen im Landkreis Northeim bekannt.

Im Vergleich zu Donnerstag ist damit ein neuer bestätigter Corona-Fall bekannt geworden. Unverändert 134 Personen gelten mittlerweile als genesen, sodass die Infektionsquarantäne aufgehoben werden konnte.

Bei dem Neufall handelt es sich um eine weibliche Person höheren Alters. Der Ansteckungsweg ist nicht bekannt. Sie weist bisher keine Symptome auf und befindet sich in einer Reha-Klinik in Quarantäne.

Die Anzahl der Verstorbenen beträgt weiterhin sechs Personen.



 

Beratung für Betroffene rechter Gewalt neu aufgestellt

Künftig drei Regionalbüros für Unterstützung nach rechtsextremen, rassistischen und antisemitischen Übergriffen

Das Niedersächsische Justizministerium stellt die Beratung für Betroffene rechter Gewalt neu auf. Die Beratung wird künftig regionalisiert und auf drei Büros im Land verteilt. Dafür werden in diesem Jahr aus Landes- und Bundesmitteln bis zu 150.000 Euro zur Verfügung gestellt.

Justizministerin Barbara Havliza: „Es ist ein sehr wichtiges Signal, dass die Beratungsarbeit flächendeckend in ganz Niedersachsen umgesetzt wird, um Betroffene professionell zu unterstützen und ihnen Hilfe zur Selbsthilfe zu geben. Ich begrüße es deshalb sehr, dass wir künftig in drei Regionen des Landes über eine niedrigschwellige und proaktive Betroffenenberatung verfügen. Diese richtet sich auch an Angehörige, Bekannte sowie Zeuginnen und Zeugen rechtsextremer Gewalttaten. Die Prävention und die Bekämpfung von Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus bilden eine drängende und anhaltende Herausforderung für Staat und Gesellschaft." 

Die neu aufgestellten Regionalbüros für die Betroffenenberatung sind:

  • Exil e.V. - Osnabrücker Zentrum für Flüchtlinge e.V. für die Region Nord-West Niedersachsen mit dem Projekt: „Name it! - Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt / Region Nordwest-Niedersachsen"
  • Christliches Jugenddorfwerk CJD Nienburg e.V. für die Region Nord-Ost Niedersachsen mit dem Projekt: „G.i.G. (Genug ist genug) - Professionelle Unterstützung für Betroffene von Hasskriminalität in Niedersachen Nord Ost"
  • Asyl e.V. Migrationszentrum Hildesheim für die Region Süd Niedersachsen mit dem Projekt: „Heads up! - Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt /Region Südniedersachsen"

Havliza: „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit. Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus haben keinen Platz in unserer Gesellschaft. Die rechtsextremistisch motivierten Gewaltverbrechen von Halle und Hanau waren nicht nur gezielte Angriffe auf unseren Rechtsstaat, sondern auch auf unser demokratisches und friedliches Zusammenleben. Umso wichtiger ist es, dass wir Betroffenen rechtsextremer Übergriffe schützend zur Seite stehen."

Die Förderung der Beratungsstellen hat am 3. Juli 2020 begonnen. Bei der weiteren Gestaltung und Etablierung eines gemeinsamen Profils und dem Ausbau der Reichweite der Betroffenenberatung erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit dem Landes-Demokratiezentrum im Niedersächsischen Justizministerium, mit Expertinnen und Experten der Mobilen Beratung sowie mit Trägern, Initiativen und Einzelpersonen, die sich vor allem gegen Rechtsextremismus engagieren.

Weitere Informationen und Kontaktadressen finden Sie auf der Seite des L-DZ.



POL-HI: Sarstedt - Einbruchsversuch in Discounter

Sarstedt - (jb) Unbekannte versuchten zwischen Mittwochabend und Donnerstagmorgen in einen Lebensmitteldiscounter in der Gutenbergstraße einzubrechen. Die Täter versuchten ein Bürofenster mit einem unbekannten Gegenstand einzuschlagen. Dies misslang jedoch. Die Täter konnten nicht in das Geschäft eindringen und flüchteten unerkannt. Personen, die Hinweise zur Tat geben können, werden gebeten die Polizei Sarstedt zu kontaktieren, Tel. 05066/9850.



Deckensanierung der Kreuzung Hildebrandstraße / Maschmühlenweg

Am Montag, 20. Juli 2020, und Dienstag, 21. Juli 2020 wird eine Fahrbahnsanierung im nordwestlichen Bereich der Kreuzung Hildebrandstraße / Maschmühlenweg durchgeführt.

Hierfür wird die Einfahrt in die Hildebrandstraße aus Richtung Maschmühlenweg und aus Richtung Bahnhofsallee gesperrt. Ebenfalls ist die Sperrung der Linksabbiegerspur der Hildebrandstraße in Richtung Maschmühlenweg erforderlich.

Die Umleitung erfolgt über die Straße Schützenanger. Die Busse der Göttinger Verkehrsbetriebe werden umgeleitet.



POL-NOM: Unfall im Kreuzungsbereich

USLAR-SCHÖNHAGEN (zi.) Eine 52-jährige Pkw-Fahrerin aus einem Uslarer Ortsteil befuhr am 09.07.20, um 15:50 Uhr, die Winterwiesenstraße in Richtung Amelither Straße. Im Kreuzungsbereich übersah sie einen bevorrechtigten Pkw, dessen 48-jähriger Fahrer die Amelither Straße in Richtung Neuhaus befuhr. Es kam zum Zusammenstoß beider Fahrzeuge. Dabei entstand Sachschaden in Höhe von ca. 6.000,- Euro.



POL-NOM: Versicherungskennzeichen entwendet

(zi.) In der Zeit vom 07.07.20, 17:00Uhr, bis zum 08.07.20, 06:45 Uhr, wurde das Versicherungskennzeichen eines in der Bella Clava abgestellten Kleinkraftrades von bisher unbekannten Tätern entwendet. Zeugen werden gebeten, sich mit dem Polizeikommissariat Uslar, Tel.-Nr. 05571/92600-0, in Verbindung zu setzen.



POL-NOM: Pkw-Reifen zerstochen

Einbeck (pap) Am Donnerstag, 09.07.2020, wurde in der Judenstraße ein schwarzer Pkw Audi A5 beschädigt. Unbekannte Täter haben in der Zeit von 15.30 bis 17.15 Uhr drei Reifen des abgestellten Autos zerstochen. Der Geschädigte geht von einem Schaden in Höhe von 600,- Euro aus. Zeugen, die Hinweise zu diesem Vorfall geben können, melden sich bitte bei der Polizei in Einbeck.



Ab 13. Juli: Bauarbeiten im Kreuzungsbereich Herzberger Landstraße

In der Herzberger Landstraße werden von Montag, 13. Juli 2020, bis voraussichtlich Montag, 10. August 2020, im Kreuzungsbereich Dahlmannstraße und Merkelstraße Straßenbauarbeiten durchgeführt.

Hierfür werden in der Dahlmannstraße und Merkelstraße Einbahnstraßenregelungen eingerichtet: Die Dahlmannstraße ist in diesem Zeitraum nur als Einbahnstraße in Richtung Düstere-Eichen-Weg befahrbar. Die Merkelstraße wird als Einbahnstraße in südlicher Richtung bis Hainholzweg eingerichtet.

Umleitungen werden ausgeschildert.



breitgefächerte Kurse der Musikschule Hildesheim

Seit 2016 ist die Musikschule Hildesheim ein starker Partner in dem bundesweiten Förderprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung „Kultur macht stark! Bündnisse für Bildung“. Der Verband deutscher Musikschulen ist unter diesem Dach mit dem Programm „Musikleben 2“ beteiligt.

Aktuell sind die Zuwendungsbescheide für weitere Kurse eingetroffen. Somit starten nach den Sommerferien Projekte mit den Titeln „transkulturelles Saz-Orchester“, „kurdische Musik mit der Langhalslaute“, „Capoeira für Kinder“ und „ein musikalisches Nachmittagsangebot im ETUI und Broadway“. Das Projekt „Oststadtstreicher“ als Nachfolgeprojekt der kleinen Stadtstreicher der Grundschule Alter Markt und dem Arpeggio e.V. sowie das Bandprojekt im Broadway werden weitergefördert.

Allein in diesem Jahr finden somit in Verantwortung der Musikschule 14 verschiedene Kurse statt, die sich vornehmlich an bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche im Alter von 3 bis 18 Jahren richten. Die Musikschule Hildesheim nimmt damit einen Spitzenplatz in der Anzahl und dem Fördervolumen ihrer Förderprojekten unter den Musikschulen in Deutschland ein.

Die Gesamtfördersumme beläuft sich in den bisherigen fünf Jahren auf über 750.000,- €

„Diese Gelder gehen 1:1 in die Projektumsetzungen und sind somit als ein sehr gewichtiger Beitrag im Rahmen der Integrationsarbeit und der kulturellen Teilhabe in der Region Hildesheim zu verstehen und gleichzeitig auch ein deutliches Argument zur Umwegrentabilität, denn verdiente Honorare werden auch in der Region wieder ausgegeben“ betont Musikschulleiter Detlef Hartmann.

Die Musikschule Hildesheim kooperiert in diesen Projekten mit Partnern aus der Region, wie der Universität Hildesheim, dem Center for World Music, dem Asyl e.V. und der Caritas.



allgemeine Informationen zum Förderprogramm (www.musikschulen.de/projekte/kultur-macht-stark/bmbf/index.html ):
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert mit „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung außerschulische Bildungsmaßnahmen auf dem Gebiet der kulturellen Bildung. Das Programm unterstützt bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung. Neben dieser konkreten Unterstützung ist ein weiteres Förderziel die Entwicklung tragfähiger bürgerschaftlicher Netzwerke, in denen unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen ergänzend zur Arbeit der Schulen Verantwortung für die Bildung der jungen Generation übernehmen. Damit will das BMBF einen wirksamen Beitrag dazu leisten, dass der in Deutschland ausgeprägte Zusammenhang zwischen Herkunft und Bildungserfolg abgeschwächt wird.
Das Gesamtvolumen der Bundesförderung beträgt in der Förderperiode 2018-22 max. 250 Mio. Euro. Mit seinem Konzept MusikLeben 2 hat der VdM neben weiteren 29 bundesweit tätigen Förderern und Initiativen, Fördermittel zur Umsetzung von "Kultur macht stark. zugesprochen bekommen. Für den Zeitraum 2018 bis 2022 stehen dem VdM max. 18 Mio. Euro zur Verfügung.
Die Maßnahmen sollen insbesondere Kindern und Jugendlichen im Alter von drei bis 18 Jahren zugutekommen, die in Risikolagen leben und aufwachsen. Der Nationale Bildungsbericht 2016 beschreibt Risikolagen, die
sozial (Erwerbslosigkeit der im Haushalt lebenden Elternteile),
finanziell (geringes Familieneinkommen, Erhalt von Transferleistungen) und
bildungsbezogen (z.B. Eltern sind formal gering qualifiziert)
ausgeprägt sein können.
Das Ziel der Förderung bildungsbenachteiligter Kinder und Jugendlicher lässt grundsätzlich auch die Teilnahme anderer Kinder und Jugendlicher zu, sofern dies der Zielerreichung dient. Die Hauptzielgruppe muss jedoch stets im Fokus bleiben.
Zum Gelingen von lokalen Bildungsbündnissen ist das Zusammenwirken von mindestens drei lokalen Bündnispartnern mit unterschiedlichen, einander ergänzenden Kompetenzen erforderlich. Jeder Bündnispartner muss auf lokaler Ebene verankert sein und die Kooperation muss durch eine gemeinsame Vereinbarung aller Kooperationspartner nachgewiesen werden (Kooperationsvereinbarung).
Eine weitere Voraussetzung des Verbandskonzepts MusikLeben 2 ist es, dass eine öffentliche, gemeinnützige, nicht gewinnorientierte Musikschule als Antragsteller fungiert und die finanzielle und verwaltungstechnische Abwicklung des Projektes federführend übernimmt.
Gegenstand der Förderung durch das BMBF sind außerschulische* Bildungsmaßnahmen insbesondere der kulturellen Bildung, die im Rahmen von Bündnissen für Bildung, d.h. von lokalen Zusammenschlüssen von wenigstens drei Akteuren erbracht werden. Hierzu zählen Maßnahmen zur Förderung kognitiver Kompetenzen, von sozialem Lernen, der Persönlichkeitsbildung und von Erfahrungswissen, da sie besonders geeignet sind, Selbstmotivation, Leistungs- und Verantwortungsbereitschaft zu stärken. Dabei wird ein weit gefasster Kulturbegriff zugrunde gelegt, nach dem kulturelle Bildung alle künstlerischen Sparten bis hin zur Medienbildung und Alltagskultur umfasst. Hierzu zählen auch Maßnahmen der Lese- und Sprachförderung. Kulturelle Bildung verbindet kognitive, emotionale und gestalterische Handlungsprozesse. Sie umfasst sowohl die eigene kreative Auseinandersetzung mit den Künsten als auch die aktive Rezeption von Kunst und Kultur. Ein wesentlicher Bestandteil kultureller Bildung ist auch die interkulturelle Bildung.



Jugendliche können die kleinsten Bausteine des Universums von zu Hause aus untersuchen

Forschungstage „Masterclasses@Home“ in der Teilchenphysik am 13. und 14. Juli 2020

(pug) Teilchenphysik hautnah miterleben können Schülerinnen und Schüler der Oberstufe bei den neuen „Masterclasses@Home“. Das II. Physikalische Institut der Universität Göttingen organisiert diese Masterclasses in der Teilchenphysik, wobei die Jugendlichen Daten, die am Europäischen Zentrum für Teilchenphysik (CERN) in Genf aufgezeichnet wurden, von zu Hause aus analysieren können. Die Veranstaltung findet an zwei Nachmittagen, Montag, 13. Juli, und Dienstag, 14. Juli 2020, statt.

„Aufgrund der Situation mit dem Coronavirus haben wir die Veranstaltung so angepasst, dass Schülerinnen und Schüler aus ihrem Wohnzimmer teilnehmen können. Alles was sie brauchen, um Daten von einem großen Forschungszentrum wie dem CERN auszuwerten und einen authentischen Einblick in die Teilchenphysik zu bekommen, ist ein Rechner mit Internetverbindung“, sagt Kira Abeling von der Universität Göttingen und Organisatorin der Veranstaltung. „Teilchenphysik schafft es mit dem Allerkleinsten das Allergrößte, was Menschen kennen, das Universum, zu erklären. Durch die Masterclasses@Home werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Bausteine des Universums besser verstehen“, fügt Timo Dreyer hinzu, der die Forschungstage mitorganisiert.

Auch heute suchen Teilchenphysikerinnen und Teilchenphysiker am weltgrößten Teilchenbeschleuniger, dem Large Hadron Collider (LHC), nach Antworten auf grundlegende Fragen zum Ursprung des Universums und den fundamentalen Wechselwirkungen der elementaren Teilchen. „Diese Veranstaltung ist Teil eines breiten Programms zur Öffentlichkeitsarbeit des II. Physikalischen Instituts, mit dem wir versuchen das Interesse für Grundlageforschung und fundamentale Physik bereits in einem jungen Alter zu erwecken“, sagt Prof. Dr. Stan Lai, Professor für experimentelle Teilchenphysik.

Nach einführenden Vorträgen am ersten Nachmittag werten die Jugendlichen am zweiten Nachmittag aktuelle Daten vom LHC aus. Vielleicht finden sie sogar Teilchen, die keiner zuvor gesehen hat. Die Veranstaltung wird komplett Online mittels der Plattform „BigBlueButton“ durchgeführt. Die Masterclasses@Home werden in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Teilchenwelt ausgerichtet, ein Projekt, das von verschiedenen Einrichtungen in Deutschland geführt wird, die sich stark in der Teilchenphysikforschung engagieren.

Journalistinnen und Journalisten sind zur Online-Veranstaltung eingeladen.

 

Kontakt:

Kira Abeling, Timo Dreyer, Prof. Dr. Stan Lai

Georg-August-Universität Göttingen

Fakultät für Physik – II. Physikalisches Institut

Friedrich-Hund-Platz 1, 37077 Göttingen

E-Mail: masterclasses@uni-goettingen.de

https://www.uni-goettingen.de/de/579001.html



POL-HI: Von der B3 ins Weizenfeld

Vermutlich in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag ist ein Verkehrsteilnehmer auf der B3 kurz vor dem Sorsumer Kreuz aus Fahrtrichtung Hannover kommend nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und dabei in das dort angrenzende Weizenfeld gefahren. In dem Weizenfeld folgte dann eine Weiterfahrt von etwa 500 Meter ehe der Verkehrsteilnehmer unerkannt auf Höhe des Sorsumer Ortsschilds wieder auf die Wittenburger Straße einbog. Dem Landwirt ist durch die Fahrt in seinem Feld ein Sachschaden entstanden. Bei dem Tatfahrzeug wird von einem Pkw ausgegangen. Es wird wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort ermittelt. Die Polizei Elze sucht Zeugen des Vorfalls. Tel. 05068/93030.



Corona-Pandemie: Kreisweite Kontrollen der Infektionsschutzmaßnahmen 
Ordnungsdienst der Stadt Göttingen übernimmt die Überwachung

Beschränkungen des öffentlichen Lebens in der Corona-Pandemie dienen dem Schutz vor einer Infektion mit dem gefährlichen Virus. Damit sie auch eingehalten werden, unterstützt seit dieser Woche der Ordnungsdienst der Stadt Göttingen die Überwachung im gesamten Kreisgebiet. Er wird dabei durch zehn Beschäftigte der Kreisverwaltung verstärkt. So ist eine flächendeckende und engmaschige Kontrolle möglich. „Es geht um Prävention, nicht um Strafe“, sagt Kreisrätin Marlies Dornieden. „Regeln sind dann wirkungsvoll, wenn sich alle daran halten. Das ist das Ziel der Zusammenarbeit des Ordnungsdienstes der Stadt Göttingen mit den Ordnungsbehörden der Städte und Gemeinden im Kreisgebiet“, führt die Leiterin des Landkreis-Krisenstabes aus. Die Überwachung des allgemeinen Ordnungsrechtes wird weiter durch die Ordnungsbehörden der Gemeinden wahrgenommen.

Göttingens Erster Stadtrat und Ordnungsdezernent Christian Schmetz erläutert: „Der Stadtordnungsdienst kontrolliert ausschließlich, ob die Corona-Regeln des Landes beziehungsweise die Regeln des Gesundheitsamts für Stadt und Landkreis Göttingen eingehalten werden.“ Die Teams seien eigens für diesen Einsatz geschult. „Im Sinne eines effektiven Infektionsschutzes ist diese Zusammenarbeit sehr zu begrüßen“, begründet Erster Stadtrat Schmetz die Kooperation.

Kreisrätin Dornieden: „Der bisherige Verlauf der Corona-Pandemie im Landkreis hat zwei Dinge deutlich gemacht: Das Virus ist gefährlich; und wir haben die Mittel, es einzudämmen und zu bekämpfen. Dazu gehört zuerst und vor allem die Prävention. Sich selbst und andere zu schützen bleibt deshalb unsere dringlichste Aufgabe. Das heißt für alle: verantwortlich handeln, Rücksicht nehmen und Regeln einhalten. Die Kontrollen des Stadtordnungsdienstes unterstützen das. Sie sorgen für Sicherheit und Akzeptanz beim Umgang mit den rechtlichen Vorgaben.“



Kampf gegen Wohnungseinbruchsdiebstähle

Justizministerin Havliza lobt deutsch-niederländische Zusammenarbeit

Zum Abschluss ihrer dreitägigen Sommerreise von Emden nach Bad Bentheim hat Niedersachsens Justizministerin Barbara Havliza die Bundespolizeiinspektion an der deutsch-niederländischen Grenze besucht. 

Havliza lobte die grenzüberschreitende Kooperation der Ermittler aus Niedersachsen und den Niederlanden: „Die Zusammenarbeit mit den niederländischen Behörden läuft vorbildlich. Wir alle wollen mit offenen Grenzen leben. Kriminalität stoppt aber nicht an der Grenze. Die polizeiliche und justizielle Zusammenarbeit ist deshalb ein unerlässlicher Baustein für ein grenzenloses Europa."

Der Besuch der Bundespolizei erfolgte auf Einladung des Leiters der Staatsanwaltschaft Osnabrück, Bernard Südbeck. Bei der auch für das Grenzgebiet zuständigen Staatsanwaltschaft Osnabrück besteht seit Sommer 2018 eine Zentralstelle zur Bekämpfung von Wohnungseinbruchsdiebstählen, die sich auch mit grenzüberschreitender Kriminalität befasst. Diese Stelle ist vom Niedersächsischen Justizministerium mit drei zusätzlichen Staatsanwälten ausgestattet worden.

„Die Einrichtung der Zentralstelle in Osnabrück war ein wichtiger Schritt, um Einbrüche effizient verfolgen zu können. Im vergangenen Jahr ist es gelungen, eine größere Zahl von Taten aufzuklären und Zusammenhänge zu erkennen. Dabei hat der Gesamtüberblick über das Geschehen sehr geholfen", erklärte Osnabrücks Leitender Oberstaatsanwalt Bernard Südbeck in Bad Bentheim.

Justizministerin Havliza betonte: „Spezialisierung und Zuständigkeitskonzentration sind die richtigen Strategien, um Einbrechern, Automatensprengern und Geldwäschern das Handwerk zu legen."

Der Besuch in Bad Bentheim war die letzte Station auf der dreitätigen Sommerreise 2020 von Justizministerin Havliza. Die Ministerin besuchte unter anderem das Arbeitsgericht in Emden, die Meyer-Werft in Papenburg, die Gedenkstätte Esterwegen, die JVA Meppen, den Kommunalen Präventionsrat in Haren und das Amtsgericht Lingen. „Entlang der Ems habe ich viele Persönlichkeiten getroffen, die unser Land voranbringen. Die Region ist ein Musterbeispiel für eine glänzende Entwicklung von Wirtschaft und Infrastruktur. Darauf können wir in Niedersachsen stolz sein. Natürlich hat das Corona-Virus auch hier Spuren hinterlassen. Aber ich bin beeindruckt, wie zupackend die vielen Probleme aus den vergangenen Wochen hier angegangen werden."



Antragsfrist bis 15. September verlängert: Pflegeheime erhalten Tablets für Videosprechstunden

Sozialministerin Carola Reimann: „Das Interesse ist groß, der Bedarf ist da. Alle sollen die Chance erhalten, an dem Projekt teilzunehmen."

Videosprechstunden in Alten- und Pflegeheimen sind eine wichtige Ergänzung für die medizinische Versorgung für Bewohnerinnen und Bewohner. Seit dem 1. Mai fördert das Land gemeinsam mit den Kassen die Ausstattung der Heime mit Tablets. „So können Hausärztinnen und Hausärzten per Videosprechstunde Kontakt zu ihren Patientinnen und Patienten aufnehmen, ohne sie dem Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus auszusetzen. Das Angebot wird gut angenommen und zeigt, dass sowohl Bedarf als auch Interesse bei den Heimen da ist", sagt Sozialministerin Carola Reimann.

450 Einrichtungen nehmen bereits an dem Projekt teil, rund 750 Tablets sind bewilligt. „In der aktuell fordernden Zeit ist die Belastung und das Arbeitsaufkommen in den Heimen noch intensiver als sonst. Einige hatten noch keine Gelegenheit, sich darum zu kümmern. Damit alle die Chance erhalten, an diesem Projekt teilzunehmen, haben wir die Antragsfrist bis zum 15. September verlängert", so Dr. Carola Reimann.

Die AOK kümmert sich um die Projektkoordination und das Antragsprozedere. Vorstandsvorsitzender Dr. Jürgen Peter zieht ein positives Zwischenfazit: „Für die Videosprechstunde als sinnvolle Ergänzung des Haus- oder Praxisbesuchs stellen wir eine sehr gute Nachfrage von Pflegeheimen und eine wachsende Akzeptanz der Ärzteschaft fest. Ein schöner Nebeneffekt ist die Möglichkeit der Tabletnutzung für Gespräche zwischen Bewohnerinnen und Bewohnern mit ihren Angehörigen. Mein Dank gilt dem Ministerium für Soziales sowie unserem Entwicklungspartner, der vitagroup und den niedersächsischen Pflegeverbänden: Gemeinsam konnte das Projekt schnell und unbürokratisch auf den Weg gebracht werden." 

Die Videosprechstunde unterstützt die ambulante ärztliche Versorgung der Bewohnerinnen und Bewohner in stationären Pflegeeinrichtungen. Das Land und die Pflegekasse beteiligen sich mit 200.000 Euro an der Ausstattung der Pflegeheime mit Tablets. Zur Durchführung der Videosprechstunde können die Beteiligten den Videodienst der vitagroup nutzen.

Pflegeeinrichtungen können die Förderung bei der AOK Niedersachsen beantragen. Auf der Homepage der AOK Niedersachsen (https://www.aok.de/gp/news-pflege/newsdetail/projekt-videosprechstunde-im-pflegeheim-foerdert-die-ausstattung-von-tablets-in-pflegeeinrichtungen )

gibt es dazu weitere Informationen. 

 

Hintergrund

Die Förderung erfolgt aus Mitteln des „Sondervermögens für den Ausbau von Hochleistungsfähigen Datenübertragungsnetzen und für Digitalisierungsmaßnahmen" des Landes Niedersachsens und aus Mitteln der Pflegeversicherung nach § 8 des 11. Sozialgesetzbuches.

Die Videosprechstunde ist auch ein Baustein der Konzertierten Aktion Pflege Niedersachsen (KAP.Ni), die Ministerin Carola Reimann vergangenes Jahr zusammen mit den maßgeblichen Akteurinnen und Akteuren in der Pflege gestartet hatte.

Die KAP.Ni setzt neben der Verbesserung der Bezahlung und der Arbeitsbedingungen für die Pflegekräfte u.a. auch auf den Einsatz digitaler Technik, um Prozesse und Arbeitsabläufe in Pflegeheimen und ambulanten Pflegediensten zu optimieren.

Ein Ziel der KAP.Ni ist es, die zur Verfügung stehenden Mittel aus den Förderprogrammen nach § 8 Abs. 8 SGB XI systematisch für die Pflege in Niedersachsen zu nutzen. Das wird durch die Unterstützung des Landes möglich. Die Pflegekassen bezuschussen Projekte lediglich mit 40 Prozent der Kosten. 60 Prozent müssten die Träger aus Eigenmitteln finanzieren. Das Land trägt für die Videosprechstunde diesen prozentualen Anteil in Gänze.



Corona-Pandemie: 54 Menschen sind aktuell erkrankt Gesamtzahl der Infektionen liegt bei 1.319

Im Landkreis Göttingen sind aktuell 54 Personen am Virus erkrankt, 7 weniger als am Vortag. Die Gesamtzahl bestätigter Infektionen liegt bei 1.319 (+1); davon sind 507 in der Stadt Göttingen gemeldet, 812 im weiteren Kreisgebiet. 1.184 (+8) Personen sind wieder von der Infektion genesen, 81 sind in Verbindung mit einer Erkrankung an Covid-19 gestorben. Der Wert der Neuinfektionen liegt heute für den Landkreis Göttingen bei 3,36 (Vortag 6,10).

Die Fallzahlen zum Corona-Geschehen in den Städten und Gemeinden (Gesamtzahl Infizierte / aktuell Erkrankte):

Flecken Adelebsen (6 / 0)

Gemeinde Bad Grund (Harz) (45 / 0)

Stadt Bad Lauterberg im Harz (83 / 1)

Stadt Bad Sachsa (80 / 4)

Flecken Bovenden (14 / 0)

Samtgemeinde Dransfeld (13 / 0)

Stadt Duderstadt (39 / 0) 

Gemeinde Friedland (60 / 32)

Samtgemeinde Gieboldehausen (37 / 2)

Gemeinde Gleichen (16 / 1)

Stadt Göttingen (507 / 10)

Stadt Hann. Münden (21 / 3)

Samtgemeinde Hattorf am Harz (44 / 0)

Stadt Herzberg am Harz (207 / 0)

Stadt Osterode am Harz (96 / 0)

Samtgemeinde Radolfshausen (5 / 0)

Gemeinde Rosdorf (36 / 1)

Gemeinde Staufenberg (6 / 0)

Gemeinde Walkenried (4 / 0)



POL-NOM: Vorfahrt nicht beachtet - Unfall

Bad Gandersheim, Hildesheimer Straße / Lohmülenweg, Mittwoch, 08.07.20, 18.45 Uhr BAD GANDERSHEIM (schw) - Am Mittwoch, 08.07.20, 18.45 Uhr befuhr eine 47-jährige Einbeckerin mit ihrem Pkw, Honda die Hildesheimer Straße stadtauswärts als aus dem Lohmülenweg ein 26-jähriger Bad Gandersheimer mit seinem Pkw, BMW auf die Hildesheimer Straße einbiegen wollte. Beim Passieren des Kreuzungsbereiches missachtete die Einbeckerin die Vorfahrt des Bad Gandersheimers, so dass es im Kreuzungsbereich zum Zusammenstoß der beiden Pkw kam. An beiden Pkw entstand Sachschaden in Höhe von insgesamt ca. 1000,- EUR



POL-NOM: Betrügerisches Gewinnversprechen

Bad Gandersheim, Nelkenweg, Mittwoch, 08.07.20, 11.00 Uhr

BAD GANDERSHEIM (schw) - Am Mittwoch, 08.07.20, 11.00 Uhr meldete sich ein 80-jähriger Bad Gandersheimer bei der Polizei und teilte mit, dass er von einer bislang unbekannten Person angerufen und über einen Preisausschreibengewinn in Höhe von 39.000,- EUR in Kenntnis gesetzt wurde. Zum Erhalt des Gewinnes sollte der Bad Gandersheimer Gutscheinkarten von Amazon erwerben und bei einem erneuten Anruf des Auftraggebers die Gutscheincodes übermitteln. Nachdem der Bad Gandersheimer Gutscheinkarten im Wert von über 500,- EUR erworben hatte, erfolgte ein erneuter Anruf der unbekannten Person. Eine Aufforderung zum Erwerb und zur Übermittlung weiterer Gutscheinkarten kam dem 80-jährigen ungewöhnlich vor, aus diesem Grund beendete er das Gespräch. Die Ermittlungen wegen Betruges wurden aufgenommen.



POL-HI: Seniorin lässt mutmaßlichen Dieb nicht aus den Augen

HILDESHEIM - (jpm)Am heutigen Vormittag (09.07.2020) wurde bei der Polizei Hildesheim bekannt, dass sich am vergangenen Dienstag ein unbekannter Mann unter einem Vorwand Zutritt in die Wohnung einer älteren Dame in der Nordstadt verschaffte. Entwendet wurde nach gegenwärtigem Ermittlungsstand nichts.

Erkenntnissen zufolge klingelte der Mann in der Zeit zwischen 09:00 Uhr und 15:00 Uhr bei der 80-jährigen, die in einem Mehrfamilienhaus in der Corvinusstraße wohnt. Unter dem Vorwand eine Fahrradpanne zu haben, fragte er nach einer Luftpumpe. Dabei soll er sich in die Wohnung gedrängt haben. Der Mann verwickelte die Seniorin weiter in ein Gespräch, wobei sich die 80-jährige nach eigenen Angaben jedoch nicht von ihm ablenken ließ.

Kurze Zeit später verließ der Mann die Wohnung wieder.

Zur Beschreibung der Person liegt folgendes vor:    -Ca. Anfang 60 Jahre alt    -Schlank    -Schmales Gesicht    -Volles graues Haar    -Trug einen Mundschutz    -Hellblaue Latzhose    -Langärmeliges graues Hemd

Zeugen, denen die Person aufgefallen ist oder die sonstige Hinweise zu dem Mann geben können, werden gebeten, sich unter der Nr. 05121/939-115 bei der Polizei Hildesheim zu melden.



 

Machmits-Infomobil kommt am 16. Juli nach Giesen

Landkreis Hildesheim (lps/4). Das Machmits-Infomobil ist wieder unterwegs und macht am 16. Juli Station in Giesen. Vielen Menschen fällt es aufgrund des Alters und fehlender Mobilität schwer, die Kreisverwaltung aufzusuchen und daher kennen sie viele mögliche Hilfe- und Unterstützungsformen nicht. Das Infomobil bietet deshalb die Möglichkeit, sich wohnortnah und kostenlos über viele Bereiche zu informieren.

Hierzu zählt die Tätigkeit des ehrenamtlichen Engagements (z.B. „Wer kann mich unterstützen? Wo könnte ich helfen?“, die DUO-Seniorenbegleitung, der Aufbau von Nachbarschaftshilfen). Aber auch der Bereich der Senioren- und Pflegeberatung (häusliche Unterstützung, Formen der Pflegeleistungen, Wohnberatung) wird vertreten sein. Darüber hinaus widmet sich das Machmits-Infomobil der rechtlichen Betreuung einschließlich Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen. Die Mitarbeiter aus den genannten Bereichen stehen für persönliche Gespräche zur Verfügung. Das Machmits-Infomobil steht am Donnerstag, 16. Juli, von 10 bis 12 Uhr vor der Apotheke, Rathausstraße 19 a, Giesen.

Weitere Informationen erteilt Holger Meyer, Telefon 05121 309-4271 oder per Mail unter holger.meyer@landkreishildesheim.de.



Unterstützung für Kulturschaffende während der Corona-Pandemie 
Kreistag beschließt Aufstockung der Kulturförderung auf 50.000 Euro

Der Landkreis Göttingen unterstützt Kulturschaffende während der Corona-Pandemie. Dafür werden die Mittel für Zuschüsse für kulturelle Projekte auf 50.000 Euro aufgestockt und die Förderkriterien ausgeweitet. Es können bis zu 1.500 Euro zur Finanzierung von Projekten beantragt werden. Zusätzlich ist eine Förderung von 1.000 Euro für Künstlerinnen und Künstler möglich, die ein Video auf der Webseite der Initiative „Kultur in Südniedersachsen – KiSN“ veröffentlichen. Der Kreistag hat dem entsprechenden Antrag in seiner gestrigen Sitzung mehrheitlich zugestimmt.

Grundlage der Unterstützung ist die bestehende Richtlinie des Landkreises Göttingen zur Kulturförderung. Der Kreistagsbeschluss ergänzt diese Richtlinie für das Jahr 2020 in drei Punkten:

1.       Die Antragsfrist wird bis zum 31.10.2020 (statt 31.05.2020) verlängert.

2.       Das Fördervolumen wird von 25.000 Euro auf 50.000 Euro aufgestockt; wobei die Hälfte des Betrages reserviert ist für einen zusätzlichen, zeitlich bis zum 31.10.2020 befristeten Fördertatbestand. Demnach können

3.       Kunstschaffende aus dem Kreisgebiet (ohne Stadt Göttingen) 1.000 Euro beantragen, wenn sie ein Video auf der KiSN-Webseite veröffentlicht haben oder noch bis zum 31.10.2020 veröffentlichen.

Die Kulturförderung wird beim Landkreis Göttingen vom Fachdienst Sport und Kultur betreut. Der Antrag für die Förderung kann angefordert werden – Telefon 0551/525-2509 oder E-Mail rupprecht@landkreisgoettingen.de. Unter diesen Kontaktdaten stehen die Beschäftigten des Fachdienstes Sport und Kultur auch für Fragen und Beratung zur Kulturförderung des Landkreises zur Verfügung.



 

Resolution des Kreistags (Göttingen) gegen Rassismus und Ausgrenzung
Bekenntnis zur Vielfalt der Lebensentwürfe

Der Kreistag hat eine Resolution gegen Rassismus und Ausgrenzung verabschiedet. Darin bekräftigt die Vertretung des Landkreises Göttingen die eigenen Werte und bezieht Stellung zur Diskussion über eine Änderung des Grundgesetzes im Zuge der aktuellen Debatte zum Thema Rassismus. Eine Mehrheit der Abgeordneten stimmte bei der Sitzung am gestrigen Mittwoch in Osterode am Harz für den Text. Hier im Wortlaut:

  1. Der Kreistag bekräftigt seine selbstverständliche Entschlossenheit, auch weiterhin bei seinen Entscheidungen darauf zu achten, dass

-          die Vielfalt der Lebensentwürfe,

-          Fragen der Gendergerechtigkeit und Gleichheit der Geschlechter sowie

-          die Aspekte der Charta der Vielfalt anerkannt und umgesetzt werden und

-          jegliche Form von Diskriminierung abgelehnt wird.

Der Kreistag begrüßt die aus aktuellem Anlass geführte Debatte zum Thema Rassismus und verurteilt jegliche rassistisch orientierte Ideologie. In diesem Zusammenhang spricht sich der Kreistag gegen völkisch-nationale oder rechtsextremistische Ideologien aus.

  1. Der Kreistag unterstützt Überlegungen, den Begriff der Rasse aus dem Artikel 3 des Grundgesetzes zu streichen und gegebenenfalls durch eine adäquate Formulierung zu ersetzen.



 

Unterstützung für Solo-Selbstständige und gemeinnützige Organisationen
Kreistag (Göttingen) beschließt Corona-Budget mit 80.000 Euro

Der Landkreis Göttingen unterstützt gemeinnützige Organisationen und Solo-Selbstständige, beispielsweise freischaffende Künstlerinnen und Künstler, während der Corona-Pandemie. Sie werden mit einem Betrag von bis zu 2.000 Euro gefördert. Damit werden Einnahmeverluste, die seit März durch die Beschränkungen des öffentlichen Lebens entstanden sind, zu einem Teil ersetzt. Das Förderprogramm hat ein Volumen von 80.000 Euro. Der Kreistag hat dem entsprechenden Antrag in seiner gestrigen Sitzung mehrheitlich zugestimmt.

Das Corona-Budget wird beim Landkreis Göttingen durch das Referat Demografie und Sozialplanung betreut. Gemeinnützige Organisationen und Solo-Selbstständige beantragen die Förderung per Antragsformular; es steht auf der Webseite des Landkreises bereit unter www.landkreisgoettingen.de/aktuellesdemografie. Notwendig ist insbesondere eine schriftliche Darstellung der Notlage mit einer Übersicht der ausgefallenen Aufträge.

Sinnvoll ist eine vorherige Beratung. Das Referat Demografie und Sozialplanung ist erreichbar unter Telefon 0551 525-2970 oder per E-Mail an Corona-Budget@landkreisgoettingen.de. Für Hinweise und Tipps steht zudem die Corona-Hotline wirtschaftliche Notfälle des Landkreises zur Verfügung: Montag bis Freitag von 09:00 bis 12:00 Uhr; Telefon 0551 525-3001 oder E-Mail Corona-Hilfen@landkreisgoettingen.de.

 

Allgemeine Hinweise zum Thema Corona-Virus:

Eine Übersicht der wichtigsten Corona-Regeln aus der Verordnung des Landes Niedersachsen und den Allgemeinverfügungen des Gesundheitsamtes für die Stadt und den Landkreis Göttingen ist auf der Webseite des Landkreises kompakt und verständlich dargestellt.

Alle Details zum Corona-Virus und zur Lage in der Stadt Göttingen und im Landkreis gibt es im Liveblog auf der Webseite der Stadt Göttingen.

Beratung für Gewerbetreibende bietet die Wirtschaftsförderung Region Göttingen WRG Informationen auf ihrer Webseite an und ist für Fragen erreichbar: Telefon 0551 525-4980. Eine gesonderte Information für Selbstständige und Freiberufler ist auf der Webseite des Landkreises eingestellt.

Bei Fragen und Anregungen zum Familienalltag bietet die Kreisverwaltung eine Sprechstunde für Familien an: Montag zwischen 10:00 und 12:00 Uhr sowie Donnerstag von 15:00 bis 17:00 Uhr; Telefon 0551 525-2660 oder E-MailFamilientelefon@landkreisgoettingen.de.

Es wird empfohlen, die kostenlose KATWARN-App von Landkreis und Stadt Göttingen für das Smartphone oder den Tablet-PC herunterzuladen. Hier werden wesentliche Nachrichten und Warnungen eingestellt. Sie steht im jeweiligen App-Store bereit.



 

(LK Göttingen) Schwimmhalle Gieboldehausen Während der Sommerferien geschlossen

Während der Sommerferien, vom 16.07. bis 26.08.2020, bleibt die Schwimmhalle in Gieboldehausen geschlossen. Der reguläre Betrieb startet wieder am Donnerstag, 27.08.2020.



Coronavirus - Entwicklung des Infektionsgeschehens im Landkreis Northeim Aktuelle Fallzahlen vom 9. Juli

Northeim (lpd). Aktuell sind 149 bestätigte Infektionen im Landkreis Northeim bekannt.

Im Vergleich zu Mittwoch ist damit ein neuer bestätigter Corona-Fall bekannt geworden. Unverändert 134 Personen gelten mittlerweile als genesen, sodass die Infektionsquarantäne aufgehoben werden konnte.

Bei dem Neufall handelt es sich um eine weibliche Person jüngeren Alters, die nachvollziehbaren Kontakt zu einer infizierten Person hatte. Sie weist bisher keine Symptome auf und befindet sich in häuslicher Quarantäne.

Die Anzahl der Verstorbenen beträgt weiterhin sechs Personen.



 

13.733 gemeldete Covid-19-Infektionen in Niedersachsen

13.733 Fälle von Infektionen mit dem Corona-Virus sind bis heute - Donnerstag, 9 Uhr - in Niedersachsen labordiagnostisch bestätigt und dem Landesgesundheitsamt (NLGA) gemeldet worden. 

Insgesamt 643 an Covid-19 Erkrankte wurden dem NLGA als verstorben gemeldet. Über Details kann die zuständige Kommune Auskunft geben.

Genesen sind in Niedersachsen nach einschlägiger Hochrechnung* 12.566 der bislang gemeldeten laborbestätigten Fälle. Das entspricht 91,5 Prozent. 

In niedersächsischen Kliniken werden derzeit 220 mit dem Virus infizierte Patientinnen und Patienten behandelt: Davon liegen 194 Erwachsene auf Normalstationen, 22 Erwachsene benötigen intensivmedizinische Behandlung. Auf den Intensivstationen müssen 12 Erwachsene beatmet werden, ein Patient per ECMO. Vier Kinder werden im Krankenhaus auf einer Normalstation behandelt. 

In dieser Übersicht sind ausschließlich Fälle aufgelistet, die dem Niedersächsischen Landesgesundheitsamt elektronisch bis 9 Uhr mitgeteilt wurden. Da es sich um eine dynamische Situation handelt, kann es zu Abweichungen zwischen der NLGA-Tabelle und Angaben anderer Stellen, etwa der betroffenen Kommunen, kommen. 

Die gegenüber dem vorherigen Tag neu ausgewiesenen Fälle sind nicht zwingend erst seit der gestrigen Auflistung neu aufgetreten. Die Gesundheitsämter leiten als erste Priorität die notwendigen Infektionsschutzmaßnahmen ein, ggf. erfolgt die standardisierte Falldatenüber-mittlung erst danach mit zeitlicher Verzögerung. Bis zur Übermittlung der Fälle an das NLGA können einige Tage vergehen. Dies gilt vor allem, wenn viele Fälle in einem kurzen Zeitraum auftreten. 

* Als Kriterium für die Meldung „genesen" gilt das Meldedatum des Falles, wenn es länger als 14 Tage zurückliegt. Die in dieser Kategorie aufgezählten Patientinnen und Patienten sind außerdem weder in Behandlung in einem Krankenhaus noch verstorben. Diese Kriterien legt auch das RKI an.

Weitere Informationen zum Corona-Virus: www.niedersachsen.de/coronavirus



POL-NOM: Verkehrsunfall

B 241 (js) Am 08.07.20, gegen 09.30 Uhr, befuhr eine 41-jährige PKW-Fahrerin aus Hardegsen mit ihrem Fahrzeug die B 241 aus Richtung Hardegsen kommend in Richtung Uslar. Kurz vor Volpriehausen geriet der PKW ins Schleudern und kollidierte mit der Leitplanke. Die Fahrerin wurde dabei leicht verletzt und mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Es entstand ein Gesamtschaden von ca. 6.000 EUR.



POL-NOM: Versicherungskennzeichen entwendet

USLAR (js) Zwischen dem 07.07.20, 18.00 Uhr, und dem 08.07.20, 11.00 Uhr, wurde von einem Motorroller, der auf einem Gelände in Uslar, Ernst-Müller-Platz, abgestellt war, das schwarze Versicherungskennzeichen "683 WIF" entwendet. Es entstand ein Sachschaden von ca. 50 EUR. Hinweise bitte an die Polizei in Uslar, Tel.: 05571/926000.



POL-HM: Straßenverkehrsgefährdung - Geschädigter gesucht!

Am vorletzten Dienstag (30.06.2020) kam es im Bereich Emmerthal zu einer Straßenverkehrsgefährdung. Angezeigt wurde der Sachverhalt durch einen Zeugen. Ein Geschädigter hat sich bisher nicht bei der Polizei gemeldet.

Gegen 17.33 Uhr wurde eine Fahrzeugschlange von insgesamt vier Pkw und einem Lkw samt Auflieger, die von Hämelschenburg in Richtung Emmerthal fuhr, kurz vor dem Ortsteil Emmern, im Bereich einer Linkskurve, trotz Gegenverkehr, von einem VW Bus mit augenscheinlich stark überhöhter Geschwindigkeit, überholt. Der Fahrer eines weißen VW wurde durch den Überholvorgang gefährdet. Er musste seinen Pkw stark abbremsen, um einen Zusammenstoß zu vermeiden.

Laut Zeugen hat es sich bei dem überholenden Bus um einen Schulbus ohne Insassen, mit LIP-Kennzeichen, gehandelt. Der Fahrzeugführer sei ein Mann mit Brille gewesen.

Das Kennzeichen des Busses ist bekannt.

Die Polizei bittet den Fahrzeugführer des weißen VW, der durch den Überholvorgang gefährdet wurde, sich bei der Polizeistation Emmerthal (Tel.: 05155/95950-0 zu melden.



Junge Menschen mit Schulden bei Telekommunikationsunternehmen, ältere Menschen mit Schulden durch Ratenkredite

Landesamt für Statistik Niedersachsen, Pressemitteilung Nr. 068 vom 09.07.2020

HANNOVER. Im Jahr 2019 haben hochgerechnet 86.464 Personen in Niedersachsen den Service einer Schuldnerberatungsstelle in Anspruch genommen. Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) mitteilt, war jede beratene Person durchschnittlich mit rund 26.000 Euro bei ihren Gläubigern verschuldet.

Arbeitslosigkeit war bei 23,1% der beratenen Personen Hauptauslöser der Überschuldung. Zu den weiteren wichtigen Hauptauslösern zählten Erkrankung, Sucht oder Unfall (15,0%) sowie Trennung, Scheidung oder Tod des Partners oder der Partnerin (13,5%).

Zum Zeitpunkt der Beratung waren 40,9% der beratenen Personen arbeitslos, 36,4% befanden sich in einer abhängigen Beschäftigung, 0,7% waren selbstständig und 22,0% anderweitig nicht erwerbstätig, dazu zählen zum Beispiel Beziehende von Altersrente.

Die meisten beratenen Personen hatten Schulden bei mehreren Gläubigern. Fast jede zweite beratene Person (47,0%) gab Außenstände bei Telekommunikationsunternehmen an. Bei Versicherungen hatten 32,8% der beratenen Personen Schulden und bei Kreditinstituten aufgrund eines Ratenkredits 30,4%.

Ein differenzierter Blick zur Schuldenhöhe in den einzelnen Gläubigerarten zeigt beispielsweise, dass die Außenstände bei Telekommunikationsunternehmen mit zunehmendem Alter abnehmen. Überschuldete 20- bis 24-Jährige schuldeten den Telekommunikationsanbietern durchschnittlich 1.459 Euro, die über 70-Jährigen 330 Euro. Genau umgedreht verhielt es sich bei den Ratenkrediten. Bei den 20- bis 24-Jährigen lagen die Außenstände aufgrund von Ratenkrediten bei 859 Euro, wohingegen die 65- bis 69-Jährigen eine durchschnittliche Schuldenlast von 13.681 Euro aufwiesen.

Die Schuldnerberatung konnte im Jahr 2019 bei 38.605 beratenen Personen abgeschlossen werden. Die außergerichtliche Schuldenbereinigung gelang in 23,6% der Beratungsfälle, bei 29,0% wurde die Beratung durch Beantragung eines Verbraucherinsolvenzverfahrens (ohne Schuldenbereinigungsplanverfahren) beendet. Noch in Bearbeitung waren weitere 47.846 Beratungsfälle. Bei diesen noch nicht abgeschlossenen Fällen erfolgte in 54,3% der Fälle eine Schuldnerberatung ohne Insolvenzverfahren.

Methodische Hinweise:
Die Beratungsmöglichkeit in einer Schuldnerberatungsstelle steht allen Personen offen. Eine Überschuldung muss nicht zwangsläufig vorliegen, der Grund einer Beratung können beispielsweise auch eine Umschuldung oder der Umgang mit finanziellen Engpässen sein. Die Teilnahme an der Überschuldungsstatistik ist sowohl für die Schuldnerberatungsstellen als auch für die beratenen Personen freiwillig. Auch wenn eine Schuldnerberatungsstelle an der Überschuldungsstatistik teilnimmt, so muss zusätzlich jede beratene Person ihr Einverständnis zur Weitergabe ihrer Daten an die amtliche Statistik erklären. Die erfassten Daten werden hochgerechnet. Der Hochrechnungsfaktor ergibt sich einerseits aus dem Anteil der pro Beratungsstelle gemeldeten Beratungsfälle und andererseits aus dem Anteil der pro Bundesland meldenden Beratungsstellen. Die erfassten Angaben für 2019 beziehen sich auf 100 der 268 niedersächsischen Schuldnerberatungsstellen. Dies entspricht einem Anteil von 37,3%. Die Teilnahmebereitschaft der Beratungsstellen ist zurückgegangen, im Jahr 2018 lag diese noch bei 43,8%.
Weitere Zahlen, insbesondere unterteilt nach sozioökonomischen Merkmalen wie Alter, Geschlecht, Haushaltstyp, Familienstand, usw. enthält der  Statistische Bericht OIV 2019 .



POL-NOM: Brandserie geht weiter - wieder Altkleidercontainer angesteckt

Einbeck (pap) Am Donnerstag, 09.07.2020, wurde der Polizei gegen 05.15 Uhr erneut ein brennender Altkleidercontainer  in der Friedrich-Ebert-Straße gemeldet. Eine Frau hat beim Altkleiderentsorgen das Feuer entdeckt, das im Anschluss von der Einbecker Feuerwehr gelöscht werden konnte. Der Schaden beläuft sich auf 800 bis 1000 Euro. Es ist davon auszugehen, dass dieser erneute Vorfall im Zusammenhang mit den vorherigen Bränden in den letzten Tagen steht. Zeugen, die Hinweise geben können, melden sich bitte bei der Polizei Einbeck.



POL-NOM: Verkehrsunfall mit drei Verletzten - Führerschein beschlagnahmt

37154 Northeim, Bundesstraße 241 zwischen Northeim und Höckelheim, Mittwoch, 08.07.2020, 14:30 Uhr,

Northeim (Gro)

Zu einem Verkehrsunfall mit drei beteiligten Fahrzeugen kam es am 08.07.2020 gegen 14:30 Uhr. Nach bisherigem Ermittlungsstand wollte ein 23-jähriger Moringer mit seinem Pkw VW trotz Gegenverkehr auf der B 241 zwischen Northeim und Höckelheim in Fahrtrichtung Moringen einen 38-jährigen Northeimer überholen, der die B 241 in gleicher Richtung mit seinem Pkw Renault befuhr. Aus Richtung Höckelheim kam ein 60-jähriger Northeimer mit einem Pkw Mazda entgegen. Die Führer des Mazda und des Renault kamen von der Fahrbahn ab und kollidierten jeweils mit einem Straßenbaum. Sie wurden beide leicht verletzt. Der Führer des VW kam ebenfalls von der Fahrbahn ab und in einem angrenzenden Feld zum Stehen. Er musste durch die eingesetzte Feuerwehr Northeim aus seinem Fahrzeug schwer verletzt befreit werden. Alle Beteiligte wurden mittels Rettungswagen einem Krankenhaus zugeführt. Neben der Northeimer Polizei waren Unfallexperten der Polizei Einbeck vor Ort, um mit einer speziellen Kamera das Unfallgeschehen zu dokumentieren. Nach Rücksprache mit Staatsanwaltschaft und Amtsgericht Göttingen wurde der Führerschein des mutmaßlichen Unfallverursachers beschlagnahmt, ein Strafverfahren u.a. wegen der Gefährdung des Straßenverkehrs wurde eingeleitet. An allen beteiligten Fahrzeugen entstand vermutlich wirtschaftlicher Totalschaden. Der Gesamtschaden der drei beteiligten Fahrzeuge zzgl. der beschädigten Straßenbäume / Flurschaden am betroffenen Feld wird auf ca. 30.000 Euro geschätzt. Die Bundesstraße war bis ca. 17.15 Uhr gesperrt.



Ausbau des digitalen Notfallmanagements: Gesundheitsministerin überreicht IVENA-Förderbescheide in Hildesheim

Gesundheitsministerin Carola Reimann: „Digitales Notfallmanagement kann Leben retten - deswegen fördern wir die flächendeckende Einführung und den laufenden Betrieb"

Der Rettungsdienst von Stadt und Landkreis Hildesheim sowie die Krankenhäuser AMEOS Klinikum Alfeld, Helios Klinikum Hildesheim, Johanniter Krankenhaus Gronau und St. Bernward Krankenhaus Hildesheim nutzen künftig das digitale Notfallmanagementsystem IVENA. Gesundheitsministerin Carola Reimann überreicht heute die entsprechenden Förderbescheide (insgesamt rund 70.000 Euro) an Hildesheims Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer und Landrat Olaf Levonen. 

 

Dr. Carola Reimann erklärt dazu: „Im Notfall kann es lebensentscheidend sein, schnell in das richtige Krankenhaus zu gelangen. Mussten früher aus dem Rettungswagen Kapazitäten in den Krankenhäusern abgefragt werden, sind sie heute dank IVENA in Echtzeit auf Knopfdruck ersichtlich. Denn das internetbasierte System vernetzt Rettungsleitstellen, Rettungswagen und Krankenhäuser miteinander. Mit dem Anschluss der Krankenhäuser in der Stadt und im Landkreis Hildesheim an das System sind wir in Niedersachsen einen großen Schritt bei der Digitalisierung des Notfallmanagements weiter."

 

Stadt und Landkreis Hildesheim haben sich um eine Förderung beworben. Für Hildesheim bringt der Anschluss an IVENA einige Pluspunkte mit sich. 

 

„Bereits im vergangenen Jahr wurde im gemeinsamen Rettungsdienstbereich die mobile Datenerfassung auf Rettungswagen und Notarzt-Einsatzfahrzeugen eingeführt", so Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer. „Jetzt wird diese Technik durch IVENA sinnvoll ergänzt. Patientinnen und Patienten sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter profitieren von dieser Digitalisierung auf dem aktuellsten Stand der Technik. Das freut mich sehr!" 

 

Für Landrat Olaf Levonen war IVENA gerade in der Corona-Lage ein wichtiger Baustein. „Die tägliche Meldung der freien Betten war für das Gesundheitsamt und den gesamten Krisenstab ein wesentlicher und vor allem beruhigender Bestandteil bei unserer Beurteilung der Lage."

 

In Niedersachsen sind mit Hildesheim 21, somit rund zwei Drittel, der kommunalen Rettungsleitstellen und 97 der 172 Krankenhäuser an IVENA angeschlossen.  „Ziel der Landesregierung ist", so die Gesundheitsministerin, „das System in ganz Niedersachsen flächendeckend einzusetzen. Deshalb fördern wir seit Beginn des Jahres neben den Investitionskosten auch die laufenden Kosten für IVENA. 

 

Hintergrund:

Wie funktioniert IVENA und was tut das Land?

Die Rettungswagen melden den Krankenhäusern die Patientin oder den Patienten über IVENA an, und zwar mit genauer Diagnose der Erkrankung. Im Gegenzug melden die Krankenhäuser den Rettungsleitstellen die freien oder überlasteten Kapazitäten bis hin zur kleinsten organisatorischen Einheit - zum Beispiel ob ein OP oder ein Intensivbett verfügbar ist. Dank der Echtzeitkommunikation wird im System das nächstgelegene und geeignete Krankenhaus angezeigt. Gleichzeitig können sich die Notaufnahmen in den Krankenhäusern auf die Patientinnen und Patienten vorbereiten. Das spart wichtige Zeit bis zur Behandlung.

 

Seit 2015 läuft IVENA in Niedersachsen als Modellprojekt. Es wurde zunächst in den Regionen Hannover, Oldenburg und Osnabrück mit insgesamt rund 50 teilnehmenden Krankenhäusern getestet. Der Start in den Modellregionen verlief vielversprechend. Aufgrund der hohen Akzeptanz, insbesondere auf ärztlicher Seite, sind sukzessive weitere Regionen hinzugekommen.

 

Damit IVENA flächendeckend in ganz Niedersachsen zum Einsatz kommt, unterstützt das Land die niedersächsischen Kommunen. Mit der seit Juni 2019 geltenden Richtlinie „über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung der Anschaffung von Informationstechnik zur Nutzung des webbasierten Notfallmanagementsystems für Krankenhäuser" können investive Maßnahmen gefördert werden. Mit Beginn des Jahres 2020 wurde die Richtlinie angepasst, sodass auch laufende Kosten des Betriebs von IVENA förderfähig sind.



POL-HI: Angeblicher Handwerker entwendet Schmuck

HILDESHEIM-(kri)-Am gestrigen Tag, 07.07.2020, verschaffte sich ein unbekannter Täter Zutritt in eine Wohnung in der Straße Hohnsen in Hildesheim, unter dem Vorwand Wartungsarbeiten durchführen zu müssen. Im Zuge der vermeintlichen Arbeiten suchte der Mann nach Wertgegenständen und flüchtete mit Schmuck.

Nach bisherigen Erkenntnissen hing seit einigen Tagen an der Hauseingangstür des Mehrfamilienhauses ein Zettel mit dem Hinweis, dass Handwerker Wartungsarbeiten durchführen müssten. Diesen Zettel hatte die 84-jährige Wohnungsinhaberin gelesen und sich auf Arbeiten an den Wasserrohren eingestellt. Gegen 10:30 Uhr klingelte ein Mann an der Wohnungstür und gab an, die angekündigten Wartungsarbeiten durchführen zu wollen. Die Seniorin ließ den vermeintlichen Handwerker in die Wohnung, woraufhin der Täter umgehend nach Bargeld fragte, um einen 500 Euro Schein zu wechseln. Als die Geschädigte angab, kein Bargeld zu Hause zu haben, gab der angebliche Handwerker vor, er müsse nun mit seinen Arbeiten beginnen. Er drehte im Badezimmer das Wasser auf und verlangte von der Frau, den Duschkopf zu halten, während er selbst das Badezimmer verließ. Nach einigen Minuten durfte sie den Duschkopf weglegen und der vermeintliche Handwerker verließ die Wohnung. Der Seniorin kam die gesamte Situation merkwürdig vor. Sie sah sich in ihrer Wohnung um und stellte den Diebstahl von Gold- und Silberschmuck aus ihrem Schlafzimmer fest. Sie nahm anschließend mit der Firma, die auf dem Zettel angegeben war, telefonisch Kontakt auf. Ein Mitarbeiter teilte ihr mit, dass Wasserrohrwartungsarbeiten durch seine Firma in dem Haus nicht geplant waren.

Der Täter wurde von der Geschädigten wie folgt beschrieben:

männlich

mittleres Alter

südländisches/südosteuropäisches Erscheinungsbild

ca. 180 cm groß

kräftige Statur

schwarze, volle Haare (kurz bis mittellang)

Bart

unauffällige Kleidung

sprach akzentfreies Deutsch

Zeugen, die zu der Person oder den Tatumständen Hinweise geben können, mögen sich bitte bei der Polizei Hildesheim unter der Telefonnummer 05121-939-115 melden.



Intensivmedizin an der Universitätsmedizin Göttingen wird erweitert

Minister Thümler: „Wir stellen die Versorgung in Südniedersachsen sicher"

Die intensivmedizinischen Kapazitäten an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) werden durch den Bau eines neuen Modulgebäudes erweitert. Die Kosten belaufen sich auf insgesamt rund 26,6 Millionen Euro. Davon finanziert das Land zwölf Millionen Euro über den 2. Nachtragshaushalt 2020 - vorbehaltlich der Zustimmung des Landtags. Den Rest trägt die Hochschule.

Die Intensivmedizin an der UMG war bereits vor der COVID-19-Pandemie voll ausgelastet. Durch die zwingend vorzuhaltenden Betten für die Versorgung von COVID-19-Patienten kam es auf dem Höhepunkt der ersten Infektionswelle vor allem in den Bereichen Unfall-, Herz- und Neurochirurgie zu Engpässen bei der Versorgung von Intensivpatienten. Ein Ausweichen auf andere Kliniken in Südniedersachsen ist gerade in diesen Fachgebieten nicht möglich, da nur die UMG hier dieses Spektrum vorhält.

„Mit dieser Investition optimieren wir die Versorgung von Intensivpatienten in Südniedersachsen. Das separate Gebäude wird die hygienischen Bedingungen optimal erfüllen", so Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler. „Nach der Pandemie wird das Gebäude bis zur Fertigstellung des Eltern-Kind-Zentrums Anfang der 2030er Jahre als Kinderintensivstation genutzt."



POL-NOM: Geschwindigkeitsmessung- Pkw-Führerin 70 Km/h zu schnell

Einbeck, Bundesstraße 64, Höhe Bundesstraße 3, Gemarkung Mühlenbeck, Dienstag, 07.07.2020, 10:30- 18:30 Uhr

EINBECK (bor) - Am Dienstag führten Polizeibeamte der Polizei Northeim eine Geschwindigkeitsmessung auf der B 64 (Brückenbauwerk) Höhe der B3 im Bereich Einbeck durch. Bei dort erlaubten 70 Km/h waren insgesamt 156 Kraftfahrer zu schnell. Davon trifft es zwei Verkehrsteilnehmer /-innen mit einem Fahrverbot. Eine 54-jährige Frau aus dem Bereich Korbach (Hessen) durchfuhr die Messstelle mit ihrem Pkw Audi mit 140 Km/h und konnte im Bereich Stadtoldendorf mit Unterstützung der Polizei Holzminden angehalten werden. Die Frau hat ein Bußgeld nach altem Bußgeldkatalog von 440 Euro und ein zweimonatiges Fahrverbot zu erwarten.

Nach wie vor zählt überhöhte Geschwindigkeit zu den Hauptunfallursachen schwerer Verkehrsunfälle. Zur Bekämpfung dieser Unfallursache wird die Polizei Northeim weitere Geschwindigkeitsmessungen im gesamten Landkreis durchführen - auch zur Nachtzeit.



Neues Kunstwerk in der Göttinger Leineaue

Mit dem „Wasserstein“ erhält der Skulpturenpfad in der Göttinger Leineaue sein viertes Kunstwerk. Das Kunstwerk wurde der Stadt Göttingen als Dauerleigabe von der Erbengemeinschaft des verstorbenen Künstlers Wolf Bröll überlassen.

Von Bröll und polnischen Künstler*innen stammt auch die vergleichbare Skulptur zur Völkerverständigung „Wasser kennt keine Grenzen“ am Göttinger Geismartor aus dem Jahr 1988.

Der Skulpturenpfad Leineaue befindet sich auf öffentlicher Grünfläche an der Leine zwischen Godehardstraße und Groner Landstraße. Die Stadt Göttingen dankt der Erbengemeinschaft Bröll für die Dauerleihgabe der Skulptur „Wasserstein“ und Hansjochen Schwieger für die Herstellung des Kontakts und die Unterstüztzung bei der Organisation.

Fakten zum Kunstwerk

 

  • Entstehungsjahr: 1990
  • Material: Diabas
  • Abmessung: 1,86 x 1,68 x 1,03 m
  • Gewicht: ca. 6 t



POL-NOM: Klettergerüst auf dem Schulhof der Grundschule Greene beschädigt

Greene(pap) Der Polizeistation Kreiensen wurde am Mittwoch, 08.07.2020, gegen 07.45 Uhr mitgeteilt, dass auf dem Schulhof der Grundschule Greene im Steinweg in der Nacht zuvor ein Klettergerüst beschädigt wurde. Es handelt sich um ein Gerüst aus Holz mit Querstangen aus Metall, wobei eine Stange gewaltsam aus den Holzbalken gebrochen wurde und anschließend in einem Treppenzugang abgelegt wurde. Der Schaden wird auf ca. 400,- Euro geschätzt. Erste Ermittlungen ergaben, dass sich am Abend zuvor bis ca 22.30 Uhr drei Jugendliche, einer davon mit einem Motorroller, auf dem Schulhof in der Nähe des Gerüsts aufgehalten und laut Musik gehört haben. Ob diese Personen etwas mit dem Vorfall zu tun haben, ist zurzeit nicht bekannt.  Eventuelle Zeugen setzen sich bitte mit der Polizeistation Kreiensen, Tel. 05563-999130, oder der Polizei Einbeck, Tel. 05561-949780, in Verbindung



 

Geschwindigkeitskontrollen im Kreisgebiet

Mobile Messungen in der 29. Kalenderwoche 2020

Northeim (lpd). In der Woche vom 13. bis 19. Juli 2020 ist in folgenden Bereichen mit Geschwindigkeitskontrollen durch den Landkreis Northeim zu rechnen:

Montag, 13. Juli: Raum Hardegsen

Dienstag, 14. Juli: Raum Katlenburg-Lindau

Mittwoch, 15. Juli: Raum Moringen

Donnerstag, 16. Juli: Raum Einbeck

Freitag, 17. Juli: Raum Dassel

Die semistationäre Messanlage „Alice“ wird voraussichtlich von Montag bis Donnerstag im Raum Uslar und von Freitag bis voraussichtlich Montag der Folgewoche (KW 30) im Raum Bad Gandersheim eingesetzt.

Im gesamten Kreisgebiet muss darüber hinaus mit weiteren Kontrollen (durch fest installierte Messanlagen und auch die Polizei) gerechnet werden. Zu hohe Geschwindigkeiten sind nach wie vor die häufigste Todesursache im Straßenverkehr, bitte bleiben Sie achtsam.



13.714 gemeldete Covid-19-Infektionen in Niedersachsen

13.714 Fälle von Infektionen mit dem Corona-Virus sind bis heute - Mittwoch, 9 Uhr - in Niedersachsen labordiagnostisch bestätigt und dem Landesgesundheitsamt (NLGA) gemeldet worden. 

Insgesamt 642 an Covid-19 Erkrankte wurden dem NLGA als verstorben gemeldet. Über Details kann die zuständige Kommune Auskunft geben.

Genesen sind in Niedersachsen nach einschlägiger Hochrechnung* 12.517 der bislang gemeldeten laborbestätigten Fälle. Das entspricht 91,3 Prozent.

In niedersächsischen Kliniken werden derzeit 231 mit dem Virus infizierte Patientinnen und Patienten behandelt: Davon liegen 197 Erwachsene auf Normalstationen, 33 Erwachsene benötigen intensivmedizinische Behandlung. Ein Kind im Krankenhaus auf einer Normalstation behandelt. 

Kommune

Bestätigter Fall

Änderung zum Vorbericht

Verstorben

Änderung zum Vorbericht

Kumulierte 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Ew

LK Ammerland

191

1

5

0

0,8

LK Aurich

131

0

8

0

0,5

LK Celle

220

0

15

0

0,0

LK Cloppenburg

126

-1

0

0

1,2

LK Cuxhaven

373

1

21

1

3,0

LK Diepholz

402

0

26

0

5,1

LK Emsland

472

0

25

0

1,5

LK Friesland

37

0

2

0

2,0

LK Gifhorn

169

0

4

0

2,8

LK Goslar

261

0

25

0

0,0

LK Göttingen

1285

0

78

0

7,9

LK Grafschaft Bentheim

248

1

18

0

0,7

LK Hameln-Pyrmont

141

0

7

0

3,4

LK Harburg

557

0

13

0

0,0

LK Heidekreis

76

0

2

0

1,4

LK Helmstedt

141

0

1

0

0,0

LK Hildesheim

418

1

8

0

0,7

LK Holzminden

106

0

7

0

0,0

LK Leer

148

0

6

0

0,6

LK Lüchow-Dannenberg

21

0

3

0

0,0

LK Lüneburg

167

0

0

0

0,0

LK Nienburg (Weser)

81

0

4

0

0,8

LK Northeim

147

0

5

0

0,8

LK Oldenburg

301

2

15

0

15,2

LK Osnabrück

1231

0

66

0

0,6

LK Osterholz

122

1

0

0

2,6

LK Peine

161

0

11

0

0,0

LK Rotenburg (Wümme)

114

0

2

0

0,0

LK Schaumburg

161

0

7

0

0,0

LK Stade

219

0

8

0

1,5

LK Uelzen

44

0

0

0

0,0

LK Vechta

365

1

12

0

7,7

LK Verden

242

1

7

0

0,7

LK Wesermarsch

72

0

2

0

0,0

LK Wittmund

41

0

0

0

0,0

LK Wolfenbüttel

190

0

14

0

0,0

Region Hannover

2794

2

116

0

0,8

SK Braunschweig

351

0

18

0

5,2

SK Delmenhorst

115

2

3

0

5,2

SK Emden

19

0

0

0

0,0

SK Oldenburg

187

2

1

0

5,3

SK Osnabrück

507

0

15

0

0,6

SK Salzgitter

160

0

9

0

3,8

SK Wilhelmshaven

28

0

1

0

0,0

SK Wolfsburg

372

0

52

1

1,6

Gesamt

13714

14

642

2

1,9

In dieser Übersicht sind ausschließlich Fälle aufgelistet, die dem Niedersächsischen Landesgesundheitsamt elektronisch bis 9 Uhr mitgeteilt wurden. Da es sich um eine dynamische Situation handelt, kann es zu Abweichungen zwischen der NLGA-Tabelle und Angaben anderer Stellen, etwa der betroffenen Kommunen, kommen. 

Die gegenüber dem vorherigen Tag neu ausgewiesenen Fälle sind nicht zwingend erst seit der gestrigen Auflistung neu aufgetreten. Die Gesundheitsämter leiten als erste Priorität die notwendigen Infektionsschutzmaßnahmen ein, ggf. erfolgt die standardisierte Falldatenüber-mittlung erst danach mit zeitlicher Verzögerung. Bis zur Übermittlung der Fälle an das NLGA können einige Tage vergehen. Dies gilt vor allem, wenn viele Fälle in einem kurzen Zeitraum auftreten. 

* Als Kriterium für die Meldung „genesen" gilt das Meldedatum des Falles, wenn es länger als 14 Tage zurückliegt. Die in dieser Kategorie aufgezählten Patientinnen und Patienten sind außerdem weder in Behandlung in einem Krankenhaus noch verstorben. Diese Kriterien legt auch das RKI an.

Weitere Informationen zum Corona-Viruswww.niedersachsen.de/coronavirus



POL-HI: Angeblicher Spendensammler entwendet Geldbörse einer Seniorin

HILDESHEIM - (jpm)Am Montagnachmittag (06.07.2020) verschaffte sich ein vermeintlicher Spendensammler Zutritt in die Wohnung einer 67-jährigen Frau in der Gravelottestraße und entwendete ihre Geldbörse samt Inhalt.

Der Unbekannte klingelte gegen 15:45 Uhr bei der Dame und gab vor Spenden zu sammeln. Im weiteren Verlauf bat er um ein Glas Wasser, worauf sich beide in die Küche begaben. Als die Seniorin den Mann kurzzeitig unbeaufsichtigt ließ, nutzte dieser die Gelegenheit, entnahm die Geldbörse der Frau aus ihrer Handtasche und verließ die Wohnung wieder.

Zur Beschreibung des Mannes liegen folgende Informationen vor:    -Ca. 180 cm groß    -Ca. 50 Jahre alt    -Mitteleuropäisches Erscheinungsbild    -Hochdeutsch sprechend    -Dunkle Haare    -Dunkler Vollbart mit grauen Ansätzen    -Schlank

Zeugen, die eventuell sachdienliche Hinweise zu der Person geben können, werden gebeten, sich unter der Nr. 05121/939-115 bei der Polizei Hildesheim zu melden.



POL-NOM: Lorbeerhecke beschädigt

Einbeck(pap) Ein 53 Jahre alter Einbecker hat bei der Polizei eine Sachbeschädigung zur Anzeige gebracht. Ein bislang unbekannnter Täter hat in den zurückliegenden zwei Wochen mehrmals größere Löcher in eine Lorbeerhecke im Bettina-von-Arnim-Weg geschnitten. Der Schaden wird auf etwa 500,- Euro geschätzt. Zeugen, die zu diesem Sachverhalt Hinweise geben können, melden sich bitte bei der Polizei in Einbeck.



POL-NOM: Zigarettenautomaten entwendet

Dassel(pap) Unbekannte Täter haben in der Nacht von Montag, 06.07.2020, auf Dienstag, 07.07.2020, in Dassel in der Oberen Straße einen Zigarettenautomaten entwendet. Der Automat, der am Gebäude einer Gaststätte angebracht war, wurde von den Tätern abgebaut und vermutlich mit einem Pkw abtransportiert. Bei der Tatausführung wurde noch eine Außenleuchte beschädigt. Die genaue Schadenshöhe muss noch ermittelt werden. Zeugen, die Hinweise hierzu geben können, setzen sich bitte mit der Polizei Einbeck in verbindung.



POL-NOM: Verkehrsunfall- LKW kommt auf angrenzendem Feld zum Liegen

Katlenburg-Lindau, Bundesstraße 247, Mittwoch, 08.07.2020, 06.50 Uhr

LINDAU (köh) - Am Mittwochmorgen kam es auf der Bundesstraße 247 zwischen Bilshausen und Lindau zu einem Verkehrsunfall mit ca. 5.200 Euro Sachschaden

Aus bislang ungeklärter Ursache kam ein polnischer Sattelzug, der die B 247 vom Strohkrug in Richtung Lindau befuhr, nach rechts von der Fahrbahn ab, befuhr einige Meter den Seitenstreifen und kam anschließend auf einem angrenzenden Getreidefeld zum Liegen. Der 56-jährige Fahrzeugführer aus Polen bleib unverletzt und kam mit dem Schrecken davon.

Zur Bergung des Lkw samt Siloauflieger, der mit Kunststoff beladen ist, muss schweres Gerät durch Spezialfirmen eingesetzt werden. Aus diesem Grund kann eine Bergung erst am Nachmittag erfolgen. Durch die anschließende Fahrbahnsperrung ist mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Rundfunkwarnmeldungen erfolgen zeitnah vor der Sperrung.



POL-HI: Gartenmöbel gestohlen

HILDESHEIM-(kri)-Zwischen dem 06.07.2020, 17:30 Uhr und dem 07.07.2020, 07:45 Uhr suchten unbekannte Täter ein Firmengrundstück in der Gustav-Schwartz-Straße in Hildesheim auf und entwendeten von dem Terrassenbereich einen Tisch, sechs Stühle und vier Hocker. Es handelte sich um Rattan-Möbel im Wert von ca. 1000 Euro.

Die Ermittler gehen davon aus, dass die Täter mit einem Fahrzeug am Tatort waren.

Zeugen, denen in dem angegebenen Tatzeitraum verdächtige Personen oder Fahrzeuge aufgefallen sind, mögen sich bitte mit der Polizei Hildesheim unter der Telefonnummer 05121-939-115 in Verbindung setzen.



POL-NOM: Fahrradfahrerin übersehen - Unfall

Kalefeld, Birkenweg, Dienstag, 07.07.20, 14.20 Uhr

KALEFELD (schw) - Am Dienstag, 07.07.20, 14.20 Uhr parkte eine 35-jährige Kraftfahrzeugführerin aus Kalefeld ihren Pkw VW Touran am Fahrbahnrand der Birkenstraße in Kalefeld und wollte aus ihrem Fahrzeug aussteigen. Beim Öffnen der Fahrertür übersah sie die von hinten herannahende 80-jährige Fahrradfahrerin, die ebenfalls aus Kalefeld stammt und touchierte diese mit der Tür. Durch die Berührung mit der Fahrertür kam die Fahrradfahrerin zu Fall und zog sich leichte Verletzungen zu. Am Pkw und am Fahrrad entstand Schaden in Höhe von ca. 2400,- EUR. Gegen die 35-jährige wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren und ein Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet.



POL-HI: Fahrrad gestohlen

Lühnde - (jb) Bereits am Samstag, in der Zeit von 09.00-10.00 Uhr, wurde in Algermissen ein Fahrrad entwendet. Dieses stand vor einem Haus in der Straße Am Ring. Hinweise erbittet die Polizei in Sarstedt unter 05066-9850



 

Zwischenfazit nach vier Monaten Infektionszahlen im Landkreis Northeim bleiben stabil

Northeim (lpd). Im Landkreis Northeim sind bislang (Stand 10. Juli) 150 Corona-Infektionen aufgetreten. Davon sind 134 Personen genesen und leider sechs verstorben. Vier Monate nach dem ersten Corona-Fall im Kreisgebiet sind damit zehn akute Infektionen bekannt.

Pro 100.000 Einwohner liegt der Landkreis Northeim damit landesweit im Mittelfeld. Betrachtet man die Fallzahlen pro 100 km², liegt der Landkreis Northeim im unteren Bereich. Bisher kommt der Landkreis Northeim positiver durch die Krise, als zunächst befürchtet wurde.

52 Prozent der infizierten Personen im Kreisgebiet sind weiblich, 48 Prozent männlich. Auch bei der Verteilung in den Altersgruppen ergibt sich ein klares Bild: 26,7 Prozent der Infizierten sind 60 Jahre oder älter, 27,3 Prozent sind unter 30 Jahre und 46 Prozent sind zwischen 31 – 60 Jahre alt.

Auf die Gemeinden verteilen sich die Infektionen wie folgt: Bad Gandersheim 24 Infektionen, 2 Todesfälle; Bodenfelde 1 Infektion; Dassel 5 Infektionen; Einbeck 19 Infektionen; Hardegsen 12 Infektionen; Kalefeld 17 Infektionen; Katlenburg-Lindau 3 Infektionen; Moringen 3 Infektionen; Nörten-Hardenberg 8 Infektionen, 1 Todesfall; Northeim 53 Infektionen, 3 Todesfälle; Uslar 5 Infektionen



POL-NOM: Beratung am Telefon- Das Präventionsteam der Polizei Northeim informiert

NORTHEIM (köh) - Ferienzeit ist oft auch Einbruchzeit! Im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Northeim konnten in den vergangenen Jahren während der Sommerferien keine besonderen Anstiege der Fallzahlen im Bereich von Wohnhaus- und Wohnungseinbrüchen registriert werden. Dennoch gibt es auch in dieser Zeit immer wieder Einbrüche. Der Schrecken ist immer dann besonders groß, wenn Geschädigte im Urlaub die Nachricht erhalten, dass bei ihnen eingebrochen wurde oder dies nach der Rückkehr selbst feststellen. Der Erholungswert der schönsten Tage im Jahr ist dann leider schnell wieder aufgebraucht.

Wie in der Vergangenheit informiert das Präventionsteam der Polizeiinspektion Northeim auch in diesem Jahr zum Thema Einbruchschutz. Bedingt durch die Corona-Pandemie beschreiten die Beamten jedoch neue Wege. Ab dem 14. Juli bis Ende August 2020 bietet das Präventionsteam daher die Möglichkeit der telefonischen Beratung an. Jeweils dienstags stehen Polizeihauptkommissar Dirk Schubert und Polizeioberkommissar Matthias Heise in der Zeit von 14.00 - 16.00 Uhr für Fragen von Bürgerinnen und Bürgern unter den Rufnummern 05551/7005-407 und -406 zur Verfügung. Wer zu diesen Zeiten berufsbedingt verhindert ist, hat zudem die Möglichkeit unter den o.g. Rufnummern telefonische Beratungstermine außerhalb dieses Zeitraumes zu vereinbaren.

Weiterhin bietet das Präventionsteam ab dem 14. Juli bis Ende August 2020 immer donnerstags in der Zeit von 14.00- 16.00 Uhr telefonische Beratungen speziell zum Thema "Betrug zum Nachteil von Seniorinnen und Senioren" an. Hierbei geht es speziell darum wie man Betrugsversuche am Telefon erkennen kann. Aber auch Fragen zum Betrug an der Haustür und Trickdiebstahl werden unter den oben genannten Telefonnummern beantwortet.



Verleihung des 44. Kulturpreises Schlesien verschoben

Pistorius: „Ein aufgrund der Corona-Pandemie richtiger, aber für uns alle sehr schmerzhafter Schritt"

Die Verleihung des 44. Kulturpreises Schlesien war ursprünglich für den 19. September 2020 in Breslau/ Wrocław geplant. Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie sowie der damit verbundenen Einschränkungen und Unwägbarkeiten haben nun der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, sowie die Woiwodschaft Niederschlesien entschieden die diesjährige Verleihung in das Jahr 2021 zu verschieben.

Minister Pistorius dazu: „Die Corona-Pandemie bestimmt unseren Alltag und nimmt erheblichen Einfluss auf unsere Gesellschaft. Auch wenn vielerorts Maßnahmen gelockert werden und wir uns an ein Leben mit dem Virus gewöhnen müssen: Als Land Niedersachsen haben wir eine besondere Verantwortung - insbesondere eine Veranstaltung mit mehreren hundert Gästen wie in den Vorjahren und einem umfangreichen Rahmenprogramm war so zum jetzigen Zeitpunkt einfach nicht denkbar."

Pistorius weiter: „Ich bin der Woiwodschaft Niederschlesien deshalb sehr dankbar für ihren Vorschlag, im nächsten Jahr - entgegen dem bisherigen Turnus - die Verleihung des Kulturpreises Schlesien erneut in der Woiwodschaft Niederschlesien zu planen und dann auch hoffentlich durchzuführen. Auch wenn die Entscheidung auf Grund der Corona-Pandemie richtig ist, ist es ein für uns alle sehr schmerzhafter Schritt."

Das Niedersächsische Ministerium für Inneres und Sport sowie die Woiwodschaft Niederschlesien werden baldmöglichst die Planungen für den Kulturpreis Schlesien 2021 aufnehmen. Gleichzeitig werden die Preisträgerinnen und Preisträger zeitnah in geeigneter Form bekannt gegeben.



POL-NOM: Mit frisiertem Mofa unterwegs

Einbeck (pap) Ein 37 Jahre alter Einbecker befuhr am Donnerstag, 09.07.2020, gegen 17.20 Uhr mit einem Mofa das Altendorfer Tor in Einbeck. Einer Funkstreife kam die gefahrene Geschwindigkeit des Mofas zu hoch vor, sodass der Fahrer von den Beamten angehalten und kontrolliert wurde. Eine Überprüfung des Fahrzeugs auf einem Rollenprüfstand ergab, dass das Mofa eine Höchstgeschwindigkeit von ca. 47 km/h erreicht. Da bei einer solchen Geschwindigkeit eine Fahrerlaubnis benötigt wird, wurde der 37-jährige diesbezüglich befragt. Hier musste er zugeben, dass er nicht im Besitz eines Führerscheins ist. Ein Strafverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis wurde eingeleitet.



POL-NOM: Randalierer im Helios-Krankenhaus

Bad Gandersheim, Albert-Rohloff-Straße, Donnerstag, 20.15 Uhr BAD GANDERSHEIM (schw) - Am Donnerstag, 09.07.20, 20.15 Uhr baten Bedienstete des Helios Krankenhauses die Polizei Bad Gandersheim um Hilfe, da im Bereich der Notaufnahme ein Patient randalieren soll. Vor Ort bestätigten sich die Angaben der Mitarbeiter. Auch gegenüber den eingesetzten Beamten zeigte sich der alkoholisierte Patient äußerst aggressiv, drohte und beleidigte die Beamten. Durch einfache körperliche Gewalt konnte der aggressive Patient unter Kontrolle gebracht werden, so dass weder die eingesetzten Beamten, noch das Klinikpersonal verletzt wurden. Zur Fortführung der Behandlungen wurde der Patient in ein anderes Krankenhaus überstellt.



Breitgefächerte Kurse der Musikschule Hildesheim

09.07.2020

Seit 2016 ist die Musikschule Hildesheim ein starker Partner in dem bundesweiten Förderprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung „Kultur macht stark! Bündnisse für Bildung“. Der Verband deutscher Musikschulen ist unter diesem Dach mit dem Programm „Musikleben 2“ beteiligt.

Aktuell sind die Zuwendungsbescheide für weitere Kurse eingetroffen. Somit starten nach den Sommerferien Projekte mit den Titeln „transkulturelles Saz-Orchester“, „kurdische Musik mit der Langhalslaute“, „Capoeira für Kinder“ und „ein musikalisches Nachmittagsangebot im ETUI und Broadway“. Das Projekt „Oststadtstreicher“ als Nachfolgeprojekt der kleinen Stadtstreicher der Grundschule Alter Markt und dem Arpeggio e.V. sowie das Bandprojekt im Broadway werden weitergefördert.

Allein in diesem Jahr finden somit in Verantwortung der Musikschule 14 verschiedene Kurse statt, die sich vornehmlich an bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche im Alter von 3 bis 18 Jahren richten. Die Musikschule Hildesheim nimmt damit einen Spitzenplatz in der Anzahl und dem Fördervolumen ihrer Förderprojekten unter den Musikschulen in Deutschland ein.

Die Gesamtfördersumme beläuft sich in den bisherigen fünf Jahren auf über 750.000,- €

„Diese Gelder gehen 1:1 in die Projektumsetzungen und sind somit als ein sehr gewichtiger Beitrag im Rahmen der Integrationsarbeit und der kulturellen Teilhabe in der Region Hildesheim zu verstehen und gleichzeitig auch ein deutliches Argument zur Umwegrentabilität, denn verdiente Honorare werden auch in der Region wieder ausgegeben“ betont Musikschulleiter Detlef Hartmann.

Die Musikschule Hildesheim kooperiert in diesen Projekten mit Partnern aus der Region, wie der Universität Hildesheim, dem Center for World Music, dem Asyl e.V. und der Caritas.



allgemeine Informationen zum Förderprogramm (www.musikschulen.de/projekte/kultur-macht-stark/bmbf/index.html ):
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert mit „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung außerschulische Bildungsmaßnahmen auf dem Gebiet der kulturellen Bildung. Das Programm unterstützt bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung. Neben dieser konkreten Unterstützung ist ein weiteres Förderziel die Entwicklung tragfähiger bürgerschaftlicher Netzwerke, in denen unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen ergänzend zur Arbeit der Schulen Verantwortung für die Bildung der jungen Generation übernehmen. Damit will das BMBF einen wirksamen Beitrag dazu leisten, dass der in Deutschland ausgeprägte Zusammenhang zwischen Herkunft und Bildungserfolg abgeschwächt wird.
Das Gesamtvolumen der Bundesförderung beträgt in der Förderperiode 2018-22 max. 250 Mio. Euro. Mit seinem Konzept MusikLeben 2 hat der VdM neben weiteren 29 bundesweit tätigen Förderern und Initiativen, Fördermittel zur Umsetzung von "Kultur macht stark. zugesprochen bekommen. Für den Zeitraum 2018 bis 2022 stehen dem VdM max. 18 Mio. Euro zur Verfügung.
Die Maßnahmen sollen insbesondere Kindern und Jugendlichen im Alter von drei bis 18 Jahren zugutekommen, die in Risikolagen leben und aufwachsen. Der Nationale Bildungsbericht 2016 beschreibt Risikolagen, die
sozial (Erwerbslosigkeit der im Haushalt lebenden Elternteile),
finanziell (geringes Familieneinkommen, Erhalt von Transferleistungen) und
bildungsbezogen (z.B. Eltern sind formal gering qualifiziert)
ausgeprägt sein können.
Das Ziel der Förderung bildungsbenachteiligter Kinder und Jugendlicher lässt grundsätzlich auch die Teilnahme anderer Kinder und Jugendlicher zu, sofern dies der Zielerreichung dient. Die Hauptzielgruppe muss jedoch stets im Fokus bleiben.
Zum Gelingen von lokalen Bildungsbündnissen ist das Zusammenwirken von mindestens drei lokalen Bündnispartnern mit unterschiedlichen, einander ergänzenden Kompetenzen erforderlich. Jeder Bündnispartner muss auf lokaler Ebene verankert sein und die Kooperation muss durch eine gemeinsame Vereinbarung aller Kooperationspartner nachgewiesen werden (Kooperationsvereinbarung).
Eine weitere Voraussetzung des Verbandskonzepts MusikLeben 2 ist es, dass eine öffentliche, gemeinnützige, nicht gewinnorientierte Musikschule als Antragsteller fungiert und die finanzielle und verwaltungstechnische Abwicklung des Projektes federführend übernimmt.
Gegenstand der Förderung durch das BMBF sind außerschulische* Bildungsmaßnahmen insbesondere der kulturellen Bildung, die im Rahmen von Bündnissen für Bildung, d.h. von lokalen Zusammenschlüssen von wenigstens drei Akteuren erbracht werden. Hierzu zählen Maßnahmen zur Förderung kognitiver Kompetenzen, von sozialem Lernen, der Persönlichkeitsbildung und von Erfahrungswissen, da sie besonders geeignet sind, Selbstmotivation, Leistungs- und Verantwortungsbereitschaft zu stärken. Dabei wird ein weit gefasster Kulturbegriff zugrunde gelegt, nach dem kulturelle Bildung alle künstlerischen Sparten bis hin zur Medienbildung und Alltagskultur umfasst. Hierzu zählen auch Maßnahmen der Lese- und Sprachförderung. Kulturelle Bildung verbindet kognitive, emotionale und gestalterische Handlungsprozesse. Sie umfasst sowohl die eigene kreative Auseinandersetzung mit den Künsten als auch die aktive Rezeption von Kunst und Kultur. Ein wesentlicher Bestandteil kultureller Bildung ist auch die interkulturelle Bildung.



Abschiebungsschutz aus humanitären Gründen für afghanischen Staatsangehörigen

Kläger beruft sich mit Erfolg auf die Europäische Menschenrechtskonvention

Die Klage eines afghanischen Asylantragstellers hatte teilweise Erfolg. Die 19. Kammer hat auf die heutige mündliche Verhandlung entschieden, dass für den Kläger ein Abschiebungsverbot hinsichtlich Afghanistans vorliegt.

Der im Jahre 2000 geborene afghanische Staatsangehörige wuchs im Iran auf. 2016 reiste er in die Bundesrepublik ein und stellte einen Asylantrag. Gegen den ablehnenden Bescheid hat er im Oktober 2017 Klage erhoben.

Die Kammer geht davon aus, dass die Europäische Menschenrechtskonvention einer Abschiebung des Klägers nach Afghanistan entgegensteht. Angesichts der weiteren Verschlechterungen der Situation in der jüngeren Vergangenheit in Afghanistan lägen so außergewöhnlich schlechte humanitäre Bedingungen vor, dass ausnahmsweise auch für einen alleinstehenden, gesunden und arbeitsfähigen jungen Mann wie den Kläger eine reale Gefahr bestehe, dass er weder in Kabul noch an anderen Orten in Afghanistan in der Lage sein werde, auf legalem Wege seine elementarsten Bedürfnisse nach Nahrung und Unterkunft zu befriedigen. Es fehle ihm sowohl an einem leistungsfähigen und -bereiten Netzwerk in Afghanistan als auch an nachhaltiger Unterstützung aus dem Ausland oder einem nennenswerten Vermögen. Der Arbeitsmarkt für Tagelöhner, auf den der Kläger deshalb angewiesen wäre, habe bereits vor dem Ausbruch von COVID-19 massiv unter Druck gestanden, weil in den vergangenen Jahren insgesamt mehrere Millionen Personen aus dem Iran und Pakistan zurückgekehrt oder in Afghanistan zu Binnenvertriebenen geworden seien. Durch die Maßnahmen der Regierung zur Eindämmung der Pandemie sei der Tagelöhnerarbeitsmarkt zudem stark eingebrochen, während die Kosten für Lebensmittel deutlich gestiegen seien.

Der Kläger begehrte zunächst auch Flüchtlingsschutz und berief sich auf die Gefahren, die für ihn als „verwestlichte" Person ohne Bezug zu Afghanistan dort drohten. Im Rahmen der mündlichen Verhandlung nahm der Kläger insoweit seine Klage zurück.  

Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig und kann vor dem Oberverwaltungsgericht angegriffen werden.



 

Im Landkreis Hameln-Pyrmont sind heute, am 9. Juli 2020 insgesamt 154 Fälle einer Corona-Infektion bestätigt.

Die Fälle verteilen sich auf das gesamte Kreisgebiet wie folgt:

Aerzen

11

Bad Münder

51

Bad Pyrmont

20

Coppenbrügge

7

Emmerthal

8

Hameln

45

Hess. Oldendorf

10

Salzhemmendorf

2

Von diesen  154 Fällen gelten  138 Personen als geheilt.  10 Personen sind verstorben.

Die 6 infizierten Patienten wurden isoliert und befinden sich in Quarantäne. Diese akut erkrankten Personen verteilen sich wie folgt auf das Kreisgebiet:

Aerzen

 

Bad Münder

1

Bad Pyrmont

 

Coppenbrügge

4

Emmerthal

 

Hameln

1

Hess. Oldendorf

 

Salzhemmendorf

 

Alle Infizierten werden gemeinsam vom Gesundheitsamt und den jeweils behandelnden Haus- bzw. Krankenhausärzten engmaschig betreut.

 0 infizierte Person(en) wird/ werden derzeit in den drei Akutkliniken im Landkreis Hameln-Pyrmont stationär behandelt.

Außerdem befinden sich 21 Personen der Kategorie 1 in angeordneter häuslicher Quarantäne und verteilen sich wie folgt auf das Kreisgebiet:

Aerzen

 

Bad Münder

3

Bad Pyrmont

1

Coppenbrügge

11

Emmerthal

 

Hameln

5

Hess. Oldendorf

 

Salzhemmendorf

1


Aktuelle Informationen im Zusammenhang mit dem Coronavirus sind hier www.hameln-pyrmont.de/corona  zu finden.



Buntes Programm für die Sommerferien steht fest

In Sommerferien 2020 stellt die Stadt Göttingen wieder ein buntes Ferienprogramm mit Betreuung auf dem Herberhäuser Stieg zusammen. Das Ferienprogramm wird von Montag, 20. Juli, bis Freitag, 21. August 2020, sowie als integrative Betreuung in der Heinrich-Böll-Schule von Montag, 20. Juli bis Freitag, 7. August 2020, angeboten.

Die Mach-Mit-Aktion (20. Juli bis 7. August 2020) wird dieses Jahr im Elmpark Grone gleich neben dem Kinderhaus und dem Jugendtreff Grone-Süd stattfinden. Erstmals ist eine Teilnahme nur nach vorheriger Anmeldung (ab Montag, 13. Juli) möglich.  Als Tagesaktionen sind Besichtigungen der Göttinger Entsorgungsbetriebe, der Polizei, der Göttinger Verkehrsbetriebe und der Feuerwehr geplant. Ein Ausflug zum Bärenpark in Worbis und ins Gut Herbigshagen bei Duderstadt stehen ebenfalls auf dem Programm.

Alle Details, Buchungen und aktuelle Hinweise gibt es auf der städtischen Ferienseite. Sämtliche Veranstaltungen finden nach Maßgabe der aktuellen Corona-Richtlinien des Landes Niedersachsen in Bezug auf notwendige Abstands- und Hygieneregeln statt.

Für Rückfragen stehen Ute Haubrich und Beate Schliesing vom städtischen Ferienteam unter ferien@goettingen.de sowie telefonisch unter 0551/400-2689 oder -3291 zur Verfügung.



POL-NOM: Beim Autokauf im Internet betrogen

Katlenburg-Lindau, Tatzeitraum vom 18.06.2020 bis 08.07.2020

LINDAU (köh) - Der Geschädigte kaufte am 18.06.2020 über das Internetverkaufsportal "ebay Kleinanzeigen" einen Pkw Renault und überwies nach Kontaktaufnahme mit der mutmaßlichen Verkäuferin den Kaufpreis in Höhe von 4.000 Euro.

Nach anfänglichem Schriftverkehr war die Verkäuferin plötzlich nicht mehr erreichbar. Zu der vereinbarten Lieferung des Pkw Renault kam es ebenfalls nicht.

Der Geschädigte erstattete Strafanzeige wegen Betruges. Die Ermittlungen dauern an.



POL-NOM: LKW nach Diebesgut durchsucht

Northeim, Westerlange, Autohof Anschlussstelle Northeim-Nord, Dienstag, 07.07.2020, 22.00 Uhr bis Mittwoch, 08.07.2020, 06.00 Uhr

NORTHEIM (köh) - In der Nacht zu Mittwoch haben Unbekannte auf dem Northeimer Autohof zwei Sattelzüge nach möglichem Diebesgut durchsucht und vermutlich auch in einem Fall Ladung gestohlen

Die jeweiligen Fahrer befanden sich im Tatzeitraum schlafend im Führerhaus und bemerkten die Vorfälle erst am nächsten Morgen vor Fahrtantritt.

Bei einem Sattelzug aus Nordfriesland öffneten die unbekannten Täter die geschlossenen Hecktüren des Aufliegers und durchsuchten einige Kartons nach Diebesgut. Eventuell wurden aus einem der Kartons Akkuschrauber entwendet. Die genaue Schadenshöhe ist derzeit noch nicht bekannt.

Im zweiten Fall wurde die Plane eines Sattelaufliegers aus Polen durch unbekannte Täter zerschnitten. Zu einem Entwendungsschaden kam es offenbar nicht. Der Schaden am Lkw wird auf ca. 200 Euro geschätzt.

Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei Northeim unter 05551-70050 entgegen.



POL-NOM: Trunkenheit im Straßenverkehr

BODENFELDE (js) Am 08.07.20, gegen 22.27 Uhr, befuhr ein 55-jähriger Mofa-Fahrer aus der Gemeinde Wesertal mit seinem Fahrzeug in Bodenfelde öffentliche Straßen, obwohl er unter Alkoholeinfluss stand. Die Weiterfahrt wurde untersagt und eine Anzeige gefertigt.



Bereits zwei „verdeckte" Corona-Fälle im Justizvollzug

 

750.000 Euro für Corona-Tests in den Haftanstalten / Alle Neuaufnahmen werden getestet / Ministerin Havliza in der JVA Meppen

Bislang ist es in Niedersachsen weitgehend gelungen, das Coronavirus von den Haftanstalten fernzuhalten. Lediglich vier bestätigte Fälle hat es gegeben; die Betroffenen sind inzwischen wieder genesen. 

Um auch künftig das Einbringen einer Infektion in die Gefängnisse zu verhindern, werden seit Mai 2020 alle Personen, die einer niedersächsischen Justizvollzugsanstalt (JVA) zugeführt werden, symptomunabhängig getestet. Um diese Testungen in den kommenden Monaten sicherzustellen, sollen der Justiz über den zweiten Nachtragshaushalt insgesamt 750.000 Euro zur Verfügung gestellt werden.

Justizministerin Barbara Havliza hat sich aus diesem Anlass am heutigen Mittwoch im Rahmen ihrer Sommerreise in der JVA Meppen eine sog. Trennungsabteilung zeigen lassen. Auf Veranlassung des Justizministeriums gibt es seit einiger Zeit in jeder Hauptanstalt eine solche „Trennungsabteilung", in der Inhaftierte in den ersten 14 Hafttagen untergebracht werden. Zudem sind gesonderte Quarantänebereiche für Infektionsverdächtige oder Infizierte eingerichtet. 

Havliza: „Die Justizvollzugsanstalten haben in den vergangenen Monaten eine hervorragende Arbeit geleistet. Ich bin beeindruckt, mit welcher Professionalität landesweit binnen kürzester Zeit eigene Stationen eingerichtet wurden. Auch hier in Meppen. Unsere Strategie, jede neu aufgenommene Person zu testen, hat sich bereits als Erfolg erwiesen. In zwei Fällen waren die Betroffenen in der Aufnahmezeit ohne jegliche Symptome, es waren also „verdeckte Fälle". Hätten wir sie nicht getestet, hätte sich das Virus in der Haft vielleicht schnell verbreitet. Ich bedanke mich an dieser Stelle bei allen Bediensteten im niedersächsischen Justizvollzug für ihr großes Engagement."

Die 750.000 Euro aus dem zweiten Nachtragshaushalt sind für entsprechende Laboruntersuchungen vorgesehen. Für den Betrag können ca. 11.500 Tests durchgeführt werden. Der Justizvollzug arbeitet hier mit dem Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit zusammen. Insgesamt gibt es in den niedersächsischen Haftanstalten ca. 7.000 Neuzugänge pro Jahr, hinzu kommen Mehrfachtestungen bei positivem Befund und weitere Bedarfstestungen. In Verdachtsfällen und bei Kontakt mit positiv getesteten Personen werden auch Bedienstete getestet, bei denen das örtlich zuständige Gesundheitsamt aufgrund fehlender Symptome keine Testungen durchführen würde.

Zur Situation in der JVA Meppen sagt der Anstaltsleiter Per Zeller: „In gemeinsamer Anstrengung aller Beteiligten ist es bislang gelungen, das Virus aus der Anstalt heraus zu halten. Sehr geholfen hat uns in diesem Zusammenhang, dass auf Veranlassung des Justizministeriums Verurteilte mit kurzen Freiheitsstrafen vorübergehend nicht geladen wurden und wir so Platz für die Trennung der Gefangenen gewonnen haben. Durch die Sondermittel des Landes konnte flächendeckend getestet und ausreichend Schutzausrüstung beschafft werden, um Mitarbeiter und Gefangene vor Ansteckung zu schützen. Die Gefangenen tragen die die zu ihrem Schutz ergriffenen einschränkenden Maßnahmen ganz überwiegend mit. Mein besonderer Dank gilt den Kolleginnen und Kollegen der JVA Meppen, die mit höchstem Einsatz, Kreativität und Flexibilität alle Maßnahmen mitgestalten und mittragen, die zur Sicherheit der Anstalt erforderlich sind."



 

Straßenverkehrsordnung: „Alles zurück auf Anfang“

Gerade einmal knapp zwei Monate sind seit Inkrafttreten der neuen Straßenverkehrsordnung vergangen. Jetzt heißt es wieder “Alles zurück auf Anfang“. Hintergrund ist ein Formfehler aufgrund eines Zitiermangels. Alle Länder, so auch Niedersachsen, sind Ende letzter Woche vom Bundesverkehrsministerium aufgefordert worden, die Ende April in Kraft getretene Straßenverkehrsordnung bis auf weiteres nicht mehr anzuwenden. Zwischenzeitlich hat deshalb auch das Niedersächsische Ministerium für Inneres und Sport für alle Bußgeldbehörden entsprechende Regelungen zunächst für laufende Bußgeldverfahren getroffen. Danach wird in Verwarngeld- sowie Bußgeldverfahren, beginnend mit dem Tattag 28. April 2020, der alte Bußgeldkatalog für die Entscheidung zu Grunde gelegt. In Fällen, in denen bereits ein Bußgeldbescheid erlassen und die Rechtsbehelfsfrist noch nicht abgelaufen ist (2 Wochen nach Zustellung des Bescheides), empfiehlt sich, formgerecht Einspruch einzulegen.

Für bereits rechtskräftig abgeschlossene Verfahren fehlt es bisher noch an der vom Bundesverkehrsministerium zugesagten bundeseinheitlichen Lösung. Jana Sandvoss, Teamleiterin der Bußgeldstelle ergänzt: „Durch die Novelle sind auch verschärfte Fahrverbotsregeln beschlossen worden. Daher ist es im Hinblick auf rechtskräftige Fahrverbote nach dem 28. April 2020 ratsam, zeitnah ein Gnadengesuch bei der zuständigen Bußgeldbehörde einzureichen. Dieses Ersuchen wird dann schnellstmöglich zur Entscheidung dem niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport vorgelegt. Zu allen anderen rechtskräftig abgeschlossenen Verfahren“ so Sandvoss weiter, „können aktuell leider keine verbindlichen Aussagen getroffen werden“.

Andreas Stemme, Leiter des Straßenverkehrsamtes, bringt es abschließend auf den Punkt: „ Die Situation ist nicht nur unschön und unbefriedigend sondern zudem mit Unsicherheit und großem Aufwand für alle Beteiligten verbunden. Ein Fehler, der  vermeidbar war“.



Coronavirus - Entwicklung des Infektionsgeschehens im Landkreis Northeim Aktuelle Fallzahlen vom 8. Juli

Northeim (lpd). Aktuell sind 148 bestätigte Infektionen im Landkreis Northeim bekannt.

Im Vergleich zu Dienstag ist damit kein neuer bestätigter Corona-Fall bekannt geworden. 134 Personen - eine mehr als am Dienstag - gelten mittlerweile als genesen, sodass die Infektionsquarantäne aufgehoben werden konnte.

Die Anzahl der Verstorbenen beträgt weiterhin sechs Personen.



POL-NOM: Erneuter Brand in Salzderhelden

Einbeck (pap) Am Mittwoch, 08.07.2020, ging gegen 02.30 Uhr bei der Polizei die Meldung ein, dass es in der Ortschaft Salzderhelden erneut brennen soll. Es wurde dann festgestellt, dass in der Einbecker Straße zwei Altkleidercontainer, die auf einem Schotterparkplatz abgestellt waren, durch unbekannte Täter in Brand gesetzt wurden. Das Feuer, durch das die Conainer zerstört wurden, konnte durch die Feuerwehren aus Salzderhelden und Vogelbeck gelöscht werden. Die Schadenshöhe beläuft sich auf ca. 1500,- Euro. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass diese Tat mit den Bränden vom vergangenen Wochenende in Zusammenhang steht. Die Ermittlungen laufen.



POL-HI: Fahrrad gestohlen

Lühnde - (jb) Bereits am Samstag, in der Zeit von 09.00-10.00 Uhr, wurde in Algermissen ein Fahrrad entwendet. Dieses stand vor einem Haus in der Straße Am Ring. Hinweise erbittet die Polizei in Sarstedt unter 05066-9850



POL-HI: Unfallflucht

Harsum - (jb) In der Zeit von Sonntag, 17.30 Uhr - Montag, 11.50 Uhr kam es an den Parkplätzen im Bereich Oststraße/Hessingweg zu einer Unfallflucht. Durch einen bislang unbekannten Verkehrseilnehmer wurde verm. beim Ein- oder Aussteigen der nebenstehende Toyota eines Harsumers beschädigt. Hiernach verließ er unerkannt die Unfallstelle. Es entstand Schaden in Höhe von ca. 200 Euro. Zeugen, die Hinweise auf den Verursacher geben können, werden gebeten, die Polizei Sarstedt unter 05066/9850 zu informieren.



Mit Abstand aktuell die beste Früherziehung

07.07.2020Nach den Sommerferien werden nach jetzigem Stand der Corona-Verordnungen die Früherziehungskurse wieder starten. Die Musikschule Hildesheim ist lt. Gesundheitsamt Vorbild in der Einhaltung der Hygieneregeln. Diesem Anspruch werden auch die Konzepte zur Fortführung der musikalischen Früherziehung gerecht. Die Gruppengrößen und Abstände zueinander werden eingehalten und die Unterrichtsform- und Inhalte werden sehr verantwortungsvoll organisiert.
In den Kursen die zum Teil fortgeführt werden oder ab Ende August neu starten, sind noch Plätze frei. Eine rechtzeitige Anmeldung wird angesichts der traditionell großen Nachfrage sehr empfohlen. Gleichzeitig wird garantiert, dass Kursgebühren nur dann gezahlt werden müssen, wenn auch tatsächlich die Kurse stattfinden können.
Das Spektrum der Kursangebote reicht von „Musik und Tanz für Kinder“ über „Musik und Yoga“ bis zum „Musiktreff“. Die Angebote finden auch in einigen Stadteilen, sowie in Algermissen, Bockenem und Harsum statt.

Nicht erst seit Prof. Hans Günther Bastian in einer Langzeitstudie an einer Berliner Grundschule belegt hat, dass Kinder mit einem regelmäßigen Musikunterricht in vielen Bereichen (Sozialverhalten, Intelligenz, Psychomotorik, Konzentrations- und Wahrnehmungsfähigkeit) im Vergleich zu ihren nicht musizierenden Altersgenossen einen Vorsprung besitzen, weiß man um den Wert einer musikalischen Bildung bereits im Früherziehungsalter.

Musik von Anfang an – eigentlich eine selbstverständliche Aussage. Denn die Musik ist dem Menschen geradezu in die Wiege gelegt. Kinder begreifen die Elemente der Musik wie Melodie, Harmonie und Rhythmus, ohne viel zu denken. Ganz intuitiv setzen sie Musik in Bewegung und auf einfachsten Instrumenten um. Jedes Kind kommt mit diesem musikalischen Potenzial zur Welt. Wie weit es sich entwickelt, hängt in großem Maße von der Förderung in den ersten Lebensjahren ab.
Die Musikschule bietet für dieses Lebensalter sorgfältig aufeinander abgestimmte, pädagogisch wertvolle Musikkurse an.

Weitere Informationen und Anmeldeformulare ab sofort per Internet unter www.musikschule-hildesheim.de oder telefonisch unter 05121-2067790-16.



Jahresbericht 2018/2019

Einen umfassenden Einblick in die vielfältigen am NLGA bearbeiteten Themen gibt der Jahresbericht 2018/2019 in mehr als 30 Fachbeiträgen.

Im Bereich Infektionen & Hygiene werden u.a. der Masern-Ausbruch in Hildesheim 2019, die Häufung von Tuberkuloseerkrankungen bei Schlachthofmitarbeitern und MRE-Netzwerke in Niedersachsen thematisiert. Weitere Themen sind die Surveillance von akuten respiratorischen Erkrankungen (ARE-Surveillance), das Meningitis-Enzephalitis-Register in Niedersachen (MERIN) und Aktivitäten im Rahmen des grenzüberschreitenden niederländisch-deutschen Projektes EurHealth-1Health.

Im Bereich Umwelt und Gesundheit beschäftigt sich ein Beitrag mit den Möglichkeiten umweltmedizinischer Untersuchungen in einer historischen Montanregion im Harz.  Ein weiteres Thema sind Antibiotikaresistente Bakterien in niedersächsischen Badegewässern. 

Im Bereich Gesundheitsberichterstattung/Krebsregister gibt es Beiträge zu Präventionsindikatoren für den Nationalen Präventionsbericht und einer Auswertung von Ergebnissen der Schuleingangsuntersuchung zu Deutschkenntnissen.

Neben den Fachbeiträgen informiert der Bericht auch über Kennzahlen zum Personal und Haushalt des NLGA, über die Entstehung des Erweiterungsbaus und über die durchgeführten Fortbildungsveranstaltungen.

Das Niedersächsische Landesgesundheitsamt (NLGA) ist die zentrale Behörde des Landes Niedersachsen für übertragbare und nicht übertragbare Erkrankungen und den Gesundheitsschutz der Bevölkerung.

Der Jahresbericht kann als PDF-Datei heruntergeladen oder als Druckfassung bestellt werden.
www.nlga.niedersachsen.de
 >  Wir über uns



Corona-Pandemie: 60 Menschen sind aktuell erkrankt Gesamtzahl der Infektionen liegt bei 1.317

Im Landkreis Göttingen sind aktuell 60 Personen am Virus erkrankt, 9 weniger als am Vortag. Die Gesamtzahl bestätigter Infektionen liegt bei 1.317 (+2); davon sind 507 in der Stadt Göttingen gemeldet, 810 im weiteren Kreisgebiet. 1.176 (+10) Personen sind wieder von der Infektion genesen, 81 (+1) sind in Verbindung mit einer Erkrankung an Covid-19 gestorben. Der Wert der Neuinfektionen liegt heute für den Landkreis Göttingen bei 7,02 (Vortag 6,71).

Die Fallzahlen zum Corona-Geschehen in den Städten und Gemeinden (Gesamtzahl Infizierte / aktuell Erkrankte):

Flecken Adelebsen (6 / 0)

Gemeinde Bad Grund (Harz) (45 / 0)

Stadt Bad Lauterberg im Harz (83 / 1)

Stadt Bad Sachsa (80 / 4)

Flecken Bovenden (14 / 0)

Samtgemeinde Dransfeld (13 / 0)

Stadt Duderstadt (39 / 0) 

Gemeinde Friedland (59 / 35)

Samtgemeinde Gieboldehausen (37 / 3)

Gemeinde Gleichen (16 / 2)

Stadt Göttingen (507 / 11)

Stadt Hann. Münden (20 / 2)

Samtgemeinde Hattorf am Harz (44 / 0)

Stadt Herzberg am Harz (207 / 0)

Stadt Osterode am Harz (96 / 0)

Samtgemeinde Radolfshausen (5 / 1)

Gemeinde Rosdorf (36 / 1)

Gemeinde Staufenberg (6 / 0)

Gemeinde Walkenried (4 / 0)



POL-HI: Bussard attackiert Jogger

HILDESHEIM - (jpm)Am gestrigen Abend meldete sich ein Mann bei der Polizei Hildesheim, nachdem er von einem Bussard angegriffen und leicht verletzt wurde.

Nach eignen Angaben joggte der 22-jährige Hildesheimer gegen 17:00 Uhr im Bereich der Steinbergstraße. Dabei habe sich der Greifvogel zweimal auf ihn gestürzt. Der Mann erlitt leichte Verletzungen im Nacken. Erst nachdem ein Pkw neben dem 22-jährigen gehalten habe, habe sich der Vogel entfernt.



Kultusminister Tonne verleiht die „Niedersächsische Auszeichnung für besonders verlässliche Ausbildung 2020"

Kultusminister Grant Hendrik Tonne hat am (heutigen) Dienstag die „Niedersächsische Auszeichnung für besonders verlässliche Ausbildung 2020" in der Kategorie „Handwerk" an die Hanebutt GmbH in Neustadt am Rübenberge verliehen. „Es zählt die Verlässlich- und Beständigkeit in der Region. Und hier leistet eine Vielzahl von niedersächsischen Betrieben seit Jahrzehnten hervorragende Arbeit, bildet junge Menschen kontinuierlich aus und bietet ihnen damit Perspektiven. Die Hanebutt GmbH steht stellvertretend für die vielen Ausbildungsbetriebe, die die Ausbildung durch ihre Verlässlichkeit zum Erfolgsmodell machen und dient als sichtbares ‚Aushängeschild' für die Ausbildung in Niedersachsen", betonte Kultusminister Grant Hendrik Tonne. Besonders in diesen herausfordernden Zeiten sei die Ausbildung von Jugendlichen von besonderer Bedeutung. Die Pandemie dürfe nicht dazu führen, dass keine Bewerbungen ihren Weg zu den Betrieben finden, stellte Tonne fest und appellierte gleichzeitig an die Jugendlichen, sich zu bewerben. „Das Ausbildungsjahr 2020 ist noch nicht gelaufen!"  

Die Auszeichnung wird im Rahmen des Bündnisses für Duale Ausbildung bereits zum vierten Mal durch das Niedersächsische Kultusministerium vergeben und stellt die grundsätzliche Bedeutung der Ausbildung für die Gesellschaft in den Mittelpunkt. Die „Niedersächsische Auszeichnung für besonders verlässliche Ausbildung 2020 erfolgt in vier Kategorien: 

  • Handwerk
  • Industrie und Handel
  • Land- und Hauswirtschaft
  • Altenpflege

                                                  

Am (morgigen) Mittwoch wird der Minister in der Kategorie „Land- und Hauswirtschaft" die Dettmer Agrar-Service GmbH in Kettenkamp auszeichnen. In der Kategorie „Altenpflege" erhält der Verein zur Pflege Hilfsbedürftiger e.V. in Schneverdingen eine Auszeichnung. Zu einem späteren Zeitpunkt erfolgt dann die Verleihung des Preises in der Kategorie „Industrie- und Handel" an die Abeking & Rasmussen Schiffs- und Yachtwerft SE in Lemwerder. 

Zusätzlich wird ein Sonderpreis „Ausbildungsengagement in der Pandemie" vergeben. Diesen erhält die Amazonen Werke H. Dreyer GmbH & Co KG in Hasbergen. Dort haben Auszubildende mit Hilfe der im Betrieb vorhandenen 3D-Drucker Schutzmasken produziert und diese an bedürftige Einrichtungen in der Region verteilt.  

Für die „Niedersächsische Auszeichnung für besonders verlässliche Ausbildung" wird jeweils ein Betrieb pro Kategorie mit 1.000 Euro ausgezeichnet. Das Preisgeld soll für die Ausbildung eingesetzt werden. Die Kriterien der Auszeichnung setzen sich zusammen aus der Anzahl der Auszubildenden in den vergangenen drei Jahren, der Kontinuität und dem Erfolg der Ausbildung, dem regionalen und sozialen Engagement, der Anzahl der besetzten Praktikumsplätze in den vergangenen drei Jahren und auch die Implementierung dualer Ausbildungsprozesse in die Ausbildung.  

Das Bekenntnis zur beruflichen Ausbildung habe selbstverständlich auch weiterhin Bestand, so Tonne. „Das Ausbildungsjahr 2020 darf durch die Corona-Pandemie weder für die Jugendlichen noch für die Betriebe im Hinblick auf den Fachkräftebedarf verloren gehen. Daher gilt es, die bestehenden Strukturen der Partner der dualen Berufsausbildung zu nutzen und zu unterstützen", fügt der Minister mit Blick auf den „Aktionsplan Ausbildung" des Niedersächsischen Kultusministeriums hinzu. Der Aktionsplan ist darauf ausgerichtet, krisenbedingte Ausfälle in der Berufsausbildung zu verhindern. Auf Grundlage des gemeinsamen Positionspapiers „Ausbildung sichern", den der Landesausschuss für Berufsbildung mit den Wirtschafts- und Sozialpartnern verfasst hat, sollen Maßnahmen zur Sicherung von Ausbildungsplätzen umgesetzt und damit Jugendlichen Brücken in Beschäftigung gebaut werden.



POL-HI: Tödlicher Verkehrsunfall auf der B 3

ELZE - (jpm)Am frühen Morgen des 07.07.2020, um kurz nach 05:00 Uhr, ereignete sich auf der Bundesstraße 3, zwischen den Ortschaften Wülfingen und Adensen, ein folgenschwerer Verkehrsunfall. Dabei wurden eine Person tödlich und drei weitere schwer verletzt.

Bisherigen Ermittlungen zufolge befuhr ein Dacia Logan die B 3 aus Hannover kommend in Richtung Elze. Das Fahrzeug war mit vier Personen besetzt. Nach einer Linkskurve zwischen der Abfahrt Adensen und der Ortschaft Wülfingen kam der Pkw aus noch unbekannter Ursache auf die Gegenfahrbahn und kollidierte frontal mit dem Sattelzug eines 47-jährigen Fahrers aus der Ukraine. Der Pkw wurde in der Folge in einen Graben geschleudert. Die 27-jährige Fahrerin aus dem Raum Holzminden war sofort tot. Die drei weiteren Insassen wurden teils schwer verletzt. Sie wurden durch den Rettungsdienst bzw. mit einem Hubschrauber in Krankenhäuser in Hildesheim und Hannover verbracht. Es handelt sich dabei um einen 21-jährigen aus Göttingen sowie eine 17-jährige und einen 44-jährigen, die ebenfalls aus dem Raum Holzminden stammen.

Die Bundesstraße wurde in beide Richtungen voll gesperrt.

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Hildesheim wurde ein Sachverständiger hinzugezogen.

Zudem waren die Freiwilligen Feuerwehren aus Elze, Wülfingen und Mehle mit 32 Einsatzkräften, die Straßenmeisterei Gronau sowie die untere Wasserbehörde im Einsatz.



13.700 gemeldete Covid-19-Infektionen in Niedersachsen

13.700 Fälle von Infektionen mit dem Corona-Virus sind bis heute - Dienstag, 9 Uhr - in Niedersachsen labordiagnostisch bestätigt und dem Landesgesundheitsamt (NLGA) gemeldet worden. 

Insgesamt 640 an Covid-19 Erkrankte wurden dem NLGA als verstorben gemeldet. Über Details kann die zuständige Kommune Auskunft geben.

Genesen sind in Niedersachsen nach einschlägiger Hochrechnung* 12.423 der bislang gemeldeten laborbestätigten Fälle. Das entspricht 90,7 Prozent.

In niedersächsischen Kliniken werden derzeit 262 mit dem Virus infizierte Patientinnen und Patienten behandelt: Davon liegen 226 Erwachsene auf Normalstationen, 34 Erwachsene benötigen intensivmedizinische Behandlung. Auf den Intensivstationen müssen 14 Erwachsene beatmet werden. Zwei Kinder werden im Krankenhaus auf einer Normalstation behandelt. 

In dieser Übersicht sind ausschließlich Fälle aufgelistet, die dem Niedersächsischen Landesgesundheitsamt elektronisch bis 9 Uhr mitgeteilt wurden. Da es sich um eine dynamische Situation handelt, kann es zu Abweichungen zwischen der NLGA-Tabelle und Angaben anderer Stellen, etwa der betroffenen Kommunen, kommen. 

Die gegenüber dem vorherigen Tag neu ausgewiesenen Fälle sind nicht zwingend erst seit der gestrigen Auflistung neu aufgetreten. Die Gesundheitsämter leiten als erste Priorität die notwendigen Infektionsschutzmaßnahmen ein, ggf. erfolgt die standardisierte Falldatenüber-mittlung erst danach mit zeitlicher Verzögerung. Bis zur Übermittlung der Fälle an das NLGA können einige Tage vergehen. Dies gilt vor allem, wenn viele Fälle in einem kurzen Zeitraum auftreten. 

* Als Kriterium für die Meldung „genesen" gilt das Meldedatum des Falles, wenn es länger als 14 Tage zurückliegt. Die in dieser Kategorie aufgezählten Patientinnen und Patienten sind außerdem weder in Behandlung in einem Krankenhaus noch verstorben. Diese Kriterien legt auch das RKI an.Weitere Informationen zum Corona-Viruswww.niedersachsen.de/coronavirus

13.700 Fälle von Infektionen mit dem Corona-Virus sind bis heute - Dienstag, 9 Uhr - in Niedersachsen labordiagnostisch bestätigt und dem Landesgesundheitsamt (NLGA) gemeldet worden. 

Insgesamt 640 an Covid-19 Erkrankte wurden dem NLGA als verstorben gemeldet. Über Details kann die zuständige Kommune Auskunft geben. 

Genesen sind in Niedersachsen nach einschlägiger Hochrechnung* 12.423 der bislang gemeldeten laborbestätigten Fälle. Das entspricht 90,7 Prozent.

In niedersächsischen Kliniken werden derzeit 262 mit dem Virus infizierte Patientinnen und Patienten behandelt: Davon liegen 226 Erwachsene auf Normalstationen, 34 Erwachsene benötigen intensivmedizinische Behandlung. Auf den Intensivstationen müssen 14 Erwachsene beatmet werden. Zwei Kinder werden im Krankenhaus auf einer Normalstation behandelt. 

In dieser Übersicht sind ausschließlich Fälle aufgelistet, die dem Niedersächsischen Landesgesundheitsamt elektronisch bis 9 Uhr mitgeteilt wurden. Da es sich um eine dynamische Situation handelt, kann es zu Abweichungen zwischen der NLGA-Tabelle und Angaben anderer Stellen, etwa der betroffenen Kommunen, kommen. 

Die gegenüber dem vorherigen Tag neu ausgewiesenen Fälle sind nicht zwingend erst seit der gestrigen Auflistung neu aufgetreten. Die Gesundheitsämter leiten als erste Priorität die notwendigen Infektionsschutzmaßnahmen ein, ggf. erfolgt die standardisierte Falldatenüber-mittlung erst danach mit zeitlicher Verzögerung. Bis zur Übermittlung der Fälle an das NLGA können einige Tage vergehen. Dies gilt vor allem, wenn viele Fälle in einem kurzen Zeitraum auftreten. 

* Als Kriterium für die Meldung „genesen" gilt das Meldedatum des Falles, wenn es länger als 14 Tage zurückliegt. Die in dieser Kategorie aufgezählten Patientinnen und Patienten sind außerdem weder in Behandlung in einem Krankenhaus noch verstorben. Diese Kriterien legt auch das RKI an.Weitere Informationen zum Corona-Viruswww.niedersachsen.de/coronavirus



Nach den Sommerferien: Schuljahr 2020/2021 soll weitestgehend normal starten - Kultusminister Tonne plant „eingeschränkten Regelbetrieb"

 
„Wir planen das neue Schuljahr 2020/2021 auf der Basis von Normalität. Stand heute kommen wir mit Blick auf das aktuelle Infektionsgeschehen zu der klaren Einschätzung, dass das Schuljahr 2020/2021 im eingeschränkten Regelbetrieb startet. Im Endeffekt bedeutet dies, dass wir die ‚Schule wie immer' starten, allerdings mit ein paar Sonderregelungen bedingt durch das Coronavirus. Darauf sollten alle ihre Planungen ausrichten. Gleichwohl müssen die Beteiligten auf alle Eventualitäten vorbereitet sein. Daher legen wir neben dem Regelbetrieb auch weitere Handlungsoptionen vor für den Fall der Fälle", erklärte Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne am (heutigen) Dienstag. Damit erhalten Schulleitungen, Lehrkräfte, aber auch Schülerinnen und Schüler sowie Eltern und Erziehungsberechtigten rund acht Wochen vor Schulbeginn Klarheit, Handlungssicherheit und Planbarkeit.  

Der Bildungsminister hat hierzu umfangreiche Handreichungen für die allgemein- und die berufsbildenden Schulen vorgestellt, die Planungs- und Handlungssicherheit für das kommende Schuljahr 2020/2021 geben sollen. Die Leitfäden „Schule in Corona-Zeiten 2.0" richten sich an Schulleitungen, Lehrkräfte und pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an allgemein- und berufsbildenden Schulen und legen den Fokus auf die Durchführung eines schulischen Regelbetriebs unter Corona-Bedingungen („Szenario A: Eingeschränkter Regelbetrieb"). Zudem werden die Szenarien B („Schule im Wechselmodell") und C („Quarantäne und Shutdown") erläutert, für den Fall sich verschlechternder Infektionslagen. Wichtig ist, dass die Schulen in der Lage sind, schnell zwischen den verschiedenen Szenarien wechseln zu können. 
  

Szenario A: Eingeschränkter Regelbetrieb 

Angesichts der landesweit niedrigen Infektionszahlen erscheint nach derzeitigem Planungsstand ein eingeschränkter Regelbetrieb nach den Sommerferien sehr wahrscheinlich. Das im Folgenden beschriebene Szenario A soll deshalb als Grundlage für die Planungen der Schulen dienen. Tonne: „Dieses Szenario ist sehr nah an Schule, so wie wir sie aus der Vor-Corona-Zeit kennen und mit dessen Umsetzung ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch rechne. Dieser quasi-Regelbetrieb ermöglicht maximalen Präsenzunterricht und Pflichtunterricht unter den gegebenen Bedingungen. Dafür verzichten wir auf den Mindestabstand von 1,5 Metern und setzen stattdessen auf möglichst feste Lerngruppen. Für den Unterricht ist die maximale Bezugsgröße des jeweiligen Schuljahrganges eine feste Kohorte. Aufgrund der sehr niedrigen Infektionszahlen ist dieser Schritt verantwortbar."  

Das Szenario A strebt eine Rückkehr zu einem geordneten Schulbetrieb einschließlich Ganztagsbetrieb an, allerdings kann dieser unter Umständen nicht mit dem Ganztagsangebot vor der Corona-Pandemie gleichgesetzt werden. Dafür erweitern wir das Kohortenprinzip, dies bedeutet, dort können dann an den jeweiligen Angeboten Schülerinnen und Schüler aus bis zu zwei Schuljahrgängen teilnehmen.  

Die Erteilung des Pflichtunterrichtes hat dabei höchste Priorität. Erst wenn die Pflichtstundentafeln abgesichert sind, sollten Lehrkräfte für Arbeitsgemeinschaften und die Ganztagsangebote eingeplant werden. Sollte es aufgrund des Ausfalls von Lehrkräften im Präsenzunterricht zudem notwendig sein, kann es in den Schuljahrgängen 7-13 des Sekundarbereichs zur Verlagerung von Unterrichtsanteilen ins häusliche Lernen kommen, dies an maximal einem Tag in der Woche. In den Schuljahrgängen 1-6 soll das Lernen zu Hause vermieden werden. Die Verlässlichkeit der Grundschulen ist sicherzustellen. 

Szenario B: Schule im Wechselmodell

Sollte sich die Infektionslage verschlechtern und sich eine landesweite Verschärfung ergeben, dann wird - ggf. auch im bereits laufenden Schuljahr - auf das Szenario B, welches eine Kombination aus Präsenzunterricht und Lernen zu Hause vorsieht, zurückgegriffen. Dies entspricht der Vorgehensweise in den vergangenen Monaten.  

In diesem Fall würden maximal 16 Personen im Präsenzunterricht sein, der Mindestabstand von 1,5 Metern würde gelten, der „schulische Schichtbetrieb" in Wechselmodellen von Präsenz- und verpflichtendem Heimunterricht müsste umgesetzt werden. Eine Durchmischung wäre nur in wenigen Fällen möglich, die Notbetreuung an Schulen würde reaktiviert. Als Ableitung aus den Erfahrungen des zu Ende gehenden Schulhalbjahres, würden das Lernen zu Hause intensiver begleitet und eine häufigere Präsenz von benachteiligten Schülerinnen und Schülern in der Schule durch Auslastung der maximalen Lerngruppengrößen ermöglicht. Zu den Bereichen Bereitstellen von Aufgaben und Arbeitsmaterialien, Absprachen mit Kolleginnen und Kollegen, Kommunikation mit Schülerinnen und Schülern, Feedback und Leistungsbewertung stehen in dem Leitfaden Ergänzungen bereit und geben den Schulen eine Handreichung mit weiteren Hinweisen zum Distanzlernen. Zudem wurde das Fortbildungsangebot deutlich ausgebaut - rund 160 Fortbildungen werden bis zum Herbst rund um das Themenfeld Digitales Lernen, Distanzlernen, Medienbildung stattfinden.  

Für den Bereich der Berufsbildenden Schulen wird auch für den Regelbetrieb ein fester Anteil an Distanzlernen verpflichtend vorgesehen. In den Planungen der BBS werden 10 - 15% Distanzunterricht berücksichtigt. „Die Rückmeldungen der Berufsbildenden Schulen aus diesem ‚Corona-Halbjahr' haben gezeigt, dass das Distanzlernen hier sehr gut funktioniert hat. Für viele BBS hat sich die Zwangslage als Innovationstreiber erwiesen. Wir sehen hier viel Potenzial für die Zukunft, das wir fördern möchten, auch völlig unabhängig von einer Pandemie", so Tonne. Das Distanzlernen könne ein weiterer Baustein sein, um insbesondere die BBS in den Regionen zu stärken und Ausbildungsgänge attraktiv zu halten.  

Szenario C Quarantäne und Shutdown:

Bei (lokalen oder landesweiten) Schulschließungen bzw. Quarantänemaßnahmen tritt das Szenario C Quarantäne und Shutdown in Kraft. Neben regionalen Ereignissen mit Schließungen ganzer Schulen können auch einzelne Jahrgänge, Klassen oder Gebäudenutzer durch das Gesundheitsamt in Quarantäne versetzt werden. Die Schülerinnen und Schüler lernen dann ausschließlich zu Hause und die Lehrkräfte leiten an und kommunizieren regelmäßig mit den Schülerinnen und Schülern. Bei Schulschließungen muss eine Notbetreuung angeboten werden. „Es gibt derzeit keinerlei Anzeichen dafür, dass flächendeckende Schulschließungen in Niedersachsen notwendig sein könnten. Dafür haben wir die Lage zu gut in den Griff bekommen. Allerdings haben wir die lokal heftigen Infektionsgeschehen vor Augen, die sich auch negativ auf den Schulbetrieb auswirken können. Daher lassen sich gesundheitsamtlich verfügte Schulschließungen oder Quarantänemaßnahmen realistischer Weise nicht ausschließen. Jeweils vier Wochen und zwei Wochen vor dem Schulstart setzen wir uns mit dem Landesgesundheitsamt und dem Gesundheitsministerium zusammen und betrachten das landesweite Infektionsgeschehen", betont der Kultusminister. 

Abschließend dankt Minister Tonne allen Beteiligten für das große Engagement während des 2. Schulhalbjahres und blickt optimistisch auf das neue Schuljahr: „Alle an Schule Beteiligten haben die Herausforderungen angenommen und dabei geholfen, dass wir die Krise bisher gut bewältigt haben. Das gilt auch für die Eltern und die Schülerinnen und Schüler. Dafür bedanke ich mich! Wir werden in Niedersachsen diesen gemeinsamen Weg weitergehen. So können wir auch im neuen Schuljahr 2020/2021 schulische Bildung und Gesundheitsschutz gut miteinander zusammenbringen." 

Ergänzende Downloads:

Den Leitfaden für die allgemein bildenden Schulen finden Sie hier.

Den Leitfaden für die berufsbildenden Schulen finden Sie hier.

Oder online: So will Niedersachsen im neuen Schuljahr wieder starten




Ortsrat Roringen tagt am 16. Juli 2020

Am Donnerstag, 16. Juli 2020, tagt der Ortsrat Roringen um 19.00 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Roringen, Lange Straße 4, 37077 Göttingen-Roringen in einer außerordentlichen Sitzung.

Auf der Tagesordnung stehen unter anderem die Verpflichtung eines neuen Ortsratsmitgliedes, der Bebauungsplan Göttingen – Roringen Nr. 8 „Nördlicher Menzelberg“ und die Stellungnahme der Verwaltung zur Ergänzung und Auffrischung der Fahrbahnmarkierung mit Tempo 30 im Straßenverlauf Rottenanger-Zum Ortloh- Am Menzelberg- Lange Straße in Roringen (Antrag der SPD- Ortsratsfraktion vom 24.10.2019).

Anwesende Einwohnerinnen und Einwohner haben die Gelegenheit, Fragen an den Ortsrat und die Verwaltung zu Beratungsgegenständen der Sitzung und zu anderen Angelegenheiten der Stadt und des Ortsteils stellen.

Während der Sitzung gilt ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen sowie die Pflicht, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Aufgrund der Abstandregelung werden nur wenige Sitzplätze im Dorfgemeinschaftshaus Roringen zur Verfügung gestellt werden können. Wenn die vorhandenen Plätze belegt sind, können keine weiteren Besucher*innen zugelassen werden. Eine Registrierung der Besucherinnen und Besucher der öffentlichen Ortsratssitzung wird vor Ort ausgeführt. Hierfür muss jede Besucherin / jeder Besucher ein vor Ort ausgelegtes Formblatt ausfüllen und dem Sitzungsdienst aushändigen. Diese Unterlagen werden drei Wochen nach der jeweiligen Sitzung vernichtet.




Ortsrat Elliehausen/Esebeck berät am 14. Juli 2020

Am Dienstag, 14. Juli 2020, tagt der Ortsrat Elliehausen/Esebeck um 19.30 Uhr im Feuerwehrhaus Esebeck, Über der Esebeeke 16, 37079 Göttingen-Esebeck. Bei gutem Wetter findet die Sitzung draußen im Freien im Bereich des Feuerwehrhauses statt.

Auf der Tagesordnung stehen unter anderem diese Themen:

· Antrag der Ortsrats-Fraktionen SPD und CDU „Zum alternativen Verlauf der Trassenplanung SuedLink“
· Antrag der Ortsratsfraktionen SPD und CDU zum Spielplatz „Zum Gallbühl“
· Antrag der Ortsratsfraktionen SPD und CDU zum „Spielplatz Esebeck“
· "Wärmeversorgung im Baugebiet Kleehöfen - Mündlicher Bericht der Verwaltung"
· Bebauungsplan Göttingen-Grone Nr. 35 "Gewerbegebiet Grone/Elliehausen" mit örtlicher Bauvorschrift über Gestaltung
  (ÖBV)        
· Ausführung des Haushaltes 2020: Zuschussantrag des SV Gelb-Weiß Elliehausen von 1920 e.V. zur Fassadensanierung des
  Sporthauses


Anwesende Einwohnerinnen und Einwohner haben die Gelegenheit, Fragen an den Ortsrat und die Verwaltung zu Beratungsgegenständen der Sitzung und zu anderen Angelegenheiten der Stadt und des Ortsteils stellen.

Während der Sitzung gilt ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen sowie die Pflicht, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Aufgrund der Abstandregelung werden nur wenige Sitzplätze im Feuerwehrhaus zur Verfügung gestellt werden können. Wenn die vorhandenen Plätze belegt sind, können keine weiteren Zuhörenden zugelassen werden. Eine Registrierung der Besucherinnen und Besucher der öffentlichen Ortsratssitzung wird vor Ort ausgeführt. Hierfür muss jede Besucherin / jeder Besucher ein vor Ort ausgelegtes Formblatt ausfüllen und dem Sitzungsdienst aushändigen. Diese Unterlagen werden drei Wochen nach der jeweiligen Sitzung vernichtet.



 

POL-NOM: Sachbeschädigungen

 

Northeim, Über dem Dorfe, Mittwoch, 01.07.2020 07.30 Uhr bis Donnerstag 02.07.2020, 07.30 Uhr

LANGENHOLTENSEN (köh) - Im o.a. Tatzeitraum beschädigten unbekannte Täter die Außenfassade der Grundschule durch Beschmieren mit brauner Farbe. Weiterhin wurden im Tatzeitraum von Freitag, 03.07.2020 bis Montag, 06.07.2020, zwanzig Kartoffelpflanzen aus einem Hochbeet gerissen und dort liegen gelassen. Der entstandene Sachschaden beläuft sich insgesamt auf ca. 210,- Euro.

Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, melden sich bitte bei der Northeimer Polizei unter 05551-70050.



POL-HI: Tödlicher Verkehrsunfall auf der B 3

ELZE - (jpm)Am frühen Morgen des 07.07.2020, um kurz nach 05:00 Uhr, ereignete sich auf der Bundesstraße 3, zwischen den Ortschaften Wülfingen und Adensen, ein folgenschwerer Verkehrsunfall. Dabei wurden eine Person tödlich und drei weitere schwer verletzt.

Bisherigen Ermittlungen zufolge befuhr ein Dacia Logan die B 3 aus Hannover kommend in Richtung Elze. Das Fahrzeug war mit vier Personen besetzt. Nach einer Linkskurve zwischen der Abfahrt Adensen und der Ortschaft Wülfingen kam der Pkw aus noch unbekannter Ursache auf die Gegenfahrbahn und kollidierte frontal mit dem Sattelzug eines 47-jährigen Fahrers aus der Ukraine. Der Pkw wurde in der Folge in einen Graben geschleudert. Die 27-jährige Fahrerin aus dem Raum Holzminden war sofort tot. Die drei weiteren Insassen wurden teils schwer verletzt. Sie wurden durch den Rettungsdienst bzw. mit einem Hubschrauber in Krankenhäuser in Hildesheim und Hannover verbracht. Es handelt sich dabei um einen 21-jährigen aus Göttingen sowie eine 17-jährige und einen 44-jährigen, die ebenfalls aus dem Raum Holzminden stammen.

Die Bundesstraße wurde in beide Richtungen voll gesperrt.

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Hildesheim wurde ein Sachverständiger hinzugezogen.

Zudem waren die Freiwilligen Feuerwehren aus Elze, Wülfingen und Mehle mit 32 Einsatzkräften, die Straßenmeisterei Gronau sowie die untere Wasserbehörde im Einsatz.




Folgenschwere Schädlingsbekämpfung mit gefährlichen Chemikalien?

Am Mittwoch, 15.07.2020, 11:30 Uhr, Saal 3 L 1 verhandelt die 11. Zivilkammer über eine Klage auf Schadensersatz wegen einer Schädlingsbekämpfung mit vermeintlich gesundheitsschädlichen Chemikalien. 

Die Klägerin lebt mit ihrem Ehemann und zwei minderjährigen Kindern in einem Einfamilienhaus in Garbsen. Im Februar 2016 beauftragte sie den Beklagten - der eine Fachfirma für Schädlingsbekämpfung betreibt - gegen einen Befall des Gebäudes mit Katzenflöhen vorzugehen. In der Folge versprühte der Beklagte in dem Wohnhaus großflächig diverse Chemikalien auf Teppichböden, Polstermöbeln, Matratzen, Bettwäsche, Kinderspielzeug und Bekleidung. 

Die Klägerin behauptet, kurze Zeit nach der Schädlingsbekämpfung hätten alle Familienmitglieder unter Hautrötungen an den Händen, Hautveränderungen und stechenden Schmerzen im gesamten Körper gelitten. Ärztlich seien bei der Klägerin zudem akut erhöhte Leberwerte und Rückstände von Chemikalien im Urin festgestellt worden. Tatsächlich seien die verwendeten Mittel keineswegs unbedenklich, dürften nur in bestimmten Bereichen und nicht auf Mobiliar verwendet werden. Demgegenüber habe der Beklagte auf Nachfrage hin erklärt, die Chemikalien seien derart harmlos, dass man sie auch trinken könne; dieselben Mittel würden auch in Kindergärten und Pflegeheimen verwendet.  

Nachdem die Klägerin den Fachbereich Umwelt der Region Hannover eingeschaltet hatte, führte die Staatsanwaltschaft Hannover gegen den Beklagten ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Chemikaliengesetz. Mit rechtskräftigem Strafbefehl des Amtsgerichts Neustadt vom 06.04.2017 ist der Beklagte deshalb zu einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen (insgesamt 1.500 €) verurteilt worden. 

Mit ihrer Klage macht die Klägerin Kosten für Renovierungsarbeiten (Malertätigkeiten, Erneuerung des Parkettbodens, Teppichverlegung) sowie für Entsorgungsarbeiten und die Dekontaminierung des gesamten Wohnhauses in Höhe von rund 26.000 € geltend.

Der Beklagte behauptet, die Klägerin habe auf den bloßen Verdacht eines Befalls mit Katzenflöhen hin hysterisch überreagiert und selbst diverse Chemikalien in der Wohnung versprüht, die sie vorher von einem Tierarzt besorgt habe. Er selbst habe nicht fehlerhaft gehandelt; im Gegenteil seien die Chemikalien auf ausdrücklichen Wunsch der Klägerin versprüht worden. Obwohl der Beklagte auf die Gefahren hingewiesen habe, hätte die Klägerin beinah täglich bei ihm angerufen und immer weitere Dekontaminierungsmaßnahmen gefordert. 

Die Kammer hat die Klägerin und den Beklagten persönlich zur Verhandlung geladen, um den Sachverhalt aufzuklären.



POL-NOM: Fundunterschlagung eines Handys

Northeim, Am Nordhafen, Samstag, 04.07.2020, 20.00 Uhr

NORTHEIM (köh) - Samstagabend besuchte die Geschädigte die Northeimer Seenplatte und verlor wahrscheinlich im Bereich der Seeterrassen oder dem dortigen Parkplatz ihr Mobiltelefon. Bei dem Handy handelt es sich um ein grünes Samsung Galaxy S10+ im Wert von ca. 500 Euro. Vermutlich wurde dieses von einem unbekannten Finder unterschlagen.

Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, wenden sich bitte an die Polizei Northeim unter Telefon 05551-70050.



+++ Landkreis Northeim - Pressedienst - +++  

Coronavirus - Entwicklung des Infektionsgeschehens im Landkreis Northeim

Aktuelle Fallzahlen vom 7. Juli 

Northeim (lpd). Aktuell sind 148 bestätigte Infektionen im Landkreis Northeim bekannt.Im Vergleich zu Montag ist damit ein neuer bestätigter Corona-Fall bekannt geworden. 133 Personen - eine mehr als am Montag - gelten mittlerweile als genesen, sodass die Infektionsquarantäne aufgehoben werden konnte.

Bei dem Neufall handelt es sich um eine männliche Person jüngeren Alters, die nachvollziehbaren Kontakt zu einer infizierten Person hatte. Sie klagt über Kopf- und Muskelschmerzen sowie Geruchsverlust und befindet sich in häuslicher Quarantäne.

Die Anzahl der Verstorbenen beträgt weiterhin sechs Personen. 



„Wir machen Sport. Niedersachsen." - Erster gemeinsamer Sportbericht vom Landessportbund Niedersachsen e.V. und dem Ministerium für Inneres und Sport

Niedersachsen ist ein echtes Sportland! Neben den Erfolgen der Spitzensportlerinnen und Spitzensportler wird das auch durch das große Interesse am Breitensport deutlich. Rund 2,6 Millionen Menschen sind in Niedersachsen in mehr als 9.400 Vereinen organisiert und treiben aktiv Sport. 

Die Förderung des Sports ist wegen seiner hohen gesellschaftlichen Bedeutung als Staatsziel in der Niedersächsischen Verfassung verankert. Um dieser verfassungsrechtlichen Verpflichtung gerecht zu werden, ist die Förderung des organisierten Sports in Niedersachsen seit vielen Jahren gesetzlich geregelt. Seit 2013 ist sie im Niedersächsischen Sportfördergesetz (NSportFG) festgeschrieben - ein in dieser Form bundesweit einmaliges Gesetz. Im Jahr 2018/2019 ist das Sportfördergesetz evaluiert worden.  

Der Niedersächsische Innen- und Sportminister, Boris Pistorius: „Der Evaluationsbericht 2019 hat gezeigt, dass das Sportfördergesetz einen sehr guten Rahmen für die Abgabe der Steuermittel an den niedersächsischen Sport setzt. Der jetzt veröffentlichte Sportbericht knüpft an die Evaluationsergebnisse an und legt erstmals dar, was diese Mittel im niedersächsischen Sport und damit für die über zwei Millionen Sportlerinnen und Sportler aller Altersgruppen konkret in unserem Land bewirken. Er stellt außerdem Sportlerinnen und Sportler und auch Ehrenamtliche vor, die Niedersachsens Sport in verschiedenen Funktionen und durch herausragende Leistungen zu etwas Außergewöhnlichem machen. Von der Sanierung von Sportstätten bis hin zum Leistungssport, von Übungsleitenden im Breitensport bis hin zu Maßnahmen im Bereich der Integration und Inklusion - der Sport in unserem Bundesland ist vielfältig und bereichert unsere Gesellschaft in ganz besonderer Weise.

2019 wurde der organisierte Sport in Niedersachsen mit 32,5 Millionen Euro Finanzhilfe plus weiteren 3,8 Millionen Euro aus Mehreinnahmen der Glücksspielabgabe unterstützt - der jetzt vorgestellte Bericht zeigt: Das ist wirklich gut angelegtes Geld!" 

Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Umbach: „Die Evaluation hat aus unserer Sicht gute Ergebnisse gebracht, und besonders gefreut hat den LSB die Tatsache, dass die Sportorganisation selbst in einem ausgesprochen hohen Maß sehr zufrieden war. Der LSB dankt den rund 670.000 ehrenamtlich Engagierten, ohne die diese Leistungen für das Gemeinwohl und den Sport in Niedersachsen nicht möglich wären. Der erste Sportbericht ist ein geeignetes Mittel, um die Wirkung der Maßnahmen darzustellen. Unser Dank gilt dem Land, das die in der Evaluation angesprochene Erhöhung der Sportförderung aufgegriffen hat." 

Der Sportbericht 2019 ist hier als Dokument oder Slideshow abrufbar.


Am 13. Juli kein Fährbetrieb in Großenwieden

Der Fährbetrieb in Großenwieden wird aufgrund von erforderlichen Wartungsarbeiten

am Montag, den 13. Juli 2020

eingestellt. Der Landkreis Hameln-Pyrmont als Betreiber der Fähre bittet alle Benutzer um Verständnis. Ab Dienstag, den 14. Juli 2020 steht die Fähre zu den bekannten Betriebszeiten wieder zur Verfügung.
Die Öffnungszeiten der Weserfähre Großenwieden sowie weitere Informationen sind unter https://www.hameln-pyrmont.de/faehre_grossenwieden zu finden.



Innenministerium legt Personalstrukturbericht 2018 und Krankenstandstatistik 2019 für die Niedersächsische Landesverwaltung vor

Pistorius: „Beschäftigte sind unsere wichtigste und wertvollste Ressource. Wir legen darum hohen Wert auf gesunde Arbeitsbedingungen und verstärken Maßnahmen zur Personal- und Nachwuchsgewinnung"

Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, hat heute (7. Juli 2020) den Personalstrukturbericht 2018 und die Krankenstandstatistik 2019 veröffentlicht. „Das Land hat aktuell 244.000 Beschäftigte. Wir sind damit der größte Arbeitgeber in Niedersachsen. Personell sind wir in der Landesverwaltung gut und zukunftssicher aufgestellt. Wir kümmern uns vielfältig darum, dass gesundes Arbeiten beim Land möglich ist und wir gleichzeitig weiter gezielt geeigneten Nachwuchs einstellen", so Pistorius. 

Personalstrukturbericht 

Im Personalstrukturbericht erfolgt stichtagsbezogen eine statistische Auswertung des Personalbestands und der Personalveränderungen in der niedersächsischen Landesverwaltung. Insofern ist der Bericht eine wichtige Grundlage für die ressort- und landesspezifische zukünftige Personalbedarfsplanung.  

Am Stichtag 30.06.2018 waren im niedersächsischen Landesdienst 243.785 Beschäftigte tätig, davon waren 60 Prozent weiblich. 85 Prozent aller Beschäftigten sind beim Land dauerhaft oder befristet eingestellt, das ist das so genannte Stammpersonal. Die übrigen 15 Prozent setzen sich aus Auszubildenden, geringfügig Beschäftigten sowie beurlaubtem Personal zusammen. Das Stammpersonal war zum Erhebungszeitpunkt durchschnittlich 45,2 Jahre alt. 

Der wichtigste Faktor bei der personalwirtschaftlichen Bedarfsplanung sind die Altersabgänge der Beschäftigten in den kommenden fünf bis zehn Jahren. Laut dem heute vorgelegten Bericht werden bis 2023 elf Prozent des Stammpersonals altersbedingt ausscheiden, bis 2028 werden es sogar 25 Prozent sein.  

Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, sagt dazu: „Ein Viertel des Stammpersonals wird uns in den kommenden acht Jahren verlassen. Hier stehen wir vor einer enormen Herausforderung, der wir uns mit entsprechenden Planungen und Strategien stellen. Wir werden kontinuierlich mit verschiedensten Maßnahmen daran arbeiten, um die Personalabgänge in den kommenden Jahren zu kompensieren." 

Ein wichtiger Baustein der Personalstrategie sind die Alleinstellungsmerkmale, die das Land als attraktiver Arbeitgeber hat: eine hohe Sicherheit der Arbeitsplätze und vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten. Seit vielen Jahren entwickelt und koordiniert das Niedersächsische Ministerium für Inneres und Sport darüber hinaus federführend ressortübergreifende Maßnahmen der Personal- und Nachwuchsgewinnung. Dazu gehören unter anderem die Entwicklung der ressortübergreifenden Marke „Arbeitgeber mit Vielfalt" sowie der Auftritt des Landes als Arbeitgeber auf Ausbildungs- und Jobmessen. Über das Karriereportal Niedersachsen (www.karriere.niedersachsen.de) präsentiert sich das Land als vielfältiger Arbeitgeber, um qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die gesamte Landesverwaltung zu gewinnen.  

Pistorius: „Das Land ist ein sehr attraktiver und nachgefragter Arbeitgeber, der viele Menschen anzieht. Gleichzeitig haben wir schon sehr früh damit begonnen, uns auf die zu erwartenden hohen Abgänge dieses Jahrzehnts einzustellen. Auch mit zusätzlichen Mitteln aus dem Sonderprogramm der Landesregierung zur Stärkung der Attraktivität des Öffentlichen Dienstes in Niedersachsen im vergangenen Jahr verstärken wir unseren Ansatz bei der Personal- und Nachwuchsgewinnung noch einmal." 
 

Krankenstandstatistik 

Die gesundheitlichen Belastungen der Beschäftigten durch die Arbeit ist im Personalmanagement ein wesentlicher Faktor: Bereits zum dritten Mal hat das niedersächsische Ministerium für Inneres und Sport vor diesem Hintergrund eine landesweite Krankenstandstatistik veröffentlicht. Für das Jahr 2019 wurden die krankheitsbedingten Fehlzeiten von rund 205.000 der insgesamt etwa 240.000 Beschäftigten des Landes erfasst. Erstmalig sind in diese Erhebung auch Daten der Beschäftigten an Schulen und Studienseminaren eingeflossen. Damit liegt in der landesweiten Krankenstandstatistik 2019 erstmals ein Gesamtbild der Beschäftigten in der Landesverwaltung vor.  

Im vergangenen Jahr lag die Zahl der krankheitsbedingten Fehltage durchschnittlich bei 15,65 Tagen. Dies entspricht einer Krankenstandquote von 6,24 Prozent für die Landesverwaltung. Obwohl sich die Zahl der Beschäftigten, deren Fehlzeiten in der Statistik erfasst wurden, im vergangenen Jahr fast verdoppelt hat, und erstmals auch Beschäftigte an Schulen und Studienseminaren einbezogen werden entspricht das Gesamtergebnis fast exakt dem des Vorjahres (2018 durchschnittlich 15,65 Fehltage mit einer Krankenstandquote von 6,23 Prozent). 

Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius: „Etwa drei Prozent der Menschen in Niedersachsen sind bei uns beschäftigt. Der Umgang mit den Fehlzeiten und beruflichen Belastungen der Beschäftigten ist dabei wichtiger Teil unserer Fürsorgeverpflichtung als verlässlicher Arbeitgeber von fast einer viertel Million Menschen. Dabei geht es vor allem um die Unterstützung der Beschäftigten durch gezielte Maßnahmen und Angebote. Wir haben hier sehr viele unterschiedliche und immer mehr Angebote. Für uns ist das Gesundheitsmanagement ein echter Qualitätsfaktor und sicher auch ein wichtiger Anreiz, wenn jemand vor der Entscheidung steht, beim Land zu arbeiten oder sich für einen anderen Arbeitgeber zu entscheiden."     

„Niedersächsische Lehrerinnen und Lehrer sind leistungs- und einsatzbereit", kommentiert Kultusminister Grant Hendrik Tonne die aktuelle Statistik. „Zugleich widerlegen diese Zahlen die landläufige Behauptung, Beamte und insbesondere Lehrkräfte seien häufiger krank als andere Berufstätige", fügt er an. „Wir wissen, dass Lehrerinnen und Lehrer oft unter hohem Druck arbeiten und in den Schulen mit vielen Schülerinnen und Schülern in Kontakt kommen. Umso erfreulicher ist es, dass sie im Vergleich mit anderen Beschäftigten des Landes und Beschäftigten anderer Länder laut der aktuellen Auswertung nicht häufiger und länger krank sind. Wir sehen, dass unsere Lehrkräfte mit hohem Verantwortungsbewusstsein ihrer Arbeit nachgehen", so Minister Tonne. 

Mit den bestehenden Instrumenten der bereits 2015 geschlossenen Vereinbarung zu „Arbeit und Gesundheit in der Landesverwaltung" können die Dienststellen gemeinsam mit den Personalvertretungen durch die Gestaltung der Arbeitsbedingungen präventiv positiven Einfluss auf die Gesundheit ihrer Beschäftigten nehmen: Betriebliche Gesundheitsförderung, Gesundheitsmanagement und Arbeitsschutz, Suchtberatung, Betriebliches Eingliederungsmanagement und die psychosoziale Beratung CARE sind in der Landesverwaltung mittlerweile fest etabliert. 

Hier finden Sie den Personalstrukturbericht 2018 

Bericht zur „Krankenstandstatistik der Landesverwaltung 2019"



POL-NOM: Motorroller entwendet

USLAR-SCHONINGEN (zi.) Bisher unbekannte Täter entwendeten am 06.07.20, in der Zeit von 00:00 Uhr bis 09:45 Uhr, einen am Fahrbahnrand der Bachstraße abgestellten Motorroller der Marke Kymco im Wert von 200,- Euro. Zeugenhinweise erbittet das Polizeikommissariat Uslar unter der Tel.-Nr. 05571/92600-0.



POL-NOM: Ohne Führerschein unterwegs

Einbeck(pap) Am Montag, 06.07.2020, wurde eine 27 Jahre alte Frau aus Kaufungen, die mit einem Pkw Ford Fiesta auf der Bundesstraße 3 in Richtung Alfeld unterwegs war, gegen 23.40 Uhr angehalten. Bei der anschließenden Kontrolle erklärte sie den eingesetzten Beamten, dass sie keinen Führerschein mitführen würde. Eine genauere Überprüfung ergab, dass der jungen Frau die Fahrerlaubnis im November des vergangenen Jahres entzogen wurde und sie somit den Pkw nicht hätte fahren dürfen. Eine Erklärung für ihr Verhalten konnte sie nicht abgeben. Sowohl gegen sie als auch gegen den Halter des Fahrzeugs, gegen den der Verdacht besteht, dass er das Verhalten der Frau geduldet hat, wurde ein Strafverfahren eingeleitet.



POL-HI: Algermissen - versuchter Einbruch

Algermissen - (jb) Unbekannte versuchten zwischen Donnerstagabend und Freitagmorgen in der Straße Im Knick eine Stahltür eines Hauses aufzubrechen. Jedoch widerstand die Tür sowohl den Hebelversuchen als auch Schlägen mit einem unbekannten Gegenstand. Zeugen, die Hinweise zu verdächtigen Personen oder Fahrzeugen geben können, werden gebeten die Polizei Sarstedt zu kontaktieren, Tel.: 05066/9850.



POL-HM: Tuning-Kontrollen in Hameln

Hameln (ots)  07.07.2020
Neun Geschwindigkeitsverstöße, davon zwei Fahrverbote, sowie das Erlöschen der Betriebserlaubnis in drei Fällen, sind das Ergebnis einer kombinierten Geschwindigkeits- und Tuning-Kontrolle der Verfügungseinheit der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden am Freitag (03.07.2020) im Stadtgebiet von Hameln.

Weil zwei Fahrzeugführer die Motoren ihrer Fahrzeuge mehrfach laut aufheulen ließen, wurden zudem zwei weitere sog. "Poser" Verstöße geahndet.

"Derartige Kontrollen wird die Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden künftig in unregelmäßigen Abständen wiederholen." so Polizeioberkommissar Minasch von der Verfügungseinheit.



POL-HM: Mofafahrer fährt auf Pkw auf und schleudert durch Heckscheibe

Bad Pyrmont (ots)

Der Rettungshubschrauber landete im Stadion Südstraße

Am Montag (06.07.2020), gegen 15:50 Uhr, kam es in Bad Pyrmont in der Südstraße zu einem Verkehrsunfall, bei dem ein Mofa und ein Pkw beteiligt waren. Verkehrsbedingt musste eine 58-jährige Frau aus Bad Pyrmont ihren Pkw Toyota bis zum Stillstand abbremsen. Der ihr folgende Mofafahrer, 77 Jahre, erkannte die Verkehrssituation nicht und prallte augenscheinlich ungebremst gegen das Heck des mittlerweile wieder anfahrenden Pkw. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Mofafahrer mit dem Kopf durch die Heckscheibe geschleudert und zog sich u.a. schwere Gesichtsverletzungen zu. Der Mann trug nur einen Halbschalenhelm. Er wurde mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik für Gesichtschirurgie geflogen.



Gerichtliche Bewertung der drohenden Verfolgung wegen "Verwestlichung" und der abschiebungsrelevanten Lage in Afghanistan

19. Kammer stellt die obergerichtliche Rechtsprechung auf den Prüfstand
Der Kläger des am Donnerstag, 09.07.2020, von der 19. Kammer des Gerichts mündlich verhandelten Verfahrens ist ein im Jahr 2000 geborener afghanischer Staatsangehöriger, der Afghanistan bereits als Kind verlassen hatte. Seinerzeit war seine Familie wegen Gefechten in ihrer Heimatprovinz in den Iran ausgewandert. Im Jahr 2016 reiste der Kläger mit zwei Geschwistern in die Bundesrepublik ein und stellte durch seinen Amtsvormund einen Asylantrag. Gegen den ablehnenden Bescheid hat der Kläger im Oktober 2017 Klage erhoben. Als Rückkehrer aus Europa werde er als „verwestlichte Person" stigmatisiert. Ihm drohe deshalb sozialer Ausschluss und Verfolgung durch extremistische Gruppierungen. Zudem treffe ihn ein erhöhtes Entführungsrisiko, weil Rückkehrern aus Europa unterstellt werde, an Geld gekommen zu sein und Unterstützungsnetzwerke zu haben. Jedenfalls bestehe ein Abschiebungsverbot, weil er im Falle einer Abschiebung nach Afghanistan aufgrund der dortigen Versorgungs- und Sicherheitslage mit hoher Wahrscheinlichkeit alsbald verhungern würde oder ähnlichen existenzbedrohenden Gefahren ausgesetzt wäre.

Bislang geht die Rechtsprechung überwiegend davon aus, dass die Abschiebung nach Afghanistan nur in ganz besonderen Ausnahmefällen wegen der dortigen schlechten humanitären Verhältnisse gegen Art. 3 EMRK verstößt, die für einen alleinstehenden, gesunden und arbeitsfähigen jungen Mann auch dann nicht generell gegeben sind, wenn er im Iran aufgewachsen ist (sog. "faktischer Iraner") und deshalb nicht über ein soziales Netzwerk in Afghanistan verfügt und er zudem weder eine abgeschlossene Berufsausbildung noch nennenswertes Vermögen besitzt (vgl. OVG Lüneburg, Urt. v. 29.01.2019- 9 LB 93/18 -, www.rechtsprechung.niedersachsen.de). Diese Annahme wird die Kammer - neben der Frage des Verfolgungsrisikos für Rückkehrer aus dem westlichen Ausland - angesichts der Entwicklungen in der jüngeren Vergangenheit zu überprüfen haben.Die mündliche Verhandlung war ursprünglich bereits am 18.03.2020 vorgesehen und ist infolge der COVID-19-Pandemie auf den neuen Termin verlegt worden.


Az. 19 A 11909/17

Termin: 09.07.2020, 9.00 Uhr in Saal 04



Pressemitteilung des Forum Alfeld Aktiv e.V.
Alfeld, 06.07.2020

Alfelder Stadtfest ist abgesagt

Das Alfelder Stadtfest ist abgesagt. Gemäß der „Niedersächsischen Verordnung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus“ verbietet „unabhängig von der Anzahl der Teilnehmenden alle Volksfeste, Kirmesveranstaltungen, Festivals, Dorf-, Stadt-, Straßen- und Schützenfeste und ähnliche Veranstaltungen.“

Damit lag die Entscheidung zur Absage der größten alljährlichen Alfelder Veranstaltung im Grunde schon nicht mehr in den Händen des ausrichtenden Forum Alfeld Aktiv e.V.. Dennoch hat sich die Geschäftsstelle seit Erlass der Verordnung noch ein paar Tage Zeit gelassen, um mit einigen der beteiligten Akteurinnen und Akteure zu sprechen. 

Natürlich ist das Bedauern über die Absage bei allen Mitorganisatoren und Aktiven groß – allerdings wurde auch allgemein großes Verständnis für die Maßnahmen des Landes Niedersachsen zur Bekämpfung der Pandemie geäußert. Besonders betroffen von der Absage sind selbstverständlich die beteiligten Firmen, die gewerbsmäßig mit der Veranstaltungstechnik und natürlich dem Schaustellergewerbe befasst sind. 

Das Alfelder Stadtfest ist seit über 30 Jahren ein fester Bestandteil des regionalen Veranstaltungskalenders und mit seinen fünfstelligen Besucherzahlen ein echter Publikumsmagnet. Besonders das Live-Programm auf dem Marktplatz, als auch die Themenstraßen (Spielstraße des SJR Alfeld e.V. und der Alfelder Vereine und die Grüne Meile des Landvolk-Verbandes) sowie die Kirmes auf dem Seminarparkplatz erfreuen sich enormer Beliebtheit. Bis zu 100 Stände, Spielgelegenheiten, Infopoints und Aktionen sind von der Absage betroffen. 

Das Organisationsteam des Forum Alfeld Aktiv e.V. hofft sehr, das wir uns im kommenden Jahr wieder so unbeschwert, friedlich und ausgelassen auf unserem Alfelder Stadtfest werden bewegen können. Der Termin dieser Veranstaltung steht bereits: es ist der 17. – 19. September 2021.




Corona-Pandemie: 69 Menschen in Stadt und Landkreis Göttingen sind aktuell infiziert

In Stadt und Landkreis Göttingen sind aktuell 69 Personen mit dem SARS-CoV-2 Virus infiziert, 3 weniger als am Vortag. Die Gesamtzahl bestätigter Infektionen liegt bei 1.315 (unverändert); davon sind 508 in der Stadt Göttingen gemeldet, 807 im weiteren Kreisgebiet. 1.166 (+3) Personen sind wieder von der Infektion genesen, 80 sind in Verbindung mit einer Erkrankung an Covid-19 gestorben. Der Wert der Neuinfektionen liegt für den Landkreis Göttingen bei 6,71 (unverändert).


Die Fallzahlen zum Corona-Geschehen in den Städten und Gemeinden (Gesamtzahl Infizierte / aktuell Erkrankte):

· Flecken Adelebsen (6 / 0)
· Gemeinde Bad Grund (Harz) (45 / 0)
· Stadt Bad Lauterberg im Harz (83 / 1)
· Stadt Bad Sachsa (78 / 2)
· Flecken Bovenden (14 / 0)
· Samtgemeinde Dransfeld (12 / 0)
· Stadt Duderstadt (39 / 0)
· Gemeinde Friedland (59 / 43)
· Samtgemeinde Gieboldehausen (37 / 3)
· Gemeinde Gleichen (16 / 2)
· Stadt Göttingen (508 / 13)
· Stadt Hann. Münden (20 / 2)
· Samtgemeinde Hattorf am Harz (44 / 0)
· Stadt Herzberg am Harz (207 / 0)
· Stadt Osterode am Harz (96 / 0)
· Samtgemeinde Radolfshausen (5 / 1)
· Gemeinde Rosdorf (36 / 2)
· Gemeinde Staufenberg (6 / 0)
· Gemeinde Walkenried (4/0)


Bürgertelefon verzeichnet mehr als 10.700 Anrufe

Seit Beginn der Corona-Pandemie verzeichnete das gemeinsame Bürgertelefon von Stadt und Landkreis Göttingen mehr als 10.700 Anrufe. Aufgrund des aktuell unauffälligen Infektionsgeschehens in Stadt und Landkreis war die Nachfrage nach diesem Service zuletzt stark rückläufig; das Bürgertelefon wurde inzwischen eingestellt. Je nach Lage kann es in kurzer Zeit wieder hochgefahren werden. Wer jetzt die Telefonnummer des Bürgertelefons wählt, wird per Bandansage an die weiteren Hotlines, beispielsweise für Gewerbetreibende, verwiesen.


Hotlines und Liveblog

· Für Gewerbetreibende bietet der Fachbereich Ordnung der Stadt Göttingen eine Hotline unter 0551 / 400-2767. Von 8.00
  Uhr bis 15.00 Uhr werden montags bis donnerstags sowie freitags von 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr Fragen rund um die Notfall-
  Erlasse des Landes beantwortet.

· Die GWG (Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung Göttingen mbH) bietet unter 0551/547 43-24
  das GWG-Unternehmertelefon (montags bis freitags von 8.00 Uhr bis 16.00 Uhr) sowie eine Informationsseite für
  Unternehmen
.

· Alle Details zum Coronavirus und zur Lage in Stadt und Landkreis Göttingen gibt es im Liveblog.

· Aktuelle Warnhinweise und Meldungen gibt es auf der kostenlosen KATWARN-App des Landkreises und der Stadt
  Göttingen
 sowie über den Messenger-Service der Stadt Göttingen.




„Unbezahlbar und freiwillig" - Bewerbungsfrist wird bis 24. Juli 2020 verlängert

Das Corona-Virus hat das gesellschaftliche Leben - insbesondere auch in zahlreichen Vereinen - komplett durcheinandergewirbelt. Engagierte Bürgerinnen und Bürger sollen deshalb mehr Zeit bekommen sich am Wettbewerb „unbezahlbar und freiwillig - der Niedersachsenpreis für Bürgerengagement" zu beteiligen. Die Bewerbungsfrist wird bis zum 24. Juli 2020 verlängert. 

Bei dem gemeinsam von der Niedersächsischen Landesregierung, den Sparkassen in Niedersachsen und den VGH Versicherungen ausgelobten Wettbewerb werden zehn Preise im Gesamtwert von 30.000 Euro vergeben. Eine Jury mit namhaften Vertreterinnen und Vertretern niedersächsischer Institutionen wird die Preisträgerinnen und Preisträger unter den eingereichten Vorschlägen auswählen. Darüber hinaus lobt NDR 1 Niedersachsen noch einen Sonderpreis aus, der von den Hörerinnen und Hörern des Senders ermittelt wird. Dieser ist ebenfalls mit 3.000 Euro dotiert.   

Gerade in der aktuellen Situation erlangt ehrenamtliches Engagement eine besondere Bedeutung. In kürzester Zeit haben sich überall in Niedersachsen Menschen zusammengetan, um gemeinsam anderen zu helfen. Daher sind in diesem Jahr ausdrücklich auch Initiativen zur Bewerbung aufgefordert, die sich im Rahmen der Corona-Pandemie engagieren.  Bewerben können sich Einzelpersonen, Vereine, Initiativen oder Selbsthilfegruppen aus den Bereichen Kultur, Sport, Umwelt, Kirche/religiöse Gemeinschaften und Soziales, die sich in ihrer Freizeit für das Gemeinwohl engagieren. Es ist aber auch möglich, dass Einzelpersonen oder Organisationen von Dritten vorgeschlagen werden.   

Die Bewerbungsunterlagen müssen eine Beschreibung des freiwilligen Engagements (maximal zwei Seiten), die Darstellung der Ziele und Zielgruppe, Startzeitpunkt, Anzahl der Engagierten, eventuelle Kooperationspartner sowie die Finanzierung des Projektes enthalten.  

Weitere Informationen über den Wettbewerb und die Möglichkeit zur Online-Bewerbung gibt es auf www.unbezahlbarundfreiwillig.de. Bewerberinnen und Bewerber können ihre Unterlagen gleichfalls per Mail an Christiane.Lamarre@stk.niedersachsen.de oder postalisch an die Niedersächsische Staatskanzlei, „Unbezahlbar und freiwillig", Planckstraße 2, 30169 Hannover, senden.




Infektionsgeschehen im Landkreis Hameln-Pyrmont am 6. Juli 2020

Im Landkreis Hameln-Pyrmont sind heute, am 06.07.2020, insgesamt 154  Fälle einer Corona-Infektion bestätigt. 

Die Fälle verteilen sich auf das gesamte Kreisgebiet wie folgt:

Aerzen

11

Bad Münder

51

Bad Pyrmont

20

Coppenbrügge

7

Emmerthal

8

Hameln

45

Hess. Oldendorf

10

Salzhemmendorf

2

Von diesen 154 Fällen gelten 135 Personen als geheilt. Zehn Personen sind verstorben.

Die 9 infizierten Patienten wurden isoliert und befinden sich in Quarantäne. Diese akut erkrankten Personen verteilen sich wie folgt auf das Kreisgebiet: 

Aerzen

1

Bad Münder

3

Bad Pyrmont


Coppenbrügge

4

Emmerthal


Hameln

1

Hess. Oldendorf


Salzhemmendorf



Alle Infizierten werden gemeinsam vom Gesundheitsamt und den jeweils behandelnden Haus- bzw. Krankenhausärzten engmaschig betreut.

0 infizierte Person(en) wird/ werden derzeit in den drei Akutkliniken im Landkreis Hameln-Pyrmont stationär behandelt. 

Außerdem befinden sich 28 Personen der Kategorie 1 in angeordneter häuslicher Quarantäne und verteilen sich wie folgt auf das Kreisgebiet:

Aerzen

3

Bad Münder

6

Bad Pyrmont

1

Coppenbrügge

12

Emmerthal


Hameln

5

Hess. Oldendorf


Salzhemmendorf

1

 

 

 

 

 

 

Aktuelle Informationen im Zusammenhang mit dem Coronavirus sind hier www.hameln-pyrmont.de/corona  zu finden.

 






 

POL-HM: Motorradkontrollen in Rühle

 

Bodenwerder / Rühle (ots)
Am Sonntag (05.07.2020) führten Mitglieder der Verfügungseinheit der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden, sowie Mitglieder der SKG Krad (Spezialisierte Kontrollgruppe) der Polizeidirektion Göttingen Motorradkontrollen an der Landesstraße 580 zwischen Bodenwerder und Rühle durch.

Aufgrund des regnerischen Wetters waren nur wenige Motorradfahrer unterwegs. Insgesamt wurden 56 Motorräder und ihre Fahrer kontrolliert. Ein Krad wurde aufgrund einer Fahrwerksveränderung (Tieferlegung) vor Ort stillgelegt.

Über diese Feststellung hinaus wurden weitere neun Verkehrsordnungswidrigkeitsanzeigen gefertigt.





POL-HI: Polizei Hildesheim sucht Eigentümerin eines Damenrades


Sattelüberzug


HILDESHEIM - (jpm)Bereits am 27.05.2020, gegen 22:00 Uhr, kam es am Bahnhofsplatz in Hildesheim zu einem versuchten Fahrradiebstahl. Dabei stellten Beamte der Bundespolizei einen 34-jährigen Sarstedter, als dieser das Fahrradschloss gewaltsam öffnete.

Bei dem betroffenen Fahrrad handelt es sich um ein Damenrad der Marke KETTLER Paramount. Der Rahmen ist silbern. Gepäckträger, Gabel und Lenkerhalterung sind weinrot-mettalic. Auffällig ist ein grüner Sattelbezug mit der Aufschrift "Studieren in Fürth, 5 Jahre, Wilhelm Löne Hochschule".

Bisher konnte die Geschädigte bzw. die Eigentümerin des Fahrrades nicht ermittelt werden. Mit der Veröffentlichung von Lichtbildern erhoffen sich die Ermittler entsprechende Hinweise.

Wer das Fahrrad erkennt, wird gebeten, sich unter der Nr. 05121/939-115 bei der Polizei Hildesheim zu melden.




Larifari Kindersommer 2020

In den Sommerferien bietet der Larifari-Kindersommer auch im Jahr 2020 wieder Spaß und Unterhaltung für die Kleinen. An vier Sonntagen wird die Open-Air-Bühne des Dots im Börnerviertel, Barfüßerstr. 12-13, zum Ort für kindgerechte Kultur: zwei Theater, eine Lesung und ein Konzert stehen auf dem Programm. Veranstalter ist die Stadt Göttingen in Kooperation mit Domino e.V. Der Eintritt ist frei, die Künstler*innen freuen sich aber über Spenden.

Alle Veranstaltungen finden nach Maßgabe der aktuellen Corona-Richtlinien des Landes Niedersachsen bezüglich Besucheranzahl, Abstands-und Hygieneregeln statt. Der Einlass ist nur über die Barfüßerstraße möglich. Bei starkem Regen müssen die Veranstaltungen leider entfallen. Aktuelle Hinweise zum Programm und zu etwaigen Schutzmaßnahmen gibt es auf kultursommer.goettingen.de.


Das Larifari-Kindersommer-Programm

Sonntag, 19. Juli 2020, 15.00 Uhr 
„Drei Helden für Mathilda“
Szenische Lesung des Kinderbuches von Oliver Scherz für Kinder ab 5 Jahren

Als Fitze Fusselkopp wie jeden Morgen seine langen Affenarme um Mathilda schlingen will, stellt er verwundert fest: Mathilda ist weg. Auch im Bett ihrer Eltern findet er sie nicht. Wim mit der Löwenmähne, der Bär Bummel-Bom und Fitze sind überzeugt: Mathilda wurde geraubt! Und schon seilen sich die drei Kuscheltiere aus dem Kinderzimmerfenster ab und stürzen sich mitten in den Großstadtdschungel, um sie zu retten … 

Eine lustige, emotional packende Freundschaftsgeschichte von Oliver Scherz, dem Autor von „Wir sind nachher wieder da, wir müssen kurz nach Afrika“ und „Ein Freund wie kein anderer“. Auf der Bühne: Schauspieler Andreas Jeßing, jahrelang festes Ensemblemitglied am Deutschen Theater Göttingen.

Sonntag, 26. Juli 2020, 15.00 Uhr
„Bum und die Zauberei“
Zauberhaftes Clowntheater für Kinder ab 4 Jahren

Bum möchte zaubern, doch erstmal muss der Zaubertisch aufgebaut werden ... und das ist gar nicht so einfach, wenn man keine Ahnung hat. Das Unterfangen droht ständig zu scheitern und gelingt nur mit viel Slapstick. Und dann der Zauberstab …. der benimmt sich sehr, sehr eigenwillig. Als es dann endlich richtig losgehen soll, da fehlen die roten Bälle. Die Suche gestaltet sich zu einer ziemlich verwickelnden Angelegenheit, bei der fast nebenbei Einiges an Zauberei passiert. Als Höhepunkt möchte Bum vor den Augen der Kinder Wasser verschwinden lassen. Leider taucht es immer wieder da auf, wo es nun garnicht sein soll … es wird feucht. Das Tuch zum Trocknen muss erstmal in die richte Größe gezaubert werden. Nun ja, auch das ist nicht ganz einfach: die Tücke des Objekts stellt auch hier Bum einige Fallen. Auf der Bühne: Hannes Lülf, Göttingen.

Sonntag. 16. August 2020, 15.00 Uhr 
„In der Wolkenfabrik“
Kinderliederkonzert für Kinder ab 4 Jahren

Der Kinderliedermacher Toni Geiling begibt sich mit seinem Konzert „In der Wolkenfabrik“ in luftige Höhen. Dort kreist ein Milan auf unbekannte Weise, der Wetterminister sucht nach Antworten und das Wichtelein stiftet Unordnung. Begleitet von Gitarre, Violine, Singender Säge und Maultrommel erwachen fantastische Figuren zum Leben, tanzen durch Träume und wirbeln die Gedanken der kleinen und großen Zuhörer durcheinander. Der Multi-Instrumentalist Toni Geiling ist bundesweit mit seinen Liedern im Gepäck unterwegs und begeistert mit poetischen Konzerten seine wachsende Fangemeinde. Auf der Bühne: Toni Geiling, Halle.



Sonntag. 23. August 2020, 15.00 Uhr 
„Ein Gnuddel kommt selten allein“
Eine Geschichte mit Witz und Inhalt, toller Musik und eindrucksvollen Figuren 
für Kinder ab 4 Jahren.

Lotte ist gern bei Opa in der Stadt, da gibt es Hinterhöfe, Mülltonnen und irgendwo soll es auch Hinterhof-Gnuddels geben. Opa ist ein wenig besorgt, wenn Lotte abends noch im Hof spielt, aber das Mädchen hat vor nichts Angst – nur ein bisschen. Als Lotte tatsächlich eines Abends auf einen Gnuddel trifft, steckt dieser voller blöder Ideen und geht ihr mit seinem vorlauten Mundwerk ganz schön auf die Nerven. Ihr gemeinsames Spiel gerät zu einem ungeahnten Abenteuer, aber mit Hilfe von Opa und den Kindern bekommt der Gnuddel, was er braucht und die Geschichte ihr wohlverdientes Happyend. Auf der Bühne: Ute Winkelmann und Gerd Mikol vom Sonswas-Theater, Melle.



A 352: Bauarbeiten im Bereich der Anschlussstelle Langenhagen-Kaltenweide in Richtung Dortmund

vom 9.7. bis 11.7. sowie am 13.7. ist in Langenhagen mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen
Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr führt ab Donnerstag, 9. Juli, im Bereich der Anschlussstelle Langenhagen-Kaltenweide der Autobahn A 352 Fahrbahnreparaturarbeiten durch. Dafür werden nacheinander die Auf- und Abfahrten gesperrt.

Zunächst wird tagsüber am Donnerstag, den 9. Juli 2020, von 8:00 bis 22:00 Uhr die Abfahrt Langenhagen-Kaltenweide der Richtungsfahrbahn Dortmund gesperrt. Die Verkehrsteilnehmer werden daher gebeten, während der Sperrung die nächste nutzbare Anschlussstelle Hannover-Flughafen zu nutzen. Die Auffahrt von der Weiherfeldallee auf die A 352 kann in diesem Zeitraum in Fahrtrichtung Dortmund weiter genutzt werden.

In der Nacht von Freitag, den 10. Juli, ab etwa 19:00 Uhr, auf Samstag, den 11. Juli 2020, bis etwa 18:00 Uhr, erfolgt die Sperrung der Auffahrt Langenhagen-Kaltenweide der Richtungsfahrbahn Dortmund auf die A 352. Die Verkehrsteilnehmer werden hier gebeten die nächste nutzbare Auffahrt Hannover-Flughafen im Zeitraum der Sperrung zu nutzen. Die Abfahrt der Richtungsfahrbahn Dortmund der A 352 an der Anschlussstelle Langenhagen-Kaltenweide kann während der nächtlichen Sperrung der Auffahrt weiter genutzt werden.

Am Montag, den 13.07.2020, erfolgen tagsüber die Markierungsarbeiten im Bereich der zuvor sanierten Fahrbahnen der A 352 an der Anschlussstelle Langenhagen-Kaltenweide. Die Abfahrt der Anschlussstelle von der A 352, wird dann von etwa 8:00 Uhr bis etwa 14:00 Uhr gesperrt. Die Auffahrt auf die A 352 von der Weiherfeldallee wird etwa von 14:00 Uhr bis etwa 20:00 Uhr gesperrt.

Die Richtungsfahrbahn Hamburg ist von den Baumaßnahmen nicht betroffen.

Witterungsbedingt kann es zu zeitlichen Verschiebungen kommen.

Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr dankt allen Verkehrsteilnehmern für ihr Verständnis und bittet gleichzeitig um erhöhte Aufmerksamkeit, Geduld und Rücksichtnahme im Baustellenbereich und auf den Ausweichstrecken.




375.000 Euro für Schulen aus Digitalpakt: Kultusminister Tonne übergibt Bewilligungsbescheide an die Stadt Lehrte

Kultusminister Grant Hendrik Tonne hat am (heutigen) Montag 16 Bewilligungsbescheide in Höhe von rund 375.000 Euro an die Stadt Lehrte übergeben. Mit diesen Mitteln soll unter anderem die Beschaffung von mobilen Endgeräten gefördert werden. „Mir ist wichtig, dass über den DigitalPakt alle Schulen in ganz Niedersachsen gefördert werden. Digitale Medien gehören heutzutage fest zum Alltag von Kindern und Jugendlichen. Ich freue mich daher, dass hier in Lehrte alles daran gesetzt wird, Bildungsteilhabe für alle Kinder sicherzustellen. Dies ist eine große Herausforderung und gilt aktuell mehr denn je, damit kein Kind abgehängt wird. Für das Engagement danke ich allen Beteiligten sehr herzlich", so Kultusminister Grant Hendrik Tonne. Die Bewilligungsbescheide nahm Bürgermeister Frank Prüße entgegen.  

Das bewilligte Fördervolumen liegt derzeit in Niedersachsen bei insgesamt rund 30,6 Millionen Euro. Bislang sind ca. 1.050 Anträge auf eine Förderung beim Land eingegangen. Über den DigitalPakt Schule erhält das Land Niedersachsen 470 Millionen Euro vom Bund. Hinzu kommt eine Aufstockung durch das Land um rund 52 Millionen Euro. Damit stehen über 522 Millionen Euro für die Verbesserung der IT-Bildungsinfrastruktur an Niedersachsens Schulen bis 2024 zur Verfügung.



POL-NOM: Einrichtung einer Ermittlungsgruppe nach Bränden in Einbeck

Einbeck-Salzderhelden, Freitag, 03.07.2020 bis Sonntag, 05.07.2020

EINBECK (köh) - Am vergangenen Wochenende kam es in den späten Abendstunden zu insgesamt drei Schadensfeuern im Bereich Einbeck.

Am Freitag, 03.07.2020, gegen 23.10 Uhr, wurde zunächst der Vollbrand eines Industriedenkmals in Salzderhelden gemeldet. Der dortige Salinenturm brannte vollständig aus. Der entstandene Sachschaden wird derzeit auf ca. 1,5 Millionen Euro geschätzt.

Am Samstag, 04.07.2020, gegen 22.58 Uhr, meldeten Zeugen über Notruf, dass in einer Kleingartenkolonie unmittelbar im Nahbereich der Salzderheldener Saline eine Gartenlaube brenne. Dieser Sachverhalt bestätigte sich. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte brannte die Laube bereits in voller Ausdehnung. Ein Übergreifen der Flammen auf die angrenzenden Kleingärten konnte durch die eingesetzten Feuerwehrkräfte verhindert werden. Die Gartenlaube brannte nahezu vollständig aus. Es entstand ein Sachschaden von ca. 1.000 Euro.

Am Sonntag, 05.07.2020, gegen 23.09 Uhr, kam es zu einem erneuten Brand einer Gartenlaube. Dieses Mal handelte es sich um eine Gartenlaube in einer Kleingartenkolonie oberhalb des Schulzentrums am Hubeweg in Einbeck. Die Gartenlaube brannte vollständig nieder. Noch während der Löscharbeiten wurde durch die eingesetzten Polizeibeamten eine qualmende Matratze in einer Gartenlaube im unmittelbaren Nahbereich des Brandortes festgestellt. Es entstand ein Sachschaden von ca. 5.000 Euro. Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr konnte hier weiterer Schaden verhindert werden.

Alle Brandorte wurden von der Polizei beschlagnahmt. Glücklicherweise wurden bei den Bränden keine Personen verletzt. Aufgrund der Ereignisse am vergangenen Wochenende wurde beim Zentralen Kriminaldienst der Polizeiinspektion Northeim eine Ermittlungsgruppe eingerichtet, die ihre Arbeit unmittelbar aufgenommen hat.

"Wir werden mit verstärktem Personal- und Ressourceneinsatz die genauen Umstände der Brände untersuchen. Aussagen zur jeweiligen Brandursache können derzeit noch nicht getroffen werden. Wir ermitteln in alle Richtungen und bitten Bürgerinnen und Bürger, die sachdienliche Hinweise geben können, sich an die Ermittlungsgruppe unter Telefon 05561-949780 zu wenden. Die kriminaltechnischen Untersuchungen dauern derweil noch an.", sagte Polizeioberrat Niklas Fuchs, Leiter Einsatz der Polizeiinspektion.



Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Lutter am Barenberge fusionieren mit der Stadt Langelsheim: Landesregierung gibt Gesetzentwurf zur Verbandsbeteiligung frei

Die Niedersächsische Landesregierung hat am (heutigen) Montag den Gesetzentwurf zur Eingliederung der Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Lutter am Barenberge in die Stadt Langelsheim zur Anhörung vor den kommunalen Spitzenverbänden und Gewerkschaften freigegeben. Der Zusammenschluss dient der Stärkung der gemeinsamen Finanz-, der Wirtschafts- und der Gestaltungskraft und trägt der demografischen Entwicklung Rechnung. Beide Kommunen haben in den vergangenen Jahren einen Bevölkerungsverlust erlitten. 

Die Räte der Stadt Langelsheim und der Samtgemeinde Lutter am Barenberge sowie deren Mitgliedsgemeinden Flecken Lutter am Barenberge, Hahausen und Wallmoden haben in ihren Sitzungen Ende November 2019 einstimmig oder mit breiter Mehrheit den Zusammenschluss der beiden Kommunen durch Eingliederung der Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Lutter am Barenberge in die Stadt Langelsheim beschlossen. 

Für das künftige Stadtgebiet kann eine leistungsstarke Verwaltung erhalten und bei Bedarf ausgebaut werden. Durch die Vereinigung der Kommunen entstehen auch Einspareffekte, weil nicht mehr in zwei getrennten Verwaltungen die gleichen Sachbereiche behandelt werden müssen. In Lutter am Barenberge soll zudem ein Bürgerbüro eingerichtet werden, um den Bürgerinnen und Bürgern weiterhin wohnortnahe kommunale Dienstleistungen anbieten zu können.



A 2: Bauarbeiten zwischen Hannover-Lahe und Bothfeld in Fahrtrichtung Dortmund

In der Nacht vom 7.7. auf den 8.7. ist dort mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen.

Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr führt auf der A 2 zwischen den Anschlussstellen Hannover-Lahe und Hannover-Bothfeld Fahrbahnreparaturarbeiten durch. Die Bauarbeiten erfolgen in der Nacht von Dienstag, den 7.Juli, auf Mittwoch, den 8. Juli 2020, im Bereich des Hauptfahrstreifens und des 1. Überholfahrstreifens. In Fahrtrichtung Dortmund steht daher in diesem Zeitraum nur eine Fahrspur zur Verfügung. Die Richtungsfahrbahn Berlin ist von den Baumaßnahmen nicht betroffen.

Die nächtliche Vollsperrung wird voraussichtlich von etwa 19:00 Uhr bis 6:00 Uhr morgens dauern.
Witterungsbedingt kann es zu zeitlichen Verschiebungen kommen.
Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr dankt allen Verkehrsteilnehmern für ihr Verständnis und bittet gleichzeitig um erhöhte Aufmerksamkeit, Geduld und Rücksichtnahme im Baustellenbereich.



Mit Augenmaß aus der Krise - Landesregierung beschließt Haushaltsplanentwurf 2021 und Mittelfristige Planung 2021 bis 2024

Auf ihrer (heutigen) Klausurtagung hat die Niedersächsische Landesregierung den Haushaltsplanentwurf für das Jahr 2021 sowie die mittelfristige Finanzplanung bis 2024 aufgestellt. Der Haushalt wird ein Volumen von rund 35,9 Milliarden Euro haben. 

Die Landesregierung hat vor drei Wochen (am 23. Juni) den Entwurf für einen zweiten Nachtragshaushalt 2020 mit einem Finanzvolumen in Höhe von 8,4 Milliarden Euro vorgelegt. Darin enthalten war ein rund 4,4 Milliarden schweres Konjunktur- und Krisenpaket mit zusätzlichen Ausgaben zur Überwindung der Corona-Pandemie. Weitere 1,2 Milliarden Euro setzt das Land zur Mitfinanzierung der steuerlichen Entlastungen der niedersächsischen Bürgerinnen und Bürger ein. Dieses Konjunktur- und Krisenpaket ergänzt die im ersten Nachtragshaushalt bereits vom Parlament beschlossenen 1,4 Milliarden Euro. 

„Von diesem Kraftakt werden viele Niedersachsen auch noch im Jahr 2021 und 2022 profitieren", so Ministerpräsident Stephan Weil. Weil: „Wir konzentrieren uns voll und ganz auf die Bekämpfung der Krise. Das ist die Grundlage dafür, dass wir in den Folgejahren auch wieder andere Schwerpunkte angehen können." 

„Mit den Beschlüssen zum Zweiten Nachtragshaushalt 2020 haben wir bereits starke Impulse für eine anziehende Wirtschaft, für den Ausbau der Digitalisierung und für einen Innovationsschub des Landes gegeben. Das wirtschaftliche Wachstum muss in 2021 wieder stark ansteigen, damit wir die Corona-Folgen in zahlreichen Branchen bewältigen können. Dafür haben wir einschließlich des niedersächsischen Konjunkturpakets auch im kommenden Jahr die Weichen gut gestellt", hob auch Wirtschaftsminister Bernd Althusmann hervor. 

Finanzminister Reinhold Hilbers bekräftigt: „Ohne Wachstum werden wir nicht schnell auf den Pfad eines ausgeglichenen Haushalts zurückkommen." 

Die Landesregierung verzichtet in dem Haushaltplanentwurf 2021 und der mittelfristigen Finanzplanung auf neue Vorhaben. Ausnahmen sind insgesamt 380 Millionen Euro aus dem Jahresabschluss 2019 für Klima-, Arten- und Waldschutz: 

·         150 Millionen Euro sind vorgesehen für notwendige Maßnahmen zum Klimaschutz, für den beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien und für die Klimafolgenanpassung in den Bereichen Wassermanagement und Hochwasser. 

·         Im Bereich Artenschutz sollen mit insgesamt 120 Millionen Euro Maßnahmen finanziert werden, die sich aus der Vereinbarung der Landesregierung mit den Umweltverbänden „Der Niedersächsische Weg" u. a. für die Landeskofinanzierung der GAK-Mittel zum Insektenschutz und zur Finanzierung der Managementmaßnahmen für Natura-2000-Gebiete ergeben. 

·         Auch im Bereich Forstwirtschaft sollen 110 Millionen Euro bereitgestellt werden. Diese Mittel sollen ebenfalls teilweise in die Landeskofinanzierung der GAK-Mittel zur Anpassung der Wälder an den Klimawandel fließen. Ein Teil ist für ein klimaangepasstes Wiederaufforstungsprogramm der Anstalt Landesforsten vorgesehen.  

Finanzminister Hilbers unterstreicht: „Jetzt ist nicht die Zeit für zusätzliche Ausgaben aufgrund neuer politischer Prioritäten. Die Leistungsfähigkeit des Staates ist nicht unendlich. Ziel ist es, möglichst zügig wieder zu einen ausgleichen Haushalt ohne strukturelle Neuverschuldung zurück zu kommen. Dafür werden die Weichen gestellt und erste Einsparungen in Höhe von 200 Mio. Euro veranschlagt." 

Hierzu Ministerpräsident Weil: „Vor dem Hintergrund des enormen Krisen- und Konjunkturpaketes von insgesamt fast zehn Milliarden Euro beschränken wir uns im Haushaltsentwurf 2021 auf eine Fortsetzung unserer bisherigen Schwerpunkte, ohne sie aber in diesem Jahr weiter ausbauen zu können. Umgekehrt planen wir aber auch keine Reduzierung unserer Anstrengungen und sichern damit die vielfältigen Angebote in den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bereichen. Diese Angebote sind wichtiger denn je für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in dieser Krise." 

Mit dem Haushaltsplanentwurf wird vorgeschlagen, dass das Land sich im nächsten Jahr auf die Krisenbewältigung konzentriert und auf neue politische Schwerpunkte verzichtet. Dennoch kommt Niedersachsen nicht an einer Neuverschuldung vorbei. Diese ist allein schon wegen der hohen Steuerausfälle notwendig. Die Pandemie führt allein 2021 zu Steuermindereinnahmen in Höhe von mehr als 1,8 Milliarden Euro. Der Haushaltsplanentwurf für 2021 sieht eine Kreditermächtigung von bis zu 853 Millionen Euro vor, davon rund 673 Millionen Euro im Rahmen der Konjunkturbereinigung nach den Regeln der Schuldenbremse. Für den darüberhinausgehenden Betrag soll angesichts der anhaltenden Notsituation die Ausnahmemöglichkeit vom grundsätzlichen Verbot der Neuverschuldung in Anspruch genommen werden. 

Trotz alledem soll sobald wie möglich strukturell die Konsolidierung eingeleitet werden. Dazu Finanzminister Hilbers: „Die mittelfristige Finanzplanung zeigt den Weg zu einem strukturell ausgeglichenen Haushalt auf. Wir halten unseren finanzpolitischen Kurs. Was wir heute zur Bewältigung der Krise ausgeben, muss in den nächsten Jahren zurückgezahlt werden." 

„Die weitere wirtschaftliche Entwicklung ist noch mit vielen Unwägbarkeiten behaftet", so Ministerpräsident Stephan Weil. Er sei aber zuversichtlich, dass es den niedersächsischen Unternehmen gelingen werde mit Hilfe von Bund und Land die coronabedingte Talsohle zu durchschreiten und anschließend vielleicht sogar noch besser dazustehen als vor der Krise." 

Wirtschaftsminister Bernd Althusmann: „Niedersachsens Wirtschaft wird von einem bisher in der Höhe nie dagewesenen Konjunkturpaket des Landes profitieren - und davon, dass wir in den Haushaltsplanungen trotz schwieriger Zeiten keine gravierenden Kürzungen bereits laufender Maßnahmen vornehmen. Wir bleiben verlässlich, auch in der Krise."  

Im Jahr 2022 wird nach den aktuellen Prognosen die Einnahmeseite des Staates das Niveau des Jahres 2020 vor der Krise wieder erreicht haben. Ab 2022 sieht die Finanzplanung ausschließlich eine Neuverschuldung über die Konjunkturkomponente vor. Mit bis zu 493 Millionen Euro im Jahr 2022 und bis zu 272 Millionen Euro im Jahr 2023 wird geplant. 

Bei Erreichen einer konjunkturellen Normallage im Jahr 2024 sollen dann über 25 Jahre die aufgrund der Notsituation aufgenommenen Schulden abgetragen werden. Als Einstieg in die Konsolidierung soll im Haushalt 2021 eine Einsparverpflichtung in Höhe von 200 Millionen Euro erwirtschaftet werden. In den Folgejahren sind dafür ansteigende Beträge eingeplant: 300 Millionen Euro für 2022, 400 Millionen Euro für 2023 und 500 Millionen Euro für 2024. Diese Einsparungen sind nach der derzeitigen Prognose erforderlich, weil trotz der erwarteten Erholung die Wirtschaftsleistung und das Steuereinnahmeniveau in Deutschland auch mittelfristig hinter den alten Planungen zurückbleibt. 

Dafür müssen alle Ausgaben hinterfragt und auf das notwendige Maß beschränkt werden. Die Landesregierung schlägt dafür die Einsetzung einer Arbeitsgruppe vor, die eine grundsätzliche Analyse der Haushaltsstruktur vornehmen soll. Die Arbeitsergebnisse sollen in den Haushalt 2022 einfließen.




POL-HI: Radfahrer bei Verkehrsunfall verletzt

HILDESHEIM - (jpm)Am Nachmittag des 04.07.2020, gegen 16:50 Uhr, kollidierte ein Radfahrer auf der Sorsumer Hauptstraße mit einem geparkten Pkw. Der Mann aus Hildesheim wurde dabei verletzt.

Zur Unfallzeit befuhr der 30-jährige mit einem Rennrad die Sorsumer Hauptstraße in Richtung Landesstraße 460 / Hildesheimer Wald. Etwa 200-300 m hinter dem Ortsausgangsschild prallte der Radfahrer in das Heck eines am rechten Fahrbahnrand parkenden Skoda Fabia. Der Mann erlitt dadurch u.a. Verletzungen im Gesicht. Er wurde zur Behandlung durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus verbracht.

Die Heckscheibe des Skoda war gesplittert, das Heck eingedellt.

Der Gesamtschaden wurde vorerst auf ca. 3.000 Euro geschätzt.

In diesem Zusammenhang weist die Polizei Hildesheim darauf hin, dass das Parken außerhalb geschlossener Ortschaften auf Fahrbahnen von Vorfahrtstraßen (Verkehrszeichen Nr. 306, sog. "Spiegelei") nicht zulässig ist.



Königsallee: Umbau der Kreisel Godehardstraße und Grätzelstraße

Ab Donnerstag, 16. Juli 2020, beginnen die Umbauarbeiten der Kreisel Königsallee / Godehardstraße und Königsallee / Grätzelstraße. Im Zuge der Bauarbeiten ist eine Vollsperrung beider Kreisel voraussichtlich bis zum 26. August 2020 erforderlich. Parallel wird in den der Sommerferien die Oberfläche der Bushaltestelle „Rosmarinweg“ in der Friedrich-Naumann-Straße unter Sperrung der Haltestelle saniert.

Während der Vollsperrung der beiden Kreisel erfolgt eine großräumige Umleitung des Verkehrs östlich der Kreisel über Bahnhofsallee / Maschmühlenweg / Hagenweg, bzw. westlich der Kreisel über Elliehäuser Weg / Wilhelm-Lambrecht-Straße / Rudolf-Winkel-Straße.

Der Abschnitt der Königsallee zwischen den beiden Kreiseln mit den sich dort befindenden Geschäften kann während der gesamten Bauzeit über die Pfalz-Grona-Breite / Asternweg erreicht werden.

Umleitung der Buslinien 41/42 und 71/72

Die Stadtbuslinien 41/42 und 71/72 werden großräumig umgeleitet. Sie verkehren in Richtung Westen ab der Haltestelle Landgericht/Bahnhof über Bahnhofsallee - Groner Landstraße - Königsstieg – Greitweg. Die Linien 71/72 werden weiter über Rudolf-Winkel-Straße umgeleitet, die Linien 41/42 fahren ab hier wieder den normalen Linienweg.

Die Umleitung in Gegenrichtung erfolgt jeweils entsprechend. Hier entfällt zusätzlich die Haltestelle Landgericht/Bahnhof.

Ziel des Umbaus der Verkehrskreisel ist die Erhöhung der Verkehrssicherheit, insbesondere für Bürger*innen, die mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs sind. Außerdem wird die barrierefreie Mobilität für Menschen mit Behinderung damit gefördert. Der Umbau umfasst im Wesentlichen die Herstellung von Abfahrtsrampen für den Radverkehr, der nach dem Umbau zusammen mit dem motorisierten Verkehr auf der Fahrbahn geführt wird, sowie den Rückbau des Radweges innerhalb der Kreisel und die Ausstattung der Oberflächen mit Blindenleitsystemen.



+++ Landkreis Northeim - Pressedienst - +++ 

Coronavirus - Entwicklung des Infektionsgeschehens im Landkreis Northeim

Aktuelle Fallzahlen vom 6. Juli 

Northeim (lpd). Aktuell sind 147 bestätigte Infektionen im Landkreis Northeim bekannt.
Im Vergleich zu Freitag der Vorwoche sind damit keine neuen bestätigten Corona-Fälle bekannt geworden. 132 Personen - zwei mehr als am Freitag - gelten mittlerweile als genesen, sodass die Infektionsquarantäne aufgehoben werden konnte.
Die Anzahl der Verstorbenen beträgt weiterhin sechs Personen.



POL-HI: Unbekannter Verkehrsteilnehmer fährt gegen Bestattungsfahrzeug und entfernt sich unerlaubt

Bad Salzdetfurth (tb: In der Zeit zwischen Donnerstag, 14:00 Uhr und Freitag, 09:00 Uhr wurde auf dem Parkplatz Unterstraße Ecke Gartenstraße das Fahrzeug eines Bestattungsunternehmens abgestellt. Am Freitag Morgen stellte eine Mitarbeiterin dann fest, dass das Fahrzeug an der linken vorderen Seite Höhe Radkasten / Fronststoßfänger in Form von diversen Kratzern beschädigt ist. Zu diesem Schaden ist auch gräulicher und weißer Farbaufrieb an der Schadensstelle festzustellen.

Zu dieser Unfallverursachung hat sich bisher niemand bekannt, sodass ein Ermittlungsverfahren wegen des unerlaubten Entfernens vom Unfallort eingeleitet worden ist.

Bei Hinweisen zu dieser Tat melden sie sich bitte bei dem Polizeikommissariat Bad Salzdetfurth unter der Rufnmummer 05063-9010.



POL-NOM: Zusammenstoß beim Rangieren

USLAR (js) Am 05.07.20, gegen 19.30 Uhr, stieß eine 36-jährige Fahrerin eines Sattelzuges aus Bad Wünnenberg mit dem Auflieger beim Rangieren auf dem Parkplatz des Netto-Marktes in Uslar gegen eine Straßenlaterne. Der Laternenmast knickte dadurch um, so dass ein Sachschaden von ca. 5.000 EUR entstand. Am Auflieger beträgt der Sachschaden ca. 2.000 EUR.



Vollsperrung der Otto-Hahn-Straße

Die Stadt Göttingen führt von Montag, 13. Juli 2020, bis einschließlich Mittwoch, 16. Juli 2020, Straßenbauarbeiten zur Deckensanierung in der Otto-Hahn-Straße durch.
Zu diesem Zweck wird die Straße auf dem Abschnitt ab Hasselquelle in Richtung Deppoldshäuser Straße und Kellnerweg voll gesperrt.
Eine Umleitung über die B 27 ist ausgeschildert. Mit Verkehrsbehinderungen muss gerechnet werden.



Räumungsurteil wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz

In einem Verfahren eines hannoverschen Unternehmens der Wohnungswirtschaft gegen den Mieter einer Wohnung im Stadtteil Oberricklingen hat das Amtsgericht Hannover durch die Richterin Julia Eisenburger am 04.05.2020 den Mieter zur Herausgabe der von ihm bewohnten Wohnung verurteilt, wobei ihm eine Räumungsfrist bis einschließlich zum 30.07.2020 gewährt wurde.

Nach den Feststellungen des Amtsgerichts bewohnt der Mieter die Wohnung der Klägerin seit

Anfang 2008. Im August 2019 wurde der Klägerin bekannt, dass der Beklagte sog. „Polenböller" zuhause lagerte, welche er zusätzlich mit Glasscherben ummantelt hatte. Aufgrund dessen wurde der Beklagte im Zuge eines Strafverfahrens durch einen Strafbefehl zu einer Geldstrafe verurteilt. Mit Schreiben vom 06.09.2019 erklärte die Klägerin die fristlose Kündigung des Mietverhältnisses, hilfsweise erklärte sie die ordentliche Kündigung zum 30.06.2020, aufgrund unzumutbaren Mieterverhaltens - was zwischen den Parteien streitig ist. Der Kündigung widersprach der Beklagte mit dem Verweis auf den Grad seiner Behinderung von 30 Prozent.

Die Klägerin behauptet, der Beklagte habe gefährlichen Sprengstoff in seiner Wohnung gelagert. Dieser könne nur dem Zwecke dienen, Menschen oder Tiere verletzen zu wollen. Ferner behauptet die Klägerin, dass die Substanz des Wohnhauses, sowie die Unversehrtheit der Mitmieter durch die Sprengkörper gefährdet seien. 

Der Beklagte behauptet, die Sprengkörper seien dazu gedacht gewesen, sie im Garten zu zünden, um sich der vorherrschenden Rattenplage anzunehmen. Insoweit sei das Vorhaben - laut Internetforen - eine übliche Methode, sich eines Rattenproblems anzunehmen. Weiter behauptet der

Beklagte, er hätte weder die Substanz des Hauses noch andere Mieter gefährden können. Er hätte bei der Zündung der Sprengkörper auf hinreichend Sicherheitsabstand geachtet.   

Aus den Gründen:

Die Klägerin hat einen Anspruch auf Räumung der streitgegenständlichen Wohnung gem. §§ 543, 546 I BGB. 

Die Klägerin hat das Mietverhältnis wirksam mit Schreiben vom 06.09.2019 durch außerordentliche Kündigung beendet, § 543 BGB. Die Kündigungserklärung wurde dem Beklagten in Schriftform gem. § 568 I BGB übersandt und ist diesem zugegangen. Das Kündigungsschreiben enthielt gem. § 569 IV BGB die Darlegung des Grundes, aus welchem sich die Kündigung ergab, sowie den Hinweis auf die Widerspruchsmöglichkeit des Beklagten nach §§ 568 II, 574 ff. BGB.

Die Klägerin war berechtigt, die außerordentliche Kündigung auszusprechen, da insofern ein wichtiger Grund vorliegt. Ein wichtiger Grund liegt vor, wenn dem Kündigenden unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls, insbesondere eines Verschuldens der Vertragsparteien und unter Abwägung der beiderseitigen Interessen die Fortsetzung des Mietverhältnisses bis zum Ablauf der Kündigungsfrist oder bis zur sonstigen Beendigung des Mietverhältnisses nicht zugemutet werden kann. Auch eine einmalige Pflichtverletzung kann so erheblich sein, dass dem Anderen die Fortsetzung des Mietverhältnisses nicht mehr zugemutet werden kann (BeckOK BGB/Wiederhold, 53. Auflage, § 543 BGB Rn. 6). Diese Voraussetzungen liegen vor. Der Beklagte hat Sprengkörper, nämlich sog. „Polenböller", in der Wohnung gelagert, welche er zusätzlich mit Glasscherben 

ummantelt hat. Diese sind nicht nur geeignet die Mietsache in ihrer Substanz zu beschädigen, sondern stellen darüber hinaus auch eine Gefahr für die Gesundheit der Mitmieter des Hauses dar. Sprengkörper dieser Art sind in Deutschland nicht zugelassen. Die Sprengstoffmenge übersteigt die in Deutschland erlaubte Grenze und zudem ist die Stoffzusammensetzung nicht immer 

bekannt. Darüber hinaus gibt es keine Qualitätsprüfungen der Produkte, wodurch diese eine 

gesteigerte Gefährlichkeit aufweisen. Somit folgt eine erhebliche Gefahr durch den Umgang mit derartigen Sprengkörpern. Der Gebrauch von Sprengkörpern allgemein ist - ungeachtet der

Gefährlichkeit der streitgegenständlichen Sprengkörper - gem. § 23 II 2 1. SprengV nur in der Silvesternacht erlaubt und nicht darüber hinaus. Sofern der Beklagte also vorträgt, die Sprengkörper benutzen zu wollen, um Ratten im Garten des Hauses zu beseitigen, handelt es sich nicht um eine für Laien gängige und mitnichten um eine anerkannte Methode der Schädlingsbekämpfung.

Zudem bedürfte es zu der Nutzung der Sprengkörper einer Erlaubnis nach §§ 7 oder 27 SprengG, eines Befähigungsscheins nach § 20 SprengG oder einer Ausnahmebewilligung nach § 24 I SprengG (vgl. § 23 II 1 1. SprengV). Darüber hinaus ist ausschließlich der Besitz von Spreng-

körpern der Kategorien F1 und F2 für Laien erlaubt. Sprengkörper der Kategorie F3 oder höher

erfordern auch in der Silvesternacht einer Genehmigung. Sog. „Polenböller" hingegen fallen unter § 40 SprengG und sind mithin nicht genehmigungsfähig. Demnach hat der Beklagte nicht nur sog. „Polenböller" angekauft oder selbst hergestellt, sondern diese auch noch durch Glasscherben verändert, so dass diese an Gefährlichkeit gewonnen haben und diese auch im Garten des Miethauses zünden wollen. Erschwerend kommt hinzu, dass von jedem Sprengkörper eine spezifische

Explosionsgefahr ausgeht. Insbesondere bei nicht zugelassenen oder von Laien selbst gebauten Sprengkörpern ist davon auszugehen, dass eine erhebliche Gefährdung der Umgebung vorliegt, die darin begründet liegt, dass die Sprengkörper durch eine Fehlfunktion detonieren können. Die von dem Beklagten durchgeführte Ummantelung der Sprengkörper durch Glasscherben, verstärkt diese Gefährlichkeit des Sprengkörpers. Umherfliegende Glasscherben können erhebliche Verletzungen bei Menschen oder Tieren hervorrufen. Überdies steht nach Überzeugung des Gerichts fest, dass durch die Ummantelung der Sprengkörper mit Glasscherben die Steigerung der Gefährlichkeit der Sprengkörper beabsichtigt wurde. Die Maßnahme wurde mit dem Vorsatz vorgenommen, um bei der Detonation die Zerstörungskraft der sog. „Polenböller" zu steigern. Insoweit hat der Beklagte zugestanden, Ratten mit den Sprengkörpern erlegen zu wollen. Sofern der Beklagte vorträgt, er hätte bei der kontrollierten Detonation der Sprengkörper hinreichend Abstand zu

Gebäuden und etwaigen Dritten gehalten, vermag das Gericht dies nicht nachzuvollziehen. Die

Explosion eines nichtgenehmigten Sprengkörpers ist insbesondere aufgrund ihrer Unkontrollierbarkeit besonders gefährlich. Der Beklagte wird als Laie kaum in der Lage sein das Ausmaß der 

Explosionen der einzelnen Sprengkörper richtig bewerten zu können. Darüber hinaus würde jedwede Prognose durch herumfliegende Glassplitter erschwert. Angesichts des Umstandes, dass der Beklagte gewillt war, die Sprengkörper im Garten des Hauses zu zünden, kann eine Sorgfaltspflichtverletzung bezüglich der Achtung von Belangen seiner Mitmieter und seiner Vermieterin nicht negiert werden. Im Übrigen ist bereits die Lagerung der Sprengkörper in der Wohnung des Beklagten, insbesondere im Hinblick auf die vorgenommene Modifikation der Sprengkörper durch das Anbringen von Gegenständen, ein Verstoß gegen Punkt 2 Ziffer 4 der Hausordnung. Die unter Punkt 2 der Hausordnung aufgelisteten Handlungen dienen der Sicherheit der Hausgemeinschaft und des Gebäudes selbst. Aufgrund der Gefährlichkeit von Sprengkörpern, denen die Eigenschaft anhaftet auch ohne gezieltes Anfachen der Zündschnur zu detonieren, ist eine erhebliche Gefährdung der Mietsache zu befürchten. Sofern der Beklagte dazu ausführt, eine mögliche Explosion würde lediglich seine Küche betreffen, in der die Sprengkörper gelagert wurden, vermag die Aussage keine Abhilfe zu schaffen. Sollte sich eine Beschädigung durch die Sprengkörper auf die 

Küche des Beklagten begrenzen lassen, handelt es sich trotz dessen um eine Beschädigung des Gebäudes, welches im Eigentum der Klägerin steht. Das Ausmaß der Beschädigung erfordert nicht, dass Wohnungen von Mitmietern in Mitleidenschaft gezogen werden. Erschwerend kommt hinzu, dass es bei einer unkontrollierten Detonation der Sprengkörper in der Küche zu einer Kumulation der Sprengkraft der verschiedenen Sprengkörper kommen könnte, obgleich es sich um lediglich um „wenige" Sprengkörper handelte, wie der Beklagte betonte. Die Zerstörungskraft würde durch jeden explodierenden Sprengkörper gesteigert. 

Des Weiteren ist es der Klägerin unzumutbar an dem Vertragsverhältnis bis zum Ablauf der Kündigungsfrist festzuhalten. Die Feststellung der Unzumutbarkeit hat gem. § 543 I 2 BGB im Wege der Interessenabwägung zu erfolgen. Erfolgt die Kündigung einer Person, die schon lange Zeit im Haus wohnt und von Krankheiten seelischer oder körperlicher Art geplagt wird, muss ein erhöhtes Maß an Verständnis und Rücksichtnahme erfolgen. Vorliegend hat der Beklagte Sprengkörper in seiner Küche gelagert, die einen Verstoß gegen § 40 SprengG darstellen. Somit hat der Beklagte dadurch, dass er die Sprengkörper in seiner Wohnung aufbewahrte bereits einen Straftatbestand erfüllt. Darüber hinaus hat der Beklagte erklärt, die mit Glasscherben versetzten Sprengkörper verwenden zu wollen und diese im Garten des Mietshauses explodieren zu lassen. Damit besteht eine konkrete Gefährdungslage der Bausubstanz des Gebäudes, sowie eine konkrete Gefährdung für die Gesundheit der Mitmieter. Insoweit trifft die Klägerin als Vermieterin die Pflicht ihre Mieter zu schützen. Auch unter Berücksichtigung des grundrechtlichen Schutzes der Wohnung aus Art. 13 GG und der allgemeinen Handlungsfreiheit aus Art. 2 I GG kann eine Abwägung zu Gunsten des Beklagten nicht erfolgen. Die Handlung des Beklagten stellt aus der Sicht eines objektiven Dritten eine unverhältnismäßige Maßnahme dar, ein Problem zu lösen. Bezogen auf eine etwaige Rattenplage im Garten hätte der Beklagte sich an die Vermieterin halten müssen, um sie dazu zu bewegen sich des Problems anzunehmen. Sich selbst der Rattenplage anzunehmen und diese dann auch noch mit Sprengkörpern erlegen zu wollen, fällt weder in den Zuständigkeitsbereich des Beklagten als Mieter noch in seinen Kompetenzbereich. Die Schädlingsbekämpfung obläge allein einem Fachmann. 

Des Weiteren wird aus dem Schriftwechsel des Beklagten deutlich, dass es an der Einsichtsfähigkeit mangelt, zu erkennen welche Gefahr von den Sprengkörpern in seiner Wohnung ausgeht. Vielmehr wird durch die Ummantelung der Sprengkörper mit Glasscherben deutlich, dass der

Beklagte sich keinerlei Gedanken über die Gefährlichkeit der Mittel machte oder diese gänzlich verkannt hat. Demnach darf die Klägerin befürchten, dass der Beklagte von seinem Vorhaben keinen Abstand nimmt oder zumindest erneut Sprengkörper ankaufen oder herstellen würde, die für sein Umfeld gefährlich sind. Dies wird insbesondere durch die Aussage des Beklagten deutlich, wonach er beteuert sich sog. „Polenböller" aus einem Ansinnen vor Silvester 2018 heraus

 beschafft zu haben welches er sich selbst nicht erklären könne. Wohingegen er zu einem anderen Zeitpunkt vorträgt, er brauche die sog. „Polenböller" um sich einer Rattenplage anzunehmen. 

Eine Abmahnung war nach § 543 III 2 Nr. 2 BGB entbehrlich. Die von dem Beklagten verursachte Gefährdung müssen die Mitmieter und die Klägerin nicht hinzunehmen. Das Risiko, dass die

Abmahnung erfolglos bleiben würde, kann den Mitmietern und der Klägerin nicht zugemutet werden. In diesem Falle würde über einen nicht absehbaren Zeitraum die vorgenannte konkrete

Gefährdung der Hausbewohner fortbestehen (vgl. AG Pinneberg, Urteil vom 29.08.2002 - 68 C 23/02; OLG Düsseldorf, Beschluss vom 04.05.2010 - I-24 U 170/09). 

Der Vortrag des Beklagten, es läge ein Fall der sozialen Härte vor, mag die Interessenabwägung nicht zu seinen Gunsten entscheiden. Eine besondere soziale Härte im Sinne des § 574 I BGB liegt vor, wenn unter Berücksichtigung des Normzwecks von § 574 BGB, der den Schutz des Mieters und der mit ihm zusammenlebenden Personen vor unbilligen Nachteilen erreichen will, eine Beeinträchtigung wirtschaftlicher, finanzieller, gesundheitlicher, familiärer oder persönlicher Art vorliegt, die diejenigen Umstände, Unbequemlichkeiten und Nachteile, die die Beendigung eines Mietverhältnisses über Wohnraum üblicherweise mit sich bringen, übersteigt und unter Berücksichtigung der gesamten Umstände im Hinblick auf den sozialen Schutzzweck nicht zumutbar ist. Der Beklagte hat einen Grad der Behinderung von 30 aufgrund einer Operation am Herzen. Diese

äußert sich durch Kurzatmigkeit und Schweißausbrüche. Dabei handelt es sich jedoch nicht um derartige Einschränkungen, die es dem Beklagten unmöglich machen dürften neuen Wohnraum zu beschaffen. Aufgrund seiner Behinderung ist der Beklagte nicht auf bestimmte Voraussetzungen in seinem Umfeld angewiesen, die eine bestimmte Beschaffenheit der neuen Wohnung voraussetzen oder des Umfeldes in dem sich die Wohnung befindet. Darüber hinaus ist aufgrund eines Umzugs auch keine Verschlechterung seines allgemeinen Gesundheitszustandes zu befürchten, welche einen hinreichende Härte darstellen könnte um einen Verbleib in der Wohnung zu rechtfertigen (vgl. Schmidt-Futterer, Blank § 574 Rn. 47 f.). Der Beklagte ist vielmehr gesundheitlich hinreichend stabil einen Umzug durchzuführen. Auch der Vortrag, der Beklagte könne dem Umzug nicht ohne Fremdhilfe bewältigen begründet keine soziale Härte. Insoweit ist es dem Beklagten möglich durch Umzugshelfer Abhilfe zu schaffen. Zumal ein Umzug ein lediglich temporärer Umstand ist, welcher auch für einen gesunden Menschen eine Belastung darstellt. Die angespannte Situation am Wohnungsmarkt ist für die Begründung sozialer Härte nicht ausreichend. Der Beklagte hat zwar nachgewiesen, sich bei der Wohnungsvermittlung gemeldet zu haben und dort abgewiesen worden zu sein, jedoch ist die Beschaffung einer Wohnung über die Wohnungsvermittlung der Stadt Hannover nicht die einzige Möglichkeit, die dem Beklagten zur Verfügung steht. Vielmehr obliegt es dem Beklagten sich auf dem freien Wohnungsmarkt um entsprechende Wohnungen zu bemühen. Denn auch auf dem freien Wohnungsmarkt wird sozialer Wohnraum angeboten. Ein Fall der sozialen Härte läge erst dann vor, wenn Ersatzwohnraum nicht beschafft werden kann (Schmidt-Futterer, Blank § 574 Rn. 30). Dies ist vorliegend nicht der Fall. Der Beklagte hat nicht nachgewiesen sich auf dem freien Wohnungsmarkt hinreichend um eine neue Wohnung bemüht zu haben. Insoweit überwiegt das Interesse der Klägerin ihre Mieter zu schützen, das Interesse des Beklagten am Verbleib in seiner Wohnung. 

Dem Beklagten wurde von Amts wegen die aus dem Tenor ersichtliche Räumungsfrist gewährt,

§ 721 ZPO. Bei der Bemessung der Räumungsfrist hat das Gericht berücksichtigt, dass der

Beklagte zum Auffinden einer geeigneten Wohnung angesichts seiner Situation und der Lage auf dem hannoverschen Immobilienmarkt gerade in der derzeitig angespannten Lage um die Corona-Pandemie einen gewissen Vorlauf benötigen wird. 

Das Urteil ist rechtskräftig.

 

Az: 474 C 13200/19



Räumungsurteil wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz

In einem Verfahren eines hannoverschen Unternehmens der Wohnungswirtschaft gegen den Mieter einer Wohnung im Stadtteil Oberricklingen hat das Amtsgericht Hannover durch die Richterin Julia Eisenburger am 04.05.2020 den Mieter zur Herausgabe der von ihm bewohnten Wohnung verurteilt, wobei ihm eine Räumungsfrist bis einschließlich zum 30.07.2020 gewährt wurde.

Nach den Feststellungen des Amtsgerichts bewohnt der Mieter die Wohnung der Klägerin seit

Anfang 2008. Im August 2019 wurde der Klägerin bekannt, dass der Beklagte sog. „Polenböller" zuhause lagerte, welche er zusätzlich mit Glasscherben ummantelt hatte. Aufgrund dessen wurde der Beklagte im Zuge eines Strafverfahrens durch einen Strafbefehl zu einer Geldstrafe verurteilt. Mit Schreiben vom 06.09.2019 erklärte die Klägerin die fristlose Kündigung des Mietverhältnisses, hilfsweise erklärte sie die ordentliche Kündigung zum 30.06.2020, aufgrund unzumutbaren Mieterverhaltens - was zwischen den Parteien streitig ist. Der Kündigung widersprach der Beklagte mit dem Verweis auf den Grad seiner Behinderung von 30 Prozent.

Die Klägerin behauptet, der Beklagte habe gefährlichen Sprengstoff in seiner Wohnung gelagert. Dieser könne nur dem Zwecke dienen, Menschen oder Tiere verletzen zu wollen. Ferner behauptet die Klägerin, dass die Substanz des Wohnhauses, sowie die Unversehrtheit der Mitmieter durch die Sprengkörper gefährdet seien. 

Der Beklagte behauptet, die Sprengkörper seien dazu gedacht gewesen, sie im Garten zu zünden, um sich der vorherrschenden Rattenplage anzunehmen. Insoweit sei das Vorhaben - laut Internetforen - eine übliche Methode, sich eines Rattenproblems anzunehmen. Weiter behauptet der

Beklagte, er hätte weder die Substanz des Hauses noch andere Mieter gefährden können. Er hätte bei der Zündung der Sprengkörper auf hinreichend Sicherheitsabstand geachtet.   

Aus den Gründen:

Die Klägerin hat einen Anspruch auf Räumung der streitgegenständlichen Wohnung gem. §§ 543, 546 I BGB. 

Die Klägerin hat das Mietverhältnis wirksam mit Schreiben vom 06.09.2019 durch außerordentliche Kündigung beendet, § 543 BGB. Die Kündigungserklärung wurde dem Beklagten in Schriftform gem. § 568 I BGB übersandt und ist diesem zugegangen. Das Kündigungsschreiben enthielt gem. § 569 IV BGB die Darlegung des Grundes, aus welchem sich die Kündigung ergab, sowie den Hinweis auf die Widerspruchsmöglichkeit des Beklagten nach §§ 568 II, 574 ff. BGB.

Die Klägerin war berechtigt, die außerordentliche Kündigung auszusprechen, da insofern ein wichtiger Grund vorliegt. Ein wichtiger Grund liegt vor, wenn dem Kündigenden unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls, insbesondere eines Verschuldens der Vertragsparteien und unter Abwägung der beiderseitigen Interessen die Fortsetzung des Mietverhältnisses bis zum Ablauf der Kündigungsfrist oder bis zur sonstigen Beendigung des Mietverhältnisses nicht zugemutet werden kann. Auch eine einmalige Pflichtverletzung kann so erheblich sein, dass dem Anderen die Fortsetzung des Mietverhältnisses nicht mehr zugemutet werden kann (BeckOK BGB/Wiederhold, 53. Auflage, § 543 BGB Rn. 6). Diese Voraussetzungen liegen vor. Der Beklagte hat Sprengkörper, nämlich sog. „Polenböller", in der Wohnung gelagert, welche er zusätzlich mit Glasscherben 

ummantelt hat. Diese sind nicht nur geeignet die Mietsache in ihrer Substanz zu beschädigen, sondern stellen darüber hinaus auch eine Gefahr für die Gesundheit der Mitmieter des Hauses dar. Sprengkörper dieser Art sind in Deutschland nicht zugelassen. Die Sprengstoffmenge übersteigt die in Deutschland erlaubte Grenze und zudem ist die Stoffzusammensetzung nicht immer 

bekannt. Darüber hinaus gibt es keine Qualitätsprüfungen der Produkte, wodurch diese eine 

gesteigerte Gefährlichkeit aufweisen. Somit folgt eine erhebliche Gefahr durch den Umgang mit derartigen Sprengkörpern. Der Gebrauch von Sprengkörpern allgemein ist - ungeachtet der

Gefährlichkeit der streitgegenständlichen Sprengkörper - gem. § 23 II 2 1. SprengV nur in der Silvesternacht erlaubt und nicht darüber hinaus. Sofern der Beklagte also vorträgt, die Sprengkörper benutzen zu wollen, um Ratten im Garten des Hauses zu beseitigen, handelt es sich nicht um eine für Laien gängige und mitnichten um eine anerkannte Methode der Schädlingsbekämpfung.

Zudem bedürfte es zu der Nutzung der Sprengkörper einer Erlaubnis nach §§ 7 oder 27 SprengG, eines Befähigungsscheins nach § 20 SprengG oder einer Ausnahmebewilligung nach § 24 I SprengG (vgl. § 23 II 1 1. SprengV). Darüber hinaus ist ausschließlich der Besitz von Spreng-

körpern der Kategorien F1 und F2 für Laien erlaubt. Sprengkörper der Kategorie F3 oder höher

erfordern auch in der Silvesternacht einer Genehmigung. Sog. „Polenböller" hingegen fallen unter § 40 SprengG und sind mithin nicht genehmigungsfähig. Demnach hat der Beklagte nicht nur sog. „Polenböller" angekauft oder selbst hergestellt, sondern diese auch noch durch Glasscherben verändert, so dass diese an Gefährlichkeit gewonnen haben und diese auch im Garten des Miethauses zünden wollen. Erschwerend kommt hinzu, dass von jedem Sprengkörper eine spezifische

Explosionsgefahr ausgeht. Insbesondere bei nicht zugelassenen oder von Laien selbst gebauten Sprengkörpern ist davon auszugehen, dass eine erhebliche Gefährdung der Umgebung vorliegt, die darin begründet liegt, dass die Sprengkörper durch eine Fehlfunktion detonieren können. Die von dem Beklagten durchgeführte Ummantelung der Sprengkörper durch Glasscherben, verstärkt diese Gefährlichkeit des Sprengkörpers. Umherfliegende Glasscherben können erhebliche Verletzungen bei Menschen oder Tieren hervorrufen. Überdies steht nach Überzeugung des Gerichts fest, dass durch die Ummantelung der Sprengkörper mit Glasscherben die Steigerung der Gefährlichkeit der Sprengkörper beabsichtigt wurde. Die Maßnahme wurde mit dem Vorsatz vorgenommen, um bei der Detonation die Zerstörungskraft der sog. „Polenböller" zu steigern. Insoweit hat der Beklagte zugestanden, Ratten mit den Sprengkörpern erlegen zu wollen. Sofern der Beklagte vorträgt, er hätte bei der kontrollierten Detonation der Sprengkörper hinreichend Abstand zu

Gebäuden und etwaigen Dritten gehalten, vermag das Gericht dies nicht nachzuvollziehen. Die

Explosion eines nichtgenehmigten Sprengkörpers ist insbesondere aufgrund ihrer Unkontrollierbarkeit besonders gefährlich. Der Beklagte wird als Laie kaum in der Lage sein das Ausmaß der 

Explosionen der einzelnen Sprengkörper richtig bewerten zu können. Darüber hinaus würde jedwede Prognose durch herumfliegende Glassplitter erschwert. Angesichts des Umstandes, dass der Beklagte gewillt war, die Sprengkörper im Garten des Hauses zu zünden, kann eine Sorgfaltspflichtverletzung bezüglich der Achtung von Belangen seiner Mitmieter und seiner Vermieterin nicht negiert werden. Im Übrigen ist bereits die Lagerung der Sprengkörper in der Wohnung des Beklagten, insbesondere im Hinblick auf die vorgenommene Modifikation der Sprengkörper durch das Anbringen von Gegenständen, ein Verstoß gegen Punkt 2 Ziffer 4 der Hausordnung. Die unter Punkt 2 der Hausordnung aufgelisteten Handlungen dienen der Sicherheit der Hausgemeinschaft und des Gebäudes selbst. Aufgrund der Gefährlichkeit von Sprengkörpern, denen die Eigenschaft anhaftet auch ohne gezieltes Anfachen der Zündschnur zu detonieren, ist eine erhebliche Gefährdung der Mietsache zu befürchten. Sofern der Beklagte dazu ausführt, eine mögliche Explosion würde lediglich seine Küche betreffen, in der die Sprengkörper gelagert wurden, vermag die Aussage keine Abhilfe zu schaffen. Sollte sich eine Beschädigung durch die Sprengkörper auf die 

Küche des Beklagten begrenzen lassen, handelt es sich trotz dessen um eine Beschädigung des Gebäudes, welches im Eigentum der Klägerin steht. Das Ausmaß der Beschädigung erfordert nicht, dass Wohnungen von Mitmietern in Mitleidenschaft gezogen werden. Erschwerend kommt hinzu, dass es bei einer unkontrollierten Detonation der Sprengkörper in der Küche zu einer Kumulation der Sprengkraft der verschiedenen Sprengkörper kommen könnte, obgleich es sich um lediglich um „wenige" Sprengkörper handelte, wie der Beklagte betonte. Die Zerstörungskraft würde durch jeden explodierenden Sprengkörper gesteigert. 

Des Weiteren ist es der Klägerin unzumutbar an dem Vertragsverhältnis bis zum Ablauf der Kündigungsfrist festzuhalten. Die Feststellung der Unzumutbarkeit hat gem. § 543 I 2 BGB im Wege der Interessenabwägung zu erfolgen. Erfolgt die Kündigung einer Person, die schon lange Zeit im Haus wohnt und von Krankheiten seelischer oder körperlicher Art geplagt wird, muss ein erhöhtes Maß an Verständnis und Rücksichtnahme erfolgen. Vorliegend hat der Beklagte Sprengkörper in seiner Küche gelagert, die einen Verstoß gegen § 40 SprengG darstellen. Somit hat der Beklagte dadurch, dass er die Sprengkörper in seiner Wohnung aufbewahrte bereits einen Straftatbestand erfüllt. Darüber hinaus hat der Beklagte erklärt, die mit Glasscherben versetzten Sprengkörper verwenden zu wollen und diese im Garten des Mietshauses explodieren zu lassen. Damit besteht eine konkrete Gefährdungslage der Bausubstanz des Gebäudes, sowie eine konkrete Gefährdung für die Gesundheit der Mitmieter. Insoweit trifft die Klägerin als Vermieterin die Pflicht ihre Mieter zu schützen. Auch unter Berücksichtigung des grundrechtlichen Schutzes der Wohnung aus Art. 13 GG und der allgemeinen Handlungsfreiheit aus Art. 2 I GG kann eine Abwägung zu Gunsten des Beklagten nicht erfolgen. Die Handlung des Beklagten stellt aus der Sicht eines objektiven Dritten eine unverhältnismäßige Maßnahme dar, ein Problem zu lösen. Bezogen auf eine etwaige Rattenplage im Garten hätte der Beklagte sich an die Vermieterin halten müssen, um sie dazu zu bewegen sich des Problems anzunehmen. Sich selbst der Rattenplage anzunehmen und diese dann auch noch mit Sprengkörpern erlegen zu wollen, fällt weder in den Zuständigkeitsbereich des Beklagten als Mieter noch in seinen Kompetenzbereich. Die Schädlingsbekämpfung obläge allein einem Fachmann. 

Des Weiteren wird aus dem Schriftwechsel des Beklagten deutlich, dass es an der Einsichtsfähigkeit mangelt, zu erkennen welche Gefahr von den Sprengkörpern in seiner Wohnung ausgeht. Vielmehr wird durch die Ummantelung der Sprengkörper mit Glasscherben deutlich, dass der

Beklagte sich keinerlei Gedanken über die Gefährlichkeit der Mittel machte oder diese gänzlich verkannt hat. Demnach darf die Klägerin befürchten, dass der Beklagte von seinem Vorhaben keinen Abstand nimmt oder zumindest erneut Sprengkörper ankaufen oder herstellen würde, die für sein Umfeld gefährlich sind. Dies wird insbesondere durch die Aussage des Beklagten deutlich, wonach er beteuert sich sog. „Polenböller" aus einem Ansinnen vor Silvester 2018 heraus

 beschafft zu haben welches er sich selbst nicht erklären könne. Wohingegen er zu einem anderen Zeitpunkt vorträgt, er brauche die sog. „Polenböller" um sich einer Rattenplage anzunehmen. 

Eine Abmahnung war nach § 543 III 2 Nr. 2 BGB entbehrlich. Die von dem Beklagten verursachte Gefährdung müssen die Mitmieter und die Klägerin nicht hinzunehmen. Das Risiko, dass die

Abmahnung erfolglos bleiben würde, kann den Mitmietern und der Klägerin nicht zugemutet werden. In diesem Falle würde über einen nicht absehbaren Zeitraum die vorgenannte konkrete

Gefährdung der Hausbewohner fortbestehen (vgl. AG Pinneberg, Urteil vom 29.08.2002 - 68 C 23/02; OLG Düsseldorf, Beschluss vom 04.05.2010 - I-24 U 170/09). 

Der Vortrag des Beklagten, es läge ein Fall der sozialen Härte vor, mag die Interessenabwägung nicht zu seinen Gunsten entscheiden. Eine besondere soziale Härte im Sinne des § 574 I BGB liegt vor, wenn unter Berücksichtigung des Normzwecks von § 574 BGB, der den Schutz des Mieters und der mit ihm zusammenlebenden Personen vor unbilligen Nachteilen erreichen will, eine Beeinträchtigung wirtschaftlicher, finanzieller, gesundheitlicher, familiärer oder persönlicher Art vorliegt, die diejenigen Umstände, Unbequemlichkeiten und Nachteile, die die Beendigung eines Mietverhältnisses über Wohnraum üblicherweise mit sich bringen, übersteigt und unter Berücksichtigung der gesamten Umstände im Hinblick auf den sozialen Schutzzweck nicht zumutbar ist. Der Beklagte hat einen Grad der Behinderung von 30 aufgrund einer Operation am Herzen. Diese

äußert sich durch Kurzatmigkeit und Schweißausbrüche. Dabei handelt es sich jedoch nicht um derartige Einschränkungen, die es dem Beklagten unmöglich machen dürften neuen Wohnraum zu beschaffen. Aufgrund seiner Behinderung ist der Beklagte nicht auf bestimmte Voraussetzungen in seinem Umfeld angewiesen, die eine bestimmte Beschaffenheit der neuen Wohnung voraussetzen oder des Umfeldes in dem sich die Wohnung befindet. Darüber hinaus ist aufgrund eines Umzugs auch keine Verschlechterung seines allgemeinen Gesundheitszustandes zu befürchten, welche einen hinreichende Härte darstellen könnte um einen Verbleib in der Wohnung zu rechtfertigen (vgl. Schmidt-Futterer, Blank § 574 Rn. 47 f.). Der Beklagte ist vielmehr gesundheitlich hinreichend stabil einen Umzug durchzuführen. Auch der Vortrag, der Beklagte könne dem Umzug nicht ohne Fremdhilfe bewältigen begründet keine soziale Härte. Insoweit ist es dem Beklagten möglich durch Umzugshelfer Abhilfe zu schaffen. Zumal ein Umzug ein lediglich temporärer Umstand ist, welcher auch für einen gesunden Menschen eine Belastung darstellt. Die angespannte Situation am Wohnungsmarkt ist für die Begründung sozialer Härte nicht ausreichend. Der Beklagte hat zwar nachgewiesen, sich bei der Wohnungsvermittlung gemeldet zu haben und dort abgewiesen worden zu sein, jedoch ist die Beschaffung einer Wohnung über die Wohnungsvermittlung der Stadt Hannover nicht die einzige Möglichkeit, die dem Beklagten zur Verfügung steht. Vielmehr obliegt es dem Beklagten sich auf dem freien Wohnungsmarkt um entsprechende Wohnungen zu bemühen. Denn auch auf dem freien Wohnungsmarkt wird sozialer Wohnraum angeboten. Ein Fall der sozialen Härte läge erst dann vor, wenn Ersatzwohnraum nicht beschafft werden kann (Schmidt-Futterer, Blank § 574 Rn. 30). Dies ist vorliegend nicht der Fall. Der Beklagte hat nicht nachgewiesen sich auf dem freien Wohnungsmarkt hinreichend um eine neue Wohnung bemüht zu haben. Insoweit überwiegt das Interesse der Klägerin ihre Mieter zu schützen, das Interesse des Beklagten am Verbleib in seiner Wohnung. 

Dem Beklagten wurde von Amts wegen die aus dem Tenor ersichtliche Räumungsfrist gewährt,

§ 721 ZPO. Bei der Bemessung der Räumungsfrist hat das Gericht berücksichtigt, dass der

Beklagte zum Auffinden einer geeigneten Wohnung angesichts seiner Situation und der Lage auf dem hannoverschen Immobilienmarkt gerade in der derzeitig angespannten Lage um die Corona-Pandemie einen gewissen Vorlauf benötigen wird. 

Das Urteil ist rechtskräftig.

 

Az: 474 C 13200/19



+++ Landkreis Northeim - Pressedienst - +++

Auszeichnung im Forum

BBS Einbeck ist jetzt Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

- Das Bild zeigt die Schülerinnen und Schüler der Klasse HEP 3 mit ihren Lehrkräften. In der ersten Reihe halten links im Bild Achim Wenzig und Landrätin Astrid Klinkert-Kittel die Fahne des Netzwerkes „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ hoch. Rechts daneben steht die stellvertretende Schulleiterin Dörte Kirst-Bode, in deren Unterricht das Projekt bearbeitet wurde.

Northeim (lpd). Die BBS Einbeck hat kürzlich vom Niedersächsischen Kultusministerium die Anerkennung als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ erhalten. Die Zertifikate wurden im Rahmen einer Verabschiedung von der stellvertretenden Schulleiterin, Dörte Kirst-Bode, übergeben.

"Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" ist ein Projekt zur Bekämpfung von Rassismus und Diskriminierung aller Art in unserer Gesellschaft. Ziel des Projektes ist es, den Alltag an den teilnehmenden Schulen so zu gestalten, dass dieser von einem Klima der gegenseitigen Achtung und der Anerkennung individueller Eigenheiten geprägt ist, gepaart mit der gemeinsamen Suche nach verbindenden Werten. Dabei wird der Titel nicht im Rahmen einer Auslobung gewonnen, er basiert alleine auf dem Willen und der Initiative der Schülerinnen und Schüler.

Die inhaltliche Arbeit wurde an der BBS Einbeck von den Absolventinnen und Absolventen der Fachschule Heilerziehungspflege, Klasse HEP 3, im Unterricht von Dörte Kirst-Bode geleistet. Landrätin Astrid Klinkert-Kittel ist Patin für das Projekt und hat an der Übergabe des Zertifikats im Forum der Schule teilgenommen. „Unsere Schule hatte schon lange den Wunsch, dem Netzwerk der „Courage-Schulen“ beizutreten, da wir die Werte und Inhalte des Projekts uneingeschränkt an unserer Schule leben. Mit der Klasse HEP 3 haben wir engagierte Fachschülerinnen und        -schüler gefunden, die sich mit viel Herzblut und Fleiß diesem Projekt gewidmet haben“, so Dörte Kirst-Bode.

Die Schülerinnen und Schüler der Klasse HEP 3 mussten zunächst die wichtige Hürde nehmen, Unterschriften von 70 Prozent aller am Schulleben beteiligten Personen – also Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Hausmeister und Reinigungskräfte – einzuholen. Danach galt es, ein verbindendes Projekt umzusetzen. Dafür sind 20 Klassen aller Abteilungen und Schulformen kreativ der Frage nachgegangen, warum es sich immer wieder lohnt, gemeinsam für eine bunte Schule, für eine „Schule Ohne Rassismus – für eine Schule mit Courage“ einzutreten. Ihre Antworten haben auf 20 Leinwände gemalt, die jetzt gemeinsam ein buntes Bild ergeben. Dabei wird deutlich, dass Vielfalt ganz normal in den Alltag der Schule gehört.

Landrätin Astrid Klinkert-Kittel dankte den Schülerinnen und Schülern für ihr Engagement. Sie betonte, wie wichtig es sei sich mit den Themen Gewalt, Rassismus und Diskriminierung auseinander zu setzen: „Fremdenfeindlichkeit, Rechtsextremismus und Rassismus sind leider keine Randthemen. Das zeigt sich fast täglich in den Medien und kürzlich auch hier ein Einbeck. Vielfalt und Toleranz bilden aber die Grundpfeiler einer demokratischen Gesellschaft. Diese Werte sind in Gefahr, wenn Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus an Raum gewinnen. Ich bin sehr froh darüber, dass genau diese Problematik hier an der BBS Einbeck erkannt und aufgegriffen wurde.“

Neben den Zertifikaten wurden den 19 Schülerinnen und Schülern der Fachschule Heilerziehungspflege auch die Abschlusszeugnisse übergeben.

Landrätin Klinkert-Kittel gratulierte den Schülerinnen und Schülern zum erfolgreichen Schulabschluss und wünschte Ihnen alles Gute für die Zukunft. „Berufe auf dem weiten Feld der Pflege erfordern viel Geduld, Einfühlungsvermögen und Verständnis. Diese Berufe gewinnen immer mehr an Bedeutung und verdienen höchste Anerkennung“, betonte Landrätin Klinkert-Kittel.

Aufgrund der besonderen Umstände musste die Schule auf die übliche große Titelverleihung mit der gesamten Schulöffentlichkeit und externen Gästen verzichten. Der Titel wird nicht nur in einer Urkunde dokumentiert, sondern es wird üblicherweise ein Schild "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" überreicht, das am Haupteingang der Schule angebracht werden kann. Die Überreichung des Schildes durch die Landeskoordination wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.



Medienzentrum ist in den Sommerferien geschlossen

In den Sommerferien bleibt das Medienzentrum Hameln-Pyrmont vom 27.07.2020 bis zum 21.08.2020 geschlossen.
Sollten in diesem Zeitraum Medieneinsätze geplant sein, bittet der Landkreis Hameln-Pyrmont um eine rechtzeitige Kontaktaufnahme mit dem Medienzentrum.

Telefonisch unter  05151/903-3710
Fax an  05151/903-3714 oder
per E-Mail an medienzentrum@hameln-pyrmont.de   

Weitere Informationen zum Medienzentrum sowie zu den Öffnungszeiten aller Dienststellen der Kreisverwaltung sind unter www.hameln-pyrmont.de zu finden.



POL-NOM: Bohrturm der Salzderheldener Saline abgebrannt

Einbeck (ots)

(Be) - Aus bislang ungeklärter Ursache geriet der Salzderheldener Salinenturm in Brand. Mehrere Anrufer meldeten am Freitag, gegen 23:10 Uhr, unabhängig voneinander, dass das Gebäude vollständig in Brand stehe. Der Brand konnte durch die alarmierten Ortsfeuerwehren der Umgebung unter Kontrolle gebracht und letztendlich gelöscht werden. Der zum Großteil aus Holz gebaute Bohrturm brannte jedoch vollständig aus. Ersten Einschätzungen nach entstand hierbei ein Schaden von ungefähr 1,5 Millionen Euro. Der Bohrturm der Saline wurde von 2009 bis 2011 zum Großteil in ehrenamtlicher Arbeit restauriert und seitdem zu musealen Zwecken genutzt. Die Brandermittlungen dauern an.

Salinenturm im Vollbrand




Zirkus Charles Knie präsentiert sein neuestes Projekt

Sommer, Sonne, Circusland. Der Zirkus Charles Knie lässt an seinem Stammsitz in Einbeck-Volksen auf über 50.000qm einen neuen Freizeitpark für die ganze Familie entstehen.

„Die Pläne hierfür liegen schon länger in der Schublade“ so Sascha Melnjak, Inhaber und Geschäftsführer des Zirkus Charles Knie. Das Gelände, ein malerisch gelegener ehemaliger Gutshof direkt an der Leine ist ideal für dieses große Vorhaben.

Was erwartet die kleinen und großen Besucher im CHARLES KNIE CIRCUS-LAND. Für Sascha Melnjak ist der interaktive Ansatz wichtig „Nicht nur konsumieren, sondern selber was machen und ausprobieren“, erklärt er sein Konzept. Neben den über 100 exotischen Tieren und dem neuen Streichelzoo entstehen derzeit viele Attraktionen speziell für Kinder. Die Kindereisenbahn „Safari-Express“ dreht im Probelauf bereits ihre Runden, Hüpfburgen, Mini Go-Karts, Kletterturm und die Paddelbote für den neuen großen Wasser-Pool werden gerade aufgebaut.

Das Thema Circus bildet den Rahmen, klar, immerhin befindet sich der Park auf dem Gelände des zweitgrößten Circus in Deutschland. Es wird interaktive Tiervorführungen zum Mitmachen geben, Circusvorstellungen mit den hauseigenen Tiergruppen sowie Esel-, Pony- und Kamelreiten.

Für alle Fans der zeitlosen Dinos wurde eine riesige Dinosaurier-Ausstellung errichtet. Die täuschend echt wirkenden lebensgroßen Modelle sind gigantisch, und auch hier lebt der Park vom Mitmachen, im Ausgrabungscamp werden Kinder zu echten Archäologen und lernen eine ganze Menge über die Zeit vor 65 Millionen Jahren.

Die zahlreichen Attraktionen werden im Indoor- und Outdoorbereich platziert und sollen den Park wetterunabhängig machen. „Wir freuen uns natürlich über einen richtig tollen Sommer, aber wenn es mal ein bisschen regnet ist das auch ok, wir können beides“ verrät Mirjan Mavriqi, Leiter der Parkgastronomie und rechte Hand Melnjaks.

Apropos Gastronomie – auch hier ist Großes geplant – neben einem sonnenschirmüberdachten Biergarten wird mit bis zu 50 Tonnen Sand Einbecks erste Beachbar entstehen. Die Qual der Wahl – entweder zünftiges Bierchen mit lecker Würstchen oder Cocktailschlürfen und chillen bei loungiger Musik. Dieser Bereich ist übrigens kostenfrei und für die Gäste auch ohne Eintrittskarte in den Park zugänglich. Wer im Innenhof des nostalgischen Geländes also ausschließlich Essen und Trinken möchte, ist ebenfalls herzlich willkommen.

Das CHARLES KNIE CIRCUS-LAND, Braunschweiger Str. 2 in 37574 Einbeck-Volksen kann in der Zeit vom 10. Juli bis 30. August immer von Mittwoch bis Sonntag in der Zeit von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr entdeckt werden. Der familienfreundliche Eintrittspreis liegt bei 9,90€ p.P.. Tickets gibt’s auch online im Ticket-Shop auf www.zirkus-charles-knie.de und natürlich direkt im Park. Die Gastronomie ist frei zugänglich und benötigt kein Ticket. Infos zum Park auf www.zirkus-charles-knie.de und telefonisch unter 0171-9462456.


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